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Nov27

Buch Review: Das Marvel Cinematic Universe – Anatomie einer Hyperserie - Peter Vignold

Buch Review: Das Marvel Cinematic Universe – Anatomie einer Hyperserie - Peter Vignold

Buchtitel: Das Marvel Cinematic Universe – Anatomie einer Hyperserie
Autor: Peter Vignold

Broschur: 
176 Seiten

Verlag: Schüren Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-89472-970-7

Preis zum Test: EUR 19,90


 

Inhalt: Das seit 2008 kontinuierlich expandierende Marvel Cinematic Universe gilt als das kommerziell erfolgreichste Filmfranchise der Gegenwart. Die hohe Erfolgsquote des mittlerweile zur Walt Disney Corporation gehörenden Marvel Studios hat eine Reihe von unterschiedlich weit fortgeschrittenen Nachahmungsbemühungen seitens Hollywood in Gang gesetzt, die Formel des Cinematic Universe auf ihre eigenen Filmfranchises zu übertragen. Was aber ist ein Cinematic Universes und wie unterscheidet es sich von einer herkömmlichen Fortsetzungsserie im Kino? Dieser Frage wird anhand einer Untersuchung des Marvel Cinematic Universe am Ende seiner zweiten „Phase“ nachgegangen. Das Marvel Cinematic Universe, das über Kinofilme hinaus auch TV- und Webserien hervorgebracht hat, führt den Begriff der linear organisierten Serie an die Grenzen seiner Beschreibungsfähigkeit. Der Autor stellt diesem das Konzept der multilinearen Hyperserie entgegen, mit dessen Hilfe sich die serialisierten Narrationen des MCU hierarchisch strukturieren und ihre Relationen zueinander bestimmen lassen. Auf der Grundlage von theoretischen Überlegungen zu Ästhetik und Ökonomie der Serie im Kino und der Betrachtung einiger Fallbeispiele aus Film und Fernsehen zeichnet der Autor anhand des X-Men-Filmfranchises den Übergang von einer linearen Serie zu einer multilinearen Hyperserie nach, und wendet das hier entstehende Modell in einer anschließenden Analyse auf das Marvel Cinematic Universe an, in dem unterschiedliche, interseriell kohärente Binnenserien an einer den einzelnen Film übersteigenden Narration mitschrieben. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den im MCU zur Anwendung kommenden Serialitätsstrukturen, aber auch unter ständiger Berücksichtigung der die Filme und Serien begleitenden Produktionsdiskurse, verdeutlicht der Autor Zusammenhänge zwischen Ästhetik und Ökonomie eines visuell neu formatierten, seriellen Blockbusterkinos vor der Hintergrund einer Kultur der Medienkonvergenz. 

 


 

 


 

Man kann sagen was man will, aber mit dem Marvel Cinematic Universe erleben Kinozuschauer wie Marvel selbst ein Erfolgskonzept, das seinesgleichen sucht. Mit IRON MAN (2008) begann ein bis dato noch nicht durchgeführtes Filmserienexperiment, das bis heute zu beinahe unvorstellbaren Einspielergebnissen im Comicfilmsektor sucht. Peter Vignold nahm sich diesem Phänomen an und versuchte die Ursprünge des Konzepts und seine Eigenheiten herauszuarbeiten. Er versammelt nun seine Ideen und Konzepte in einem Buch, welches vor allen Dingen in einem filmwissenschaftlichen Rahmen erscheint und deshalb in seiner wissenschaftlichen Perspektive und Herangehensweise eine gewisse Affinität und Versiertheit des Lesers erfordert. Warum sich das Buch aber vor allen Dingen deshalb lohnt wollen wir nun versuchen zu erklären.

Der bereits erwähnte wissenschaftliche Zugang zur Materie, mag anfangs den ein oder anderen Leser abschrecken. Peter Vignold arbeitete für das Buch eine Examensarbeit aus und so ist der Schreibstil und die Aufarbeitung des Themas für den ein oder anderen vielleicht etwas trocken, doch wird hierbei nie langweilig und mit einer Seitenanzahl von 128 Seiten (ohne den ausführlichen Anhang!), auch leicht zu gutieren. Peter Vignold setzt dabei auch nicht bestimmtes Wissen voraus. Sowohl Kenner als auch Neulinge des Marvel-Universums werden sich hier zurechtfinden. Vignold skizziert in seinem Text nicht nur die wichtigsten Handlungspunkte nach, sondern liefert im Anhang des Buches auch zu jedem Film auch eine genaue Wiedergabe der einzelnen Filme in Form einer Nacherzählungen durch Segmentierung der einzelnen Beiträge zum Marvel-Universum. Genauso verhält es sich auch mit dem generellen Serialitätsdiskurs in den der Autor in knapper, aber ausreichender Form einführt um sich nach und nach seinem Forschungsschwerpunkt anzunähern. Neben ersten Erkundungen von transmedialen Erzählen anhand von THE MATRIX-Trilogie oder den beiden Warner-Franchises THE LORD OF THE RINGS und HARRY POTTER, macht er erste Punkte deutlich. Einer genaueren Untersuchung unterzieht er der X-Men-Filmreihe, welche nicht nur für ihn eine der wichtigsten Startpunkte für die heutigen Comicfilme ist und anhand dessen man auch weitere Entwicklungen in Marvels Bemühungen ihre Comics auf die große Leinwand zu bekommen, nach den müden Versuchen der 1990er Jahre, entdeckt. Hier baut er seine Hyperserien-Konzept auf, was er schleißlich mit den Marvel-Filmen weiter ausbaut und differenziert. Er wirft dabei auch einen Blick auf die mittlerweile zahlreichen Serien bei Netflix und ABC und baut diese sinnvoll mit ein. Anhand seiner Schaubilder und Erklärungen wird somit auch schnell klar, wieso Marvel einen so großen Erfolg weiterhin feiern kann und wie durchgeplant ihr ganzes Vorhaben ist. Ein Punkt, der Konkurrent DC mit Warner als produzierendes Studio immer wieder deutlich wird. In seinem Ausblick am Ende des Buches nimmt er sich auch kurz diesem Comichersteller an und anhand seines zuvor etablierten Aufbaus und Analyseansatzes wird schnell ersichtlich, dass man den Bauplan von Marvel einfach besser befolgen müsste, um denselben gewünschten Erfolg zu haben. Deutlich wird aber auch hier von Peter Vignold gemacht, dass womöglich das Konzept des Cinematic Universe erstmal noch eine Zeit lang bleiben wird und sich wohl als die Herangehensweise für hochbudgetierte Filmreihen etablieren wird, wenn es das nicht schon lange getan hat.

Peter Vignold (M.A.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2007 gehört er zum festen Autorenstamm von Deadline – Das Filmmagazin. Zwischen 2003 und 2009 produzierte er Musikvideoclips und Konzertmitschnitte für diverse Künstler. Seit Herbst 2016 ist er einer der Kuratoren der Filmreihe #FLASHBACKFRIDAY im Metropolis Filmtheater Bochum. Seine Examensarbeit über Cinematic Universes, die diesem Buch zugrunde liegt, wurde mit dem „Preis an Studierende 2016“ der Ruhr-Universität Bochum ausgezeichnet.

Neben den normalen Verkaufsstellen kann man das Buch auch direkt beim Verlag bestellen: Schüren Verlag

Manuel Föhl

Manuel Föhl

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