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Interview: Dominik Starck (BGT-Exklusiv)

Details

Dominik Starck ist ein ehrgeiziger und talentierter Schauspieler (Iron Wolf, Atomic Eden) sowie Drehbuchautor. Er schreibt Booklets und Film-Reviews (u.a. für Bereitsgetestet.de) und führte bei „Assassin´s Dawn – einem Thriller, welcher sich zurzeit in der Post-Production befindet – erstmals auch Regie. BGT-Redakteur Kevin Zindler bekam die Gelegenheit, dem sympathischen Newcomer einige Fragen zu stellen.

Dominik Starck auf IMDb (click)


 

 

 

 

Du verfasst Drehbücher, Booklets und Reviews. Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

Das Schreiben als Form des Geschichtenerzählens hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Ich habe immer sehr viel gelesen, von großen Klassikern der Literaturgeschichte bis zu reinem Pulp. Als ich in meinen Teenager-Jahren nach einem Weg suchte, meinen eigenen Ideen und Geschichten Gestalt zu verleihen, hat sich das geschriebene Wort ganz konsequent durchgesetzt. Ich habe im Laufe der nächsten Jahre so ziemlich alles geschrieben: Kurzgeschichten, einen Roman, Gedichte und schließlich Filmkritiken. Filme waren immer meine große Liebe und Kritiken damit quasi die Verbindung meiner beiden Leidenschaften. Durch die Booklets konnte ich mich schließlich noch mal auf einer ganz anderen Ebene mit der Materie beschäftigen und mit dem Schreiben von Drehbüchern habe ich dann den wichtigsten Wechsel gemacht; von der Analyse der filmischen Arbeit von Anderen hin zur Grundsteinlegung für eigene Filme. 

Was macht für dich den Reiz am Schreiben aus?

Der Reiz liegt für mich darin, dass das geschriebene Wort die überlegte Version verbaler Kommunikation ist und vielleicht auch daher oft freier und lyrischer ist, als es Sprache im Alltag ist.

Schreiben ist ein ungemein befreiender Prozess, der, wie alles Gute im Leben, natürlich auch seine Schattenseiten hat. Den Fluch der "leeren Seite" hat sicher jeder Autor schon einmal in der einen oder anderen Form erlebt. Aber umso größer ist der Lohn, wenn man eine Hürde genommen hat.

Derzeit bin ich sehr glücklich mit der Arbeit an Drehbüchern. Hätte ich die Zeit, würde ich aber jederzeit auch einen Roman schreiben wollen.

In „Iron Wolf“ hattest du deine erste große Nebenrolle. Wie würdest du den Film beschreiben und was gefiel dir an deiner Rolle am besten?

"Iron Wolf" entstand unter denkbar ungünstigen Bedingungen, sprich wenig Budget, mit einem sehr jungen und teilweise noch recht unerfahrenen Team inkl. mir selbst. Aber trotz aller Limitierungen hat dieser Film auch ein gewisses Etwas erfasst und verewigt. Jeder, von Hauptdarstellern bis hin zur Catering-Köchin, hat sich mit großem Enthusiasmus ans Werk gemacht und die Dreharbeiten unvergesslich werden lassen. Es liegt etwas Besonderes in so einem ersten Werk.

"Iron Wolf" dürfte in etwa das sein, was man erwartet, wenn man "Ein von Nazis erschaffener Werwolf tötet ahnungslose Punks in verlassenem Gebäude" liest. Der Film hat in jedem Fall Charme. Ich kam sehr kurzfristig zu dem Projekt und hätte mich gerne länger vorbereitet. Meine Rolle als Anführer einer bereits aufgelösten Punkrock-Gruppe, die sich noch mal zu einem Konzert zusammen finden will und dabei einen verschütteten Werwolf freisetzen, hatte einige Überraschungen und auch etliche Herausforderungen für mich parat. Ich habe das aber sehr genossen. Die Zeit am Set war schön und gerade deshalb viel zu kurz.

Die BGT Kritik zu „Iron Wolf“ findet ihr hier (click)

Vor kurzem wurden die Arbeiten an „Atomic Eden“  - in dem du einen Söldner mit dem Namen „Brenner – The Blade“ spielst – für beendet erklärt. Was kannst du uns über diesen Actionfilm und deine Rolle verraten und in welcher Position warst du noch in dem Projekt involviert?

"Atomic Eden" ist ein amerikanisch-deutscher Actionfilm in der Tradition der großen Klassiker der 1980er und 1990er, als die Action-Ikonen meiner Generation wie Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Dolph Lundgren ihre großen Erfolge hatten. Regisseur und Initiator Nico Sentner ist mit keinem geringeren Ziel angetreten, als mit "Atomic Eden" den bisher größten amerikanisch-deutschen Independent-Actionfilm überhaupt zu machen. Einen gleichzeitig modernen Film im Stile von "The Expendables", der aber die Tugenden der genannten klassischen Actionreißer bewahrt, die Actionfilm-Fans zu Recht lieben. Handgemachte Action, echtes falsches Blut und keine unsinnigen CGI-Effekte. Das ist direkt, dreckig und hart und keine glatte Kunstwelt à la Michael Bay.

Meine Rolle "Brenner" ist Teil eines achtköpfigen, international zusammengewürfelten Söldner-Teams, das auf eine Bergungsmission nach Tschernobyl geschickt wird. Dort angekommen kriegen sie es unerwartet mit einer ganzen Armee anonymer Angreifer zu tun und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Brenner war ein großer Spaß, den ich gerne noch mehr ausgelotet hätte. Er steht klar auf der Seite der Guten, hat aber ganz offensichtlich auch seine Leichen im Keller- oder zumindest seltsame Hobbys. 

Für die Rolle habe ich über 10 Kilo abgenommen und kam in den Genuss mit meinem Co-Star und Stunt-Choreograf Mike Möller sowie seinem großartigen Stuntteam die physische Seite der Rolle auszuleben. Definitiv eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde.

Zu dem Projekt kam ich über Regisseur Nico Sentner, den ich 2011 bei den Dreharbeiten zu dem Slasher "Sin Reaper" kennen lernte. Wir blieben in Kontakt und haben uns angefreundet und so kamen wir nach der Zusammenarbeit bei "Iron Wolf" erneut für ein Projekt zusammen.

Er hatte die Geschichte zu "Atomic Eden" schon eine Weile im Kopf und hat mich schließlich als Co-Drehbuch-Autor hinzugezogen. Eine einprägsame und lehrreiche Erfahrung, da ich zum ersten Mal die Ideen und Vorstellung von jemand anderem umgesetzt habe. 

Damit war ich dann Autor und Bestandteil einer tollen Besetzung. Darüber hinaus konnte ich mich neben Nico Sentner, Michael Schmidt und Jens Nier auch als Produzent in verschiedene Aspekte der Produktion einbringen.

Teaser: „Atomic Eden“ (click)

FB-Seite von „Atomic Eden“ (click)

In „Atomic Eden“ gibt es eine Wiedersehen mit Blaxploitation-Legende Fred „The Hammer“ Williamson und Actionstar Lorenzo Lamas. Außerdem ist mit Martial-Arts Shootingstar Mike Möller ein weiterer Kracher im Film. Wie war es, mit so einer Vielzahl von Persönlichkeiten zu drehen?

Als ich Fred Williamson zum ersten Mal begegnete, hatte das beinahe etwas Surreales. Ich erinnerte mich an den Moment, als ich ihn Ende der Neunziger in Robert Rodriguez' "From Dusk Till Dawn" gesehen habe und dachte mir nur: "Hätte mir damals jemand erzählt, dass ich mal mit diesem Mann einen Film drehen würde, ich hätte denjenigen für verrückt erklärt."

Aber Fred ist in natura exakt so, wie man ihn sich vorstellen würde und er macht es einem sehr leicht, seinen Legenden-Status zu vergessen und einfach Spaß mit ihm zu haben und viel zu lernen. Der Mann hat schon praktisch jede denkbare Position im Filmgeschäft inne gehabt und das seit Jahrzehnten. Ein Narr, wer da nicht aufmerksam zuhört. Ganz abgesehen davon, dass sein Charisma etwas Fesselndes hat.

Mike Möller ist ein wahrer Künstler des Kampfsports, ein seltenes Ausnahmetalent, das niemand übersehen kann, der ihn bei der Arbeit beobachtet. Und vor allem; stets ruhig und freundlich, ohne je ein böses Wort zu verlieren. Am meisten bewundere ich seine unerschütterliche Disziplin. 

Lorenzo Lamas war eine riesen Überraschung. Ich kannte und mochte ihn natürlich aus "Renegade", aber was er hier vor der Kamera geleistet hat, hat jedem am Set die Kinnlade runter fallen lassen.

Die Nebenrollen wurden mit sehr talentierten Schauspielern wie Everett Ray Aponte, Hazuki Kato, Carolina Rath und Wolfgang Riehm besetzt. Gab es während der Dreharbeiten Konkurrenzsituationen oder Spannungen zwischen den Darstellern?

Könnte man bei einem so bunten Haufen unterschiedlicher Schauspieler erwarten, war aber absolut nicht der Fall. Jeder verstand und nutzte die Gelegenheit, von den anderen zu lernen, sich gegenseitig zu ergänzen und zu motivieren. Schon während den Dreharbeiten wurde offensichtlich, dass Everett Ray Aponte einen überwältigenden Charme vor der Kamera (und dahinter) versprühte und ich bin froh, ihn heute einen Freund nennen zu können. Mit Carolina Rath hatte ich schon bei "Iron Wolf" eng zusammen gearbeitet, wo sie die weibliche Hauptrolle und dabei die Freundin meiner Rolle spielte. Auch der wunderbare Wolfgang Riehm muss an dieser Stelle lobend erwähnt werden, der zwischen den Takes stets gerne interessante Geschichten mit uns geteilt hat. Die Zusammenarbeit mit diesen Leuten war großartig und mit vielen von ihnen gab es kurz darauf bereits ein Wiedersehen am Set meines Films "Assassin's Dawn".

Wie war die Zusammenarbeit mit Regisseur und Produzent Nico Sentner?

Die Zusammenarbeit mit Nico Sentner am Set war tatsächlich ganz anders als die in der Vorproduktion oder davor bei "Iron Wolf". Er hatte eine Vision, die wenig Raum für Kompromisse ließ, obwohl Nico stets für Improvisationen, etwa bei den Dialogen, offen war. 

Er erfüllte sich mit "Atomic Eden" einen Traum und lebte und atmete dieses Projekt jeden Tag, egal ob vor oder hinter der Kamera, vermutlich sogar im Schlaf, wenn es mal welchen gab. Produktion, Konzeption, Regie, Marketing, Nachbearbeitung und Schauspiel; er hat sich in jeden Bereich voll eingebracht. Dadurch trägt der Film auch von vorne bis hinten seine Handschrift.

Mit „Assassin's Dawn“ hast du nicht nur dein Debüt als Regisseur gegeben, sondern zeichnest auch für das Drehbuch verantwortlich und spielst eine der Hauptrollen. Worum geht es in dem Film?

Es geht um den ehemaligen Auftragskiller Joseph, der bereits seit zehn Jahren als tot gilt, bis ihn sein früherer Auftraggeber, eine international operierende Killer-Agentur, aufspürt. Sie hetzen ihren gefährlichsten Nachwuchs-Killer Lucas auf den alten Mann, um belastendes Material über die geheime Agentur sicherzustellen und Joseph endgültig zu eliminieren. Bei der Konfrontation der beiden Attentäter dringt Lucas nicht nur tiefer in Josephs so dunkle wie tragische Vergangenheit ein, sondern auch in die verhängnisvollen Machenschaften des gemeinsamen Auftraggebers.

Ein Thriller über die mehr mentale als physische Konfrontation zweier sehr unterschiedlicher Männer, die sich in einer sehr ähnlichen Situation befinden- allerdings mit 30 Jahren Zeitversatz. Es geht um Verschwörung, Verrat, Lügen und natürlich Liebe.

Erik Hansen ("Snowblind") ist brillant als Joseph und bei der Rolle des Lucas konnte ich wieder mit Everett Ray Aponte zusammen arbeiten.

Welcher Regisseur/Schauspieler/Autor prägte dich und war eventuell ausschlaggebend dafür, dass du den Schritt ins Filmgeschäft gewagt hast?

Ich glaube, es gibt niemanden in auch nur einer dieser Professionen, der auf diese Frage eine einfache Antwort hat. Ich wurde und werde ständig von den Talenten anderer inspiriert und ich wollte bereits Filme machen, als ich noch nicht einmal wusste, dass es so etwas wie einen Regisseur gibt. Aber Filmemacher, deren Arbeit ich immer wieder bewundere sind Leute wie John Carpenter, Michael Mann, Quentin Tarantino, Sam Peckinpah, Robert Rodriguez, Joss Whedon, David Mamet und Kevin Smith.

Ohne Rücksichtnahme auf das Budget: Was wäre dein Traumprojekt und mit wem würdest du es umsetzen wollen?

Diese Frage würde ich gerne in etwa 20 Jahren und nach ein paar weiteren Filmen noch einmal beantworten- ganz einfach, weil die Liste der Projekte, die ich noch umsetzen möchte, zurzeit noch viel zu lang ist. 

Für heute lautet die Antwort, dass ich gerne einmal ein großes Epos in zwei bis drei Teilen am Stück produzieren würde. Mich reizt die künstlerische und logistische Herausforderung eines solchen, Jahre umspannenden, Unterfangens. Dabei bin ich nicht auf ein Thema festgelegt, solange eine "neue Welt" erschaffen wird, die man im Alltag nicht erleben kann, sei es nun eine historische, eine zukünftige oder eine komplett fantastische. 

Außerdem würde ich unglaublich gerne eine Fernseh-Serie realisieren, um Charaktere über einen längeren Zeitraum entwickeln zu können und auch in der Geschichte nicht auf knappe 2 Stunden Spielzeit beschränkt zu bleiben.

Das alles vorweg geschickt: wenn die Regiestühle für "Star Trek 3" oder "Star Wars: Episode 9" noch frei werden, soll J.J. Abrams bitte nicht zögern mich anzurufen.

Was sind deine zukünftigen Projekte?

Abgesehen von "Episode 9"? Okay, Scherz beiseite. Während sich "Assassin's Dawn" gerade in der heißen Phase der Post-Production befindet, arbeite ich mit Hochdruck an meinem zweiten Spielfilm als Autor und Regisseur. Ich kann leider noch nicht viel verraten. Aber er ist sehr ambitioniert, ein wenig verrückt und in jedem Aspekt eine Steigerung zu allem, was ich bis dato gemacht habe. Wenn alles klappt, wird noch dieses Jahr gedreht.

Vielen Dank für das Gespräch. Die „BGT“-Redaktion wünscht dir für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

   

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