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Jun23

BD Digipak Kritik: Hellraiser - Trilogy

BD Digipak Kritik: Hellraiser - Trilogy

Originaltitel: Hellraiser
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 1987, 1988, 1992
Genre: Drama
Freigabe: FSK-18
Regie: Clive Barker, Tony Randel, Anthony Hickox

Darsteller:
Kirsty Cotton, Doug Bradley, Sean Chapman u.a.


 

Inhalt: Eines Tages fällt Frank ein mysteriöser Würfel in die Hände. Es stellt sich heraus, dass sich hinter dem kleinen, mit Ornamenten verzierten Kästchen ein kompliziertes Rätsel verbirgt. Bis zum Exzess tüftelt Frank - im wahrsten Sinne des Wortes, denn als er es schließlich schafft, das Rätsel durch Drücken und Ziehen verschiedener Stellen des Würfels zu lösen, öffnet er dadurch das Tor zur Hölle. Ihm erscheinen die Cenobiten, die Wächter der Hölle, die ihn in die Hölle holen und dort grausamen Qualen aussetzen. Doch Frank hat noch eine Chance: Blut, das auf den Boden des Raumes tropft, in dem er das Zeitliche gesegnet hatte, gibt ihm neue Lebenskraft. Er schafft es, aus der Hölle zu entkommen -- allerdings ist er kaum mehr als ein Skelett. Um wieder Muskeln aufbauen und Haut regenerieren zu können, braucht Frank Blut. Bei der Beschaffung hilft ihm Julia, die Frau seines Bruders, mit der er einst eine Affäre hatte. Obwohl sie zunächst ziemlich geschockt von Franks äußerer Erscheinung ist, spielt sie das blutige Spiel doch mit. Die Cenobiten, denen die Flucht von Frank nicht entgangen ist, machen sich daran, Frank wieder einzufangen.

 


 

 


Kritik: Turbine Medien GmbH veröffentlichte letztes Jahr Clive Barkers Original HELLRAISER-Trilogie in einer limitierten Auflage, die in kurzer Zeit ausverkauft war. Die überaus große Nachfrage führte dazu, dass man eine Neuauflage produzieren ließ, die nun käuflich zu erwerben ist.  In den 80er Jahren erblickten etliche Horror-Ikonen das Licht der Welt. Michael Myers aus HALLOWEEN, Jason Voorhees aus FREITAG DER 13. (die Einschränkung, dass er in Teil 1 gar nicht der Killer war mal ignorierend) sowie Freddy Krueger aus der NIGHTMARE ON ELM STREET Reihe gehören vermutlich zu den bekanntesten Killern der Horrorfilmgeschichte. Die HELLRAISER-Filme genießen ebenfalls Kultstatus, sind jedoch nicht ganz so bekannt, wie die drei vorher genannten. Allerdings kennt wohl jeder den unverwechselbaren Pinhead (Doug Bradley). Interessanterweise spielt dieser in den Filmen eine eher untergeordnete Rolle, wurde erst später etwas stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Interessanterweise ist HELLRAISER kein typischer Slasher, für den er gerne gehalten wird. Die Kurzgeschichte, auf der der HELLRAISER basiert, trägt den Titel THE HELLBOUND HEART und passt eigentlich fast besser. Denn Clive Barkers Horrorfilm ist in weiten Teilen eine groteske Liebesgeschicht. Blutig und düster, aber im Kern eine (fehlgeleitete) Romanze. Dabei setzt Barker nicht auf den exzessiven Einsatz brutaler Bilder oder auf billige Schockmomente. Der Autor und Regisseur lässt sich erstaunlich viel Zeit und baut alles eher gemächlich auf und setzt auf Atmosphäre. Allerdings schwächelt hier auch das Drehbuch ein wenig. Zwischen Julia und Larry fehlt es an jeglicher emotionaler Verbundenheit. Sicherlich, die Beziehung ist ohnehin am kriseln und Julias Sehnsucht zu Frank, ist überhaupt erst der Stein, der den gesamten Plot ins Rollen bringt. Doch als Paar wirken Julia und Larry von Beginn an unglaubwürdig.


Gleichzeitig sind die Figuren durchaus interessant. Grundsätzlich existiert eine Linie, die gut von böse trennt, trotzdem ist diese Grenze leicht fließend, so dass die Charaktere etwas facettenreicher gepinselt werden. Mutmaßliche Opfer überschreiten die Grenzen, um ihre Ziele zu erreichen. Allerdings wirkt die in HELLRAISER präsentierte Welt wie ein geschlossener Raum. Handlungen sind eher isoliert von der Gesellschaft, die wenigen Personen ausgeschlossen, die Zugang zu dem Drama erhalten. Dies gilt nicht nur für das außerweltliche Höllenszenario, sondern auch für das alte Haus, in dem sich der Großteil der Geschichte abspielt. Hierdurch ist der Film etwas abgehoben und abstrakt, was ihm jedoch nichts an seiner Faszination nimmt.



Gorehounds kommen auch auf ihre Kosten. Allein als Frank aus der Hölle zurückkehrt wird mit Blut nicht gegeizt. Die Effekte haben die Zeit zudem recht gut überdauert, lediglich im Finale schwächelt man ein wenig. Zu dem Zeitpunkt war allerdings auch das Geld relativ knapp. Zu Gute halten muss man den blutigen Szenen, dass sie nicht immer zu reinem Selbstzweck verkommen, sondern Teil der Handlung sind. Ob es auch eine weniger graphische Darstellung getan hätte, steht allerdings gar nicht zur Debatte. HELLRAISER ist ein Gesamtpaket, zu dem auch die brutalen Szenen gehören.

Wertung: 7.5|10

Für den zweiten Teil räumte Clive Barker den Platz auf dem Regiestuhl und überließ Tony Randal den Posten. Auch das Drehbuch stammte nicht mehr aus seiner Feder. Allerdings war Barker noch als Produzent mit an Bord. Trotzdem nimmt sich bereits der 2. Teil anders aus, als das Original. Kristy (Ashley Laurence) versucht die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und landet in einer Psychiatrie. Dort begegnet sie auch Dr. Philip Channard (Kenneth Cranham), der ein eigentümliches Interesse an ihrer Geschichte finde. Channard stößt mit seinen Nachforschungen das Tor zur Hölle auf und bringt Julia, genau wie einst Frank, zurück auf die Erde.

Während Kristy in HELLRAISER eher eine wichtige Nebenrolle einnahm, befördert man sie in Teil 2 in die Protagonistenrolle. Die Fortsetzung ist zu Beginn deutlich klassischer unterwegs. Soll heißen, dass sich HELLBOUND wie ein typischer Genre-Vertreter ausnimmt. HELLRAISER II ist etwas düsterer und stärker auf Atmosphäre getrimmt, punktet gerade in der Anfangsphase sogar sehr gut damit. Mit zunehmender Laufzeit nimmt auch die Anzahl der Handlungsfäden zu, die sich wiederum zu einem etwas wirren ganzen vereinen. Die Geschichte wird konfus und verwirrend, manche Szenen erwecken den Eindruck, als wenn man eine Effektidee hatte, die man mit Brechstange in die Handlung treiben wollte. Ein psychedelischer Klartraum, der die Atmosphäre des Anfangs vermissen lässt.

Während Barker noch verstärkt den Fokus auf seine Figuren lenkte, erweist sich Randals Interpretation als deutlich effektgetriebener, um nicht zu sagen effektheischender. Gleichzeitig rückt Pinhead etwas stärker in den Vordergrund, der vorher eher nur eine Randerscheinung war. Die Cenobiten erhalten eine (kurze) Hintergrundgeschichte, werden hierdurch minimal entmystifiziert. Das Finale ist deutlich größer angelegt, jedoch zu dem Zeitpunkt zu wirr, als dass eine richtige Spannung aufkommen würde.

Wertung: 6.5|10

Bereits der 2. Teil schlug eine leicht andere Stilrichtung ein, als das Originals, orientierte sich trotzdem noch in großen Teilen am Vorgänger. HELLRAISER III hingegen ist lauter und aufgekratzter, als die beiden Vorgänger, verliert dabei zusehends die Kernelemente der Serie aus den Augen. Der Film wirkt deutlich simpler und effekheischender als seine Vorgänger. Kristy spielt in Teil 3 keine Rolle mehr. Die aufstrebende Reporterin Joey (Terry Farrell) wird stattdessen eingeführt. Doch ihre Ambitionen kann Joey nicht ausleben, da sie lediglich zu banalen Schauplätzen geschickt wird. So auch an dem Abend, als sie in der Notaufnahme eines Krankenhaus auf gähnend leere Gänge schaut. Als sie schon die Segel streichen wollte, wird ein schwerverletzter Mann ins Krankenhaus gebracht, in dessen Körper zahlreiche Haken verankert sind. Die Ketten, an denen diese Haken hängen, entwickeln ein bizarres Eigenleben und zerfetzen den Mann. Die Journalistin geht der Geschichte auf den Grund und trifft auf JP Monroe (Kevin Bernhardt) den Inhaber des bizarren Nachtclubs Boiler Room.

Pinhead, der ebenfalls in HELL ON EARTH eine Rolle spielt, verkommt hier zu einem eher langweiligen Stichwortgeber, dem es an Präsenz fehlt. Nicht zuletzt, weil er die meiste Zeit nicht als Person, sondern lediglich als Kopf in einer Skulptur in Erscheinung trifft. Gleichwohl gestattet man sich den Cenobiten noch kleinere Hintergrundgeschichten angedeihen zu lassen, die jedoch eher plump sind. HELLRAISER III ist nur bedingt in der Lage, Atmosphäre zu generieren, dafür ist der Film zu direkt. Dafür geizt er nicht mit effektvollen Szenen. Durch die durchwachsene Dramaturgie, bleiben diese Szenen jedoch eher wirkungsarm. So ist HELLRAISER III ein klarer Qualitätsabfall, im Vergleich zu den beiden Vorgängern, auch wenn er immer noch unterhaltsam bleibt.

Wertung:
5.5|10

Fazit: HELLRAISER ist Kult. Darüber muss man sicherlich nicht diskutieren. Handlung und Figuren sind jedoch eher zweckdienlich, als ernsthaft ausgefeilt. Trotzdem haben die Filme eine gewisse Tiefe, die jedoch auf Grund der Inszenierung ein wenig in den Hintergrund geraten. HELLRAISER ist ganz klar der beste Film, während Teil 2 schon schwächelt und Teil 3 deutlich abfällt. Die Sammlung ist für Fans aber ohnehin ein Pflichtkauf, es sei denn, man besitzt schon die vorherige Veröffentlichung von Turbine. 

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.5/10 Bewertung (4 Stimmen)

 


 

BD Verkaufstart: 08. Juni 2018
BD Verleihstart: 08. Juni 2018

Publisher:
Turbine (5-Disc Collector's Edition)
Verpackung: Digipak
Anzahl Disks: 5
Wendecover: Nein

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 289 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Mono)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
*4-stündige Doku "Leviathan - Die Geschichte von Hellraiser"
*Frühwerke von Clive Barker auf DVD
*Tonspur mit Soundeffekten und der Filmmusik von Christopher Young *Audiokommentare von Schöpfer Clive
*uvm

Kritik Extras
Der Box liegt nicht nur die Hellraiser-Filmtrilogie bei. Auch Hintergrundinformationen stehen zuhauf zur Verfügung. Audiokommentare zu jedem Film bieten massig Informationen zun den Filmen und vertiefen das Verständnis für Entstehung, Handlung und Figuren. Zusätzlich natürlich noch Making ofs, Interviews, Dokumentationen, Deleted Scenes. Zwei weitere Discs sind prall gefüllt mit zahlreichen Extras, die jeden Fan befriedigen sollten. Zunächst einmal die Leviathan-BD mit umfangreichen Dokumentationen zu den Hellraiser-Filmen: Leviathan - Die Geschichte von Hellraiser" (89:20 Min.), "Leviathan - Die Geschichte von Hellbound: Hellraiser II" (120:48 Min.), "Hell on Earth - Die Geschichte von Hellraiser III" (31:59 Min.), "The Toymaker - Die Geschichte des Würfels" (13:14 Min.). Zusätzlich darf man noch die Frühwerke Clive Barkes auf DVD genießen. Es handelts ich dabei um folgende Kurzfilme: Salome (23:34 Min.), The Forbidden (47:58 Min.), The Forbidden (08:54 Min.). Bei den Extras bleibt kein Wunsch mehr offen.

Wertung:
10|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.5/10 Bewertung (2 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

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