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Mär07

Shūsaku Endō: Schweigen

Shūsaku Endō: Schweigen

Buchtitel: Schweigen
Autor: Shūsaku Endō
Broschierte Ausgabe: 312 Seiten

Verlag: Septime Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-902711-40-3
Größe: 13,1 x 2,4 x 19,8 cm

Preis zum Test: 22,90.- EUR


 

Inhalt: 1638 bricht Pater Sebastião Rodrigues nach Japan auf, um der Wahrheit hinter den undenkbaren Gerüchten, dass sein berühmter Lehrer Ferreira seinem Glauben abgeschworen habe, nachzugehen. Nach seiner Ankunft erlebt er die brutale und unmenschliche Verfolgung der Christen. Angesichts der Ereignisse in einer Gesellschaft, die keine Toleranz kennt und in der der Tod an der Tagesordung ist, stellt der Autor die immerwährende Frage: Wie kann Gott zu all dem schweigen? (Septime Verlag)

 


 

 


Mit SILENCE startete letzten Donnerstag der neue Film von Martin Scorsese in den deutschen Kinos. An den amerikanischen Kinos und auch bei der kürzlich stattgefundenen Oscar-Verleihung spielte der Film eine eher untergeordnete Rolle, was dazu geführt hat, dass Scorsese seinen neuen Film wohl nur dank Netflix produzieren werden kann. Doch soll erstmal bei SILENCE das Hauptaugenmerk liegen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch, im Deutschen folgerichtig als "Schweigen" erschienen, des japanischen Autors Shūsaku Endō. Die aktuelle Ausgabe eröffnet mit einem Vorwort von eben Scorsese, das aber bereits auf das Jahr 2007 datiert ist. Realisieren möchte er eine Adaption des Buches - es wäre die zweite - schon bereits seit den 1990er Jahren. Was ihn so lange an seinem Vorhaben gehindert hat und ob sich das Buch lohnt, das den Meisterregisseur nun schon so lange begleitet, wollen wir nun herausfinden.

Bereits fünf Jahre nach dem Erscheinen des Buches, erschien 1971 ein japanischer Film nach dem Buch von Regisseur Masahiro Shinoda. Auch wenn der Film damals für die Filmfestspiele in Cannes 1972 eingereicht wurden, geriet der Film in Vergessenheit, da er international nie veröffentlicht wurde. Martin Scorsese sollte erst später auf den Stoff aufmerksam werden. Seit 1990 soll er an der Entwicklung seines Herzensprojektes gearbeitet haben, nachdem er das Buch 1988 gelesen hatte und sich direkt im Anschluss die Verfilmungsrechte gesichert hatte. So entstand bereits 1991 ein erstes Drehbuch, welches Scorses mit seinem langjährigen Partner Jay Cocks verfasst hatte. Doch sie waren mit dem Ergebnis nicht zufrieden und so sollten sie 15 weitere Jahre an Änderungen geschrieben haben. Bewegung kam erst wieder 2009 in das Projekt als Scorsese mit seiner Produktionscrew begann Orte in Japan, genauer Nagasaki, zu besuchen, die auch als Setting für das Buch von Endo gedient hatten. Weitere Drehorte wurden in Kanada begutachtet, während mit Daniel Day-Lewis, Benicio del Toro und Gael Garciá Bernal erste Namen für die Besetzung gehandelt wurden. Aber die Verfilmung landete in der sprichwörtlichen Produktionshölle und Scorsese inszenierte erstmal mit SHUTTER ISLAND (2010) und HUGO (2011) zwei andere Literaturverfilmungen. Dazwischen im Jah 2010 gab Benicio del Toro in Interviews noch kund, dass das Projekt noch aktuell sei und er daran beteiligt. Doch 2011 war schon keiner der gehandelte Namen mehr offiziell Teil der Produktion. Am Ende desselben Jahres gab Scorsese bekannt, dass SILENCE sein nächster Film wird und er überlege diesen auch in 3-D zu drehen Doch wieder kam es anders und Scorsese schob ersmal THE WOLF OF WALL STREET (2013) dazwischen. All diese Verschiebungen sollen Scorsese aber nicht einfach so gewährt werden worden sein. Er wollte unbedingt Regie bei der Verfilmung führen und immer wieder zog er der Adaption andere Projekte vor, wofür er sogar von einer der Firmen vor Gericht angeklagt wurde. 2013 wurde offiziell bekannt gegeben, dass SILENCE 2014 in Produktion gehen soll, 23 Jahre nach dem ersten Drehbuchentwurf. Die Dreharbeiten sollten dann wohl erst Anfang 2015 beginnen, doch bereits 2013 und 2014 konnten mit Andrew Garfield, Adam Driver und Liam Neeson die wichtigsten Rollen besetzt werden. Ken Watanabe stand ursprünglich auch unter Vertrag, doch die Verzögerungen der Dreharbeiten führten schließlich dazu, dass er durch Tadanobu Asano ersetzt werden musste. Ende 2016 kam der Film schließlich in die Kinos und konnte trotz positiver Kritiken bei einem Budget von 40 Millionen Dollar bisher weltweit nur 15 Millionen Dollar wieder einspielen.

Der Roman "Schweigen" basiert lose auf realen Ereignissen. So lebte Pater Cristóvão Ferreira wirklich von 1580 bis 1650 und legte nach Folterungen in Japan seinen christlichen Glauben ab. Die Figur von Sebastião Rodrigues basiert ebenfalls auf einer historischen Person. Es handelt sich dabei um den italienischen Jesuiten Giuseppe Chiara, der in Japan tätig war. Das Buch erschien 1977 zum ersten Mal in einer deutschen Übersetzung, wurde aber später von Ruth Linhart nochmals überarbeitet, so wie die Übersetzung nun auch in der aktuellen Auflage veröffentlicht wurde. Dank sei hier dem kleinen österreichischen Verlag Septime ausgesprochen, der diese Neuveröffentlichung und Überarbeitung ermöglicht hat. Der Stil des Buches ist relativ nüchtern und man sollte sich bewusst sein, dass vieles in der Geschichte bezogen auf den Glauben auch allegorisch gemeint ist. Es verbirgt sich hinter dem Buch aber keine christliche Propaganda, sondern ein menschliches Drama um Glauben, aber auch Vertrauen und das Hinterfragen davon, was mit seinen universellen Werten und Themen bis heute seine Wichtigkeit in der Gesellschat hat.

Neben den üblichen Verkaufsstellen kann man das Buch direkt beim Verlag bestellen: Septime

Manuel Föhl

Manuel Föhl

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