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Interview: Cha-Lee Yoon (BGT-Exklusiv)

Details

Am 08.06.2017 erscheint mit PLAN B – SCHEISS AUF PLAN A eine in Deutschland produzierte Martial-Arts-Actionkomödie im Kino. BGT-Redakteur Kevin Zindler hatte bereits das Vergnügen mit Can Aydin zu sprechen. Nun nahm sich Co-Star Cha-Lee Yoon die Zeit, um mit unserem Redakteur Sascha Weber über Kampfkunst, Donnie Yen und PLAN B zu sprechen. Außerdem gibt er noch ein paar Filmtipps für Genre-Fans und erzählt uns, wer PLAN B unbedingt schauen sollte (und wer nicht). Cha-Lee Yoon auf IMDb

Trailer – PLAN B – SCHEISS AUF PLAN A:
https://www.youtube.com/watch?v=3mnEMCoFKtM


 

 

Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass dein Vater dich bereits mit 3 Jahren in Tae Kwon Do trainiert hat und auch von Hap Ki Do und Wing Chun ist die Rede. Du bist offensichtlich sehr breit aufgestellt. Was trainierst du alles und wie sieht ein typischer Trainingstag für dich aus? 

Je mehr Kampfsportarten man abdeckt desto vielseitiger kann man sich damit ausdrücken. Ich versuche eine gewisse Grundfitness immer zu halten. Das beinhaltet Fitness für den Muskelaufbau und Kampfsport wie Kickboxen für die Arm- und Beinkoordination. Leider schafft man es nicht immer alles zu trainieren. Akrobatik fällt auch in einen Trainingstag, wenn man sich nicht zu sehr verausgabt hat. Für anstehende Projekte trainiert man dann gezielter, spezifischer und intensiver. 

Gibt es für dich „die“ perfekte Kampfkunst? 

Nein, das gibt es leider nicht. Für mich gibt es den Menschen und wie gut er die Kampfkunst ausübt und wieviele Kampfkunstbereiche er abdeckt. Es gibt keine pauschale Kampfsportart die ultimativ ist. Heutzutage muss man vielseitig sein und darf sich nicht nur auf eine Kampfkunst fokussieren, wenn man sich verteidigen will. 

Wie kam es dazu, dass du als Stuntman aktiv wurdest?

Als Kind wuchs ich mit 80er-Jahren Hongkong Filmen auf und hatte zugleich Kampfsportunterricht. Das alles hatmeinen Drang zum Actionfilm verstärkt. Leider gab es in der Kleinstadt Osnabrück, wo ich aufwuchs, weder Filmproduktionen noch Stuntman. So musste ich also nach meinem Abitur von Bremen nach Berlin ziehen, um meiner versteckten Leidenschaft nachzugehen. Man knüpft dann durchs Internet soziale Kontakte und findet schnell heraus ,wo man mit „Gleichgesinnten“ trainieren kann. Und so kam eins nach dem anderen.

Kürzlich warst du gemeinsam mit Donnie Yen am Set zu CHASING THE DRAGON. Das dürfte für viele die Erfüllung eines Wunschtraums sein. Du hast in Hollywood-Filmen wie SKYFALL und xXx: RETURN OF XANDER CAGE mitgewirkt. Was ist die schönste Erinnerung für dich an einen Dreh? 

Skyfall war mein erstes Hollywood Projekt und das war eine unglaubliche Erfahrung zu sehen, wie groß so eine professionelle Filmproduktion aussieht und wieviele verschiedene Departments darunter arbeiten. Jeder am Set ist verantwortlich dafür was am Ende dabei rauskommt oder besser gesagt, wie gut das Endprodukt wird. Mit xXx: Return of Xander Cage ging einer meiner großen Träume in Erfüllung. Ich durfte mit meinem Langzeitidol Donnie Yen zusammen arbeiten und bin seitdem im Donnie Yen Stuntteam. 

Und was war die größte Herausforderung? 

Die größte Herausforderung für mich war vom Auto angefahren zu werden und aus ca. 10m Höhe durch eine Fensterscheibe zu springen. Beide Stunts waren bei xXx 3: Return of Xander Cage. Glücklicherweise ist nix schlimmes passiert außer ein paar blaue Flecken und Schnittwunden. Trotzdem war´s das wert, denn dadurch hab ich den Respekt am Set vom Stuntkoordinator, Regisseur und den Schauspielern bekommen. 

Mit wem würdest du gerne einmal zusammenarbeiten? 

Ich würde gerne mit Bruce Lee arbeiten. Leider ist das nicht mehr möglich. Ansonsten natürlich mit etlichen Action Veteranen. Ein Set wie bei Expendables wäre super :) 

Wer waren und sind deine Vorbilder? 

Meine Idole sind Bruce Lee, Jackie Chan, Sammo Hung, Yuen Biao und natürlich wie oben schon genannt Donnie Yen.

PLAN B sticht als Martial Arts Film sehr deutlich aus dem typisch deutschen Kino hervor. Deutsche Produktion, die einen Kampfkunst-Einschlag haben, wie LASKO oder DER PUMA, kann man vermutlich an einer Hand abzählen. An einen Kinofilm kann ich mich gar nicht erinnern. Wie ergab sich das Projekt? 

Es war schon immer in unseren Köpfen einen eigenen Film auf die Beine zu stellen. Meine Bros Can Aydin, Phong Giang und meine Wenigkeit waren zwar Stuntmen, konnten uns aber nie so wirklich ausdrücken, wie wir es gern hätten in den Filmen. Wir sind halt Dienstleister als Stuntman und müssen uns dem Projekt anpassen. Viele unserer körperlichen Fähigkeiten kamen also nie zum Einsatz. Wir wollten aber zeigen was alles in Deutschland möglich ist, wenn man einem freie Hand bei der Action lässt. Wir konnten uns bei „Plan B“ frei entfalten und mussten uns nur dem Filmbudget beugen. Wir waren lange hausieren um die finanziellen Mittel zu bekommen von einem Privatinvestor, der uns vertraut und freie Hand lässt. Letztendlich haben wir einen passenden Partner gefunden und konnten uns an die Planung machen, um den Film zu realisieren.

War es schwierig, die passende Unterstützung zu bekommen? 

Ja sehr sogar. Über viele Umwege und langem Suchen haben wir endlich jemanden gefunden gehabt, der uns vertraut. Wir haben alles natürlich daran gesetzt, um den bestmöglichen Film abzuliefern wie es in unserer Macht stand.

Was erhofft ihr euch vom Film bzw. was wäre ein Erfolg für euch? 

Wir würden es super toll finden, wenn der Film in Deutschland Anklang findet und man uns weitere Chancen gibt, das deutsche Actiongenre zu erweitern und sogar international sich zeigen zu lassen.

In ONG BAK hatte Tony Jaa seinerzeit beispielsweise auch mit einem Graffiti direkt Spielberg und Besson angesprochen. Ist der Film auch so etwas wie eine Visitenkarte mit der ihr euch eine größere internationale Bekanntheit erhofft? 

Ja ich bin zuversichtlich, dass der Film seine Runde machen wird in der Welt. Wie groß die Runde wird, das weiß ich allerdings noch nicht. Es wird aber sicher über den Film gesprochen werden. Wir wollten damit bei den Filmproduktionen auch Deutschland auf die Karte setzen in Bezug auf Actionkino. 

Du kennst neben Hollywood auch deutsche und asiatische Produktionen. Wie sehr unterscheiden sich die Drehs? 

Die Drehs in der westlichen Welt sind sehr geplant, wo hingegen die östlichen Filmproduktionen sehr spontan sind mit der Art, wie sie etwas drehen. Storyboards gibt´s eher selten in Asien. Dabei spreche ich eher von Hongkong und China. Die Koreaner hingegen sind durch eine westliche Filmschule gegangen und das merkt man auch am Set. Bei einem Dreh ändert sich immer einiges und es wird nie 100% so, wie es am Anfang geplant war. Wenn man die Flexibilität der Asiaten und die Struktur der westlichen Filmwelt vereinen könnte, dann fände ich es bombastisch. Eine Prise von beiden Welten könnte zu einem effizienten und super Ergebnis führen. Deutschland ist genau zwischen Amerika und Asien. Vielleicht können wir als erste Filmproduktion beides bei einem Projekt vereinen. 

Was sind deine Lieblingsfilme? Hast du irgendwelche Martial Arts Geheimtipps, die Genre-Fans unbedingt gesehen haben sollten? 

Puh da gibt´s einfach zu viele. Genrefans sollten sich die alten Jackie Chan Filme reinziehen aus den 80ern wie z.B.: Powerman, Project A, Police Story Reihe

Donnie Yen: Tiger Cage 2, Ip Man, Flash Point, SPL – Kill Zone, Dragon Tiger Gate

Yuen Biao und Sammo Hung: Prodigal Son, Pedicab Driver, Shanghai Police

Ansonsten schau ich mir gerne Hollywood Gangsterstreifen an wie: Scarface, Der Pate, Casino, Goodfellas,

Die Klassiker eben :) Hoffe war jetzt nicht zu überladen. Habe versucht mich kurz zu fassen. Den meisten werden die Hongkong Filme nichts sagen. Da muss man schon ein Nerd sein wie ich. 

Wer sollte sich PLAN B unbedingt ansehen? Und, wenn ich so frech sein darf:  Wer macht lieber einen Bogen drum herum? 

Jeder der offen für neue Sachen in Deutschland ist, sollte sich Plan B ansehen. Ich denke der Film verleiht einen frischen Wind in den deutschen Kinos. Das Publikum mit Migrationshintergrund wird sich freuen, denn sie werden sich mit einigen Gags identifizieren können.

Festgefahrene Menschen, die Kampfsport nur als hirnlose Gewalt sehen und Tastenrambos, sprich Hater, können gerne einen Bogen machen um den Film hahaha :P  

Die „BGT-Redaktion“ und ich wünschen dir und dem Film viel Erfolg und alles Gute für zukünftige Projekte.

   

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