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Sep15

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Buchtitel: Tschick
Autor: Wolfgang Herrndorf
Gebundene Ausgabe:
256 Seiten

Verlag: rowohlt Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499256355

ISBN-13: 978-3499256356
Größe: 11,5 x 1,7 x 19,1 cm

Preis zum Test: 9,99.- EUR


 

Heute startet die Bestsellerverfilmung TSCHICK in den deutschen Kinos. Der Film von Regisseur Fatih Akin (GEGEN DIE WAND, SOUL KITCHEN) basiert auf dem gleichnamigen Buch von Wolfgang Herrendorf. Er erzählt darin von diesem einen Sommer in der Jugend eines Jungen, der alles verändert und in neues Licht rückt. Der betreffende Junge in dieser Geschichte ist Maik. Er ist 14 Jahre alt, Aussenseiter und lebt in Berlin. Die Mutter ist in der Entzugsklinik und der Vater mit der hübschen Assistentin auf einer besonderen Dienstreise. Zu Beginn der Schulferien freundet er sich eher wider Willen mit einem neuen Mitschüler aus Russland an, den alle nur, aufgrund seines komplizierten Namen, Tschick nennen. Gemeinsam ziehen sie mit einem geklauten Auto durch den Osten Deutschlands los. Das Ziel unbekannt. Die Erlebnisse unvergesslich. Wir stellen den Roman aus dem rowohlt Verlag vor und werfen einen Blick auf die Herstellung des nun anlaufenden Kinofilms.

 


 

Mit "Tschick" wagte sich Fatih Akin zum ersten Mal an einen fremden Stoff. Bisher hat der Autorenfilmer ausnahmslos nur selbstgeschriebene oder Original-Drehbücher inszeniert. Der Entscheidungsprozess gestaltete sich dabei für ihn relativ kurz. Sieben Wochen vor Drehbeginn bekam er das Angebot den Stoff auf die Leinwand zu bringen, noch in der selben Woche musste er eine Entscheidung fällen, denn schon eine Woche darauf sollte sein erster Arbeitstag. Das war im Juli 2015. Zuvor war eigentlich David Wnendt (KRIEGERIN (D 2011)) für die Regie vorgesehen. Da dieser aber mit den Arbeiten an der Adaption von ICH BIN WIEDER DA (D 2015) länger brauchte als man erwartete und man nicht warten wollte, ging der Auftrag an Akin weiter. Böse Zungen behaupten, dass es nicht nur an Terminschwierigkeiten lag, sondern auch an inhaltlichen Differenzen und Querelen zwischen dem Produzenten Marco Mehlitz und David Wnendt, aber dazu fehlt bisher eine offizielle Stellungnahme. Das Drehbuch schrieb der Berliner Lars Hubrich, der wie ursrprünglich auch David Wnendt (wobei auch dies bisher nur als Gerücht einzustufen ist) der Wunschkandidat vom Autor der Vorlage, Wolfgang Herrendorf, war. Als Fatih Akin zu dem Projekt dazustieß, überarbeitete er auch zusammen mit Hubrich das Drehbuch nochmals an manchen Stellen. Nicht so kompliziert wurde es beim Casting der Hauptrollen. Tristan Göbel, der Maik, spielt, hatte schon reichlich Erfahrung als Kinderdarsteller und bei der Rolle des Tschick fand man beim Casting einen Berliner Schüler „von mongolischen Eltern“, der sich selbst beworben hatte.

Das Buch von Herrendorf wird aus der Ich-Perspektive von Maik erzählt. Wir werden Zeuge seiner Sicht auf die Dinge und Menschen, die ihn umgeben. An diesen Stil muss man sich gewöhnen, so kann er zuweilen sehr unterhaltsam sein, in anderen Teilen aber auch mal etwas nervig sein. Der Vorwurf des Oberflächlichen wirkt hier auch eher deplatziert, so sind es ja gerade die teilweise simplen und dann wieder fantasievollen Ideen der beiden Jungen, die aus der Reise einen ganz besonderen Road-Trip machen. Das Buch fällt wohl mit knapp 250 Seiten twas kurz aus, wenn man bedenkt, dass die eigentliche Reise erst nach knapp 100 Seiten beginnt. Die Reise, welche klar den Strukturen einer klassischen Heldenreise folgt, wenn man so will, selbst hat dann ihre einzigartigen Erlebnisse und skurrilen Begegnungen und auch wenn in der ostdeutschen Provinz situiert, so geschieht sie doch in einer Art Fantasiewelt. Denn ohne Karte und nur einem defekten Kompass ausgestattet, wissen die beiden jungendlichen Reisenden genauso wenig wo sie nun genau sind, wie auch der Leser größtenteils, es sei denn er stammt aus der Ecke, im Dunkeln gelassen wird. Es geht um das Abenteuer, die Geschehnisse. Die Zeit ist nur noch eine Einheit, die vom Sonnenauf- und untergang geregelt wird. Trotz aller Kurzweiligkeit wäre man am Ende aber doch noch ein paar Tage mehr mit den Beiden durch die Provinz gedüst.

Wolfgang Herrendorf leidete beim Schreiben bereits an einem Gehirntumor. Nach "Tschick", seinem schriftellerischen Durchbruch 2010, folgte "Sand" im November 2011, der mit den Genres des Krimis und Thriller gekonnt umgeht, mit ihnen aber auch spielt und sie parodiert. Während seiner Krankheit schrieb er einen Blog über sein Leiden und seine Gedanken..Am 26. August 2013 begang er schließlich Selbstmord. Posthum erschien 2014 im Rowohlt Verlag die Fortsetzung von "Tschick" aus der Sicht von Isa als unvollendeten Roman unter dem Titel "Bilder deiner großen Liebe". Herrndorf soll selbst noch der Veröffentlichung zugestimmt und auch den Titel selbst festgelegt haben.

Neben den normalen Verkaufsstellen kann man das Buch auch direkt beim Verlag bestellen: rowohlt Verlag

Dort findet man auch eine Leseprobe des Buches zum kostenlosen Download.

Manuel Föhl

Manuel Föhl

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