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Aug25

Hörbuch Kritik: Ihr könnt mich mal! (Uwe Boll)

Hörbuch Kritik: Ihr könnt mich mal! (Uwe Boll)

Buchtitel: Ihr könnt mich mal!
Autor: Uwe Boll
Hörbuch:
416 Min.

Verlag: Kick
Sprache: Deutsch
ISBN-13: -
Größe: -

Preis zum Test: EUR 16,71


 

Er ist Amerikas meistgehasster Regisseur und einer der umstrittensten Filmemacher aus Europa, die jenseits des Atlantiks Karriere gemacht haben. Über 30 Filme produzierte der Deutsche Uwe Boll im Laufe seiner Karriere, die meisten davon schrieb und inszenierte er selbst. Er machte das Genre der Videospiel-Verfilmung populär, legte vier der erfolgreichsten Filmfonds auf, bekam die Goldene Himbeere für sein Lebenswerk. Seine Filme sind Gewaltorgien und überschreiten Grenzen, nicht erst seit „Postal“, seiner Farce über die Attentate von 9/11. Seine Fans lieben seine Arbeit, seine Kritiker verachten ihn. Hassmails und Morddrohungen füllen sein E-Mail-Postfach. Jetzt, nach 30 Jahren im Filmgeschäft, blickt Uwe Boll zurück. Ohne Rücksicht auf sich und andere. Uwe Boll redet Klartext. Seine Botschaft an den Filmnachwuchs: „Kämpfen lohnt sich!“

Uwe Boll versucht seine Geschichte halbwegs chronologisch zu erzählen. Dank seiner zahlreichen, zum Teil legendären, Audiokommentare ist schon viel Hintergrund zu der Entstehung vieler seiner Filme bekannt, doch sollte man deshalb nicht denken schon alles über den Filmemacher aus dem beschaulichen Burscheid zu wissen. Die verschiedenenen Segmente, so hebt es Boll auch immer wieder hervor, entstanden zu verschiedenen Zeitpunkten zwischen 2015 und 2017. Boll gibt zu Beginn der betreffenden Kapitel immer wieder an, wann er sich gerade beim Schreiben befindet und knüpft möglichst nahtlos wieder dort an, wo er stehen geblieben war. Er beginnt folgerichtig bei seiner Kindheit, in der seine Faszination und Leidenschaft für Filme begann. Wie viele ähnlich erlebt haben oder noch erleben, zogen ihn Filme in seinen Bann und waren der Mittelpunkt in seinem Leben. Dies wiederholt er auch später nochmals, wenn er von seinen ersten Frauengeschichten in jungen Jahren erzählt. Ja Uwe Boll verschweigt nichts und trägt offen und ehrlich vor, was er erlebt hat und was ihn bewegt hat. Seine ersten filmischen Gehversuche werden natürlich auch nochmals ausführlich abgehandelt. Was viele nicht wissen: Boll hatte zu seinen damaligen Erfahrungen schonmal ein Buch geschrieben, "German fried movie & Barschel-Mord in Genf oder wie man in Deutschland Filme drehen muss". Daneben erwähnt Boll in seiner Biografie, wie er bereits Anfang 20 an einem Buch arbeitete um seine enttäuschte Sicht auf die Welt wiederzugeben. Boll ist und war ein kritischer Mensch. Besonders gegenüber den Menschen selbst, wie nicht nur immer wieder seine Filme versuchen zu betonen, sondern auch seine Aussagen im Buch. Besonders gegen Ende holt er hier nochmal weit aus. Das sind die Aussagen, die wohl auch wieder seine Kritiker in Rage bringen könne, aber für die schreibt er das Buch eigentlich nicht. Denn am Ende wird nochmals betont, dass hier eigentlich jungen Filmemachern aufgezeigt werden soll, wie das wahre Leben beim Film so abläuft. Diesen Fokus verliert Boll als roten Faden im Buch eigentlich immer wieder, was den Ganzen aber kaum schadet. Denn im Grunde tut er das Richtige, wenn er von seinen Erfahrungen mit der Branche und den Menschen dort erzählt. Und diese kommt, wie zu erwarten, nicht besonders gut weg. Fast an einer Hand lässt sich abzählen, wie viele Personen in dem Buch wirklich nur positiv erwähnt werden und nicht irgendwie später noch ihr Fett weg bekommen. Diese ungeschönte Sichtweise kennt man von Boll nur zu gut, und es wäre überraschend gewesen, wenn er im Buch plötzlich von dieser Gangart abweichen würde.

Besonders interessant am Hörbuch ist, und dewegen extra hervorgehoben werden sollte, das Bonus-Interview mit Uwe Boll, das Markus Stromiedel (weitere Infos zu ihm siehe unten) mit ihm führte, kurz bevor er das Hörbuch aufgenommen hatte. Hier wird nicht nur nochmals über die Entstehung des Buches gesprochen, sondern Stromiedel ist bemüht auch nochmals bei einigen Punkten nachzuhaken, die im Buch offen geblieben sind. So evoziert er bei Boll auch eine selbstkritischere Reflexion seines Werdegangs, wie man ihm im Buch selbst zuweilen etwas vermisst. Umso lohnenswerte nun hier zu hören, wie er durchaus einzelne Schritte seiner Karriere und sein Verhalten dazu durchaus kritisch beurteilen kann, ohne (nicht nur) die Schuld auf Andere oder unglückliche Zufälle oder Umstände abzutun.

Uwe Boll, das macht er im Buch deutlich, war immer am Kämpfen. Nicht nur um Geld, sondern auch Anerkennung. Dabei ist Ter immer wieder auch mit seiner Art angeeckt und es spielt durchaus wohl auch eine Rolle, dass seine Unbeirrtheit ihn auch unnahbar für Kritik an seinen Filmen gemacht hat. Denn diese waren schließlich seine Visitenkarte, die ihm keine Türen und Tore öffnen wollten. Er beschreibt Hollywood und die deutsche Filmförderung als ein für ihn abgeschlossenes, elitäres und korruptes Konstrukt. Er mag damit übertreiben, und doch in Teilen Recht haben. Boll also nur ein Opfer? Andererseits bleibt die Frage, ob ein Boll, der es immer wieder geschafft hat Geld für seine Projekte aufzutreiben, nicht primär im Bereich der Produktion hätte bleiben sollen, aber die Regie, die ihm aber laut eigener Aussage am meisten Spaß machte, anderen überlassen hätte.

Uwe Bolls Buch erscheint im Rahmen der Reihe 'Tatort Schreibtisch', die sich auf die Flagge geschrieben hat jungen Autoren von erfahrenen Schreiberlingen mit ihren Erfahrungen lernen zu lassen.. Der Blick auf die Praxis eines Autors soll dabei im Vordergrund stehen. Initiiert wurde das Projekt, wie nun auch das Buch von Markus Stromiedel, einem deutschen Autor und Journalist. Er begann als Journalist für die ZEIT und die 'Frankfurter Rundschau', bevor er in die Filmbranche wechselte. Er wurde Chefdramaturg bei der Bavaria Film, Creative-Producer für Columbia TriStar und Writing-Producer für Studio Hamburg. Seit 1999 ist er als freier Autor tätig und schrieb schon Bücher für viele erfolgreiche Krimis und Fernsehfilme.

Neben den normalen Verkaufsstellen kann man das Hörbuch auch direkt beim Verlag bestellen: KICK Verlag

Manuel Föhl

Manuel Föhl

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