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Filmtipp  

   

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Feb27

BD Kritik: American Assassin

BD Kritik: American Assassin

Originaltitel: American Assassin
Herstellungsland:
Hongkong, USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Michael Cuesta

Darsteller: 
Dylan O'Brien, Michael Keaton, Scott Adkins u.a.


 

Inhalt: Nach dem tödlichen Attentat auf seine Verlobte sinnt Mitch Rapp (Dylan O'Brien) auf Rache. Beim CIA lässt er sich von dem berüchtigten Kriegs-Veteranen Stan Hurley (Michael Keaton) zum Elite-Agenten ausbilden. Schnell erhalten die beiden ihren ersten, folgenschweren Auftrag: Es gilt, die Hintergründe einer Reihe scheinbar willkürlicher Anschläge auf sowohl militärische als auch zivile Ziele zu überprüfen. Bald entdecken sie, dass alle Attentate Parallelen aufweisen. Gemeinsam mit einer geheimen Spezialeinheit begeben sie sich auf eine hochriskante Mission: Es gilt, den äußerst gefährlichen Drahtzieher (Taylor Kitsch) hinter einer großangelegten Verschwörung zu stoppen. Doch dieser hat nicht vor, sich von seinen todbringenden Plänen abbringen zu lassen und scheint stets einen Schritt voraus. Eine erbarmungslose Jagd beginnt...

 


 

 



- Kritik -
     

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis einer von Vince Flynns Romanen für die große Leinwand adaptiert würde. Die Romanreihe um Mitch Rapp nahm 1999 mit Der Angriff (Transfer of Power) ihren Anfang. Als Einstieg in ein neues Film-Franchise eignete sich das Buch jedoch nicht. Denn bereits WHITE HOUSE DOWN und OLYMPUS HAS FALLEN erzählten vergleichbare Geschichten. Der Roman American Assassin erschein elf Jahre später und erzählte die Entstehungsgeschichte von Mitch Rapp, der Hauptfigur in Vince Flynns Romanen. Grundsätzlich ein dankbarer Einstieg, um eine neue Filmreihe und -figur in Hollywood zu etablieren.


© StudioCanal

Während Mitch Rapps Weg zum CIA im Roman 1988 seinen Anfang nimmt, verlegt man im Film alles in die Gegenwart. Das ist allein auf Grund des Produktionsaufwands sinnvoll. Im Film wird Rapp während eines romantischen Strandurlaubs durch einen terroristischen Angriff schwer verletzt. Jedoch ist es der kaltblütige Mord an den Badegästen, der auch seiner Verlobte zum Opfer fällt, der in Rapp den Wunsch erweckt, im Kampf gegen den Terror mitzuspielen. Im Alleingang verschafft er sich Zugang zu einer terroristischen Terrorzelle, taucht dadurch jedoch auch auf dem Radar des CIA auf, welches ihn auch gleich für eine speziell ausgebildete Eliteeinheit rekrutieren möchte.


© StudioCanal

Mitch Rapp (Dylan O’Brien) bleibt als Figur leider ziemlich blass. Der kurze Zusammenschnitt zu Beginn des Films hilft nur wenig, um ihm mehr Tiefe angedeihen zu lassen. Er ist talentiert und versiert in Mixed Martial Arts, hitzköpfig und hat für Autorität nicht sonderlich viel übrig. Eine Beziehung kann man zu diesem Charakter nur schwerlich aufbauen. Unter diesen Umständen bringt Dylan O’Brien seine Figur überzeugend auf die Leinwand, ohne wirklich mehr zu machen als notwendig. Bei den restlichen Figuren verhält es sich kaum anders. Ausbilder Stan Hurley (Michael Keaton) ist ein kaltschnäuziger, abgebrühter Ex-Navy SEA und Taylor Kitschs Ghost ist das passende Gegenstück.

© StudioCanal

Das Team Orion, dessen Mitglieder von Hurley handverlesen ausgewählt wurde und von ihm höchstpersönlich ausgebildet wird, zeigt sich im Einsatz erschreckend dilettantisch. Ein Fauxpas jagt den nächsten, liefert dadurch die Grundlage für allerlei Action. Diese entpuppt sich als das Kernstück des Polit-Thrillers, der den politischen Teil auf amerikanische Probleme runterdestilliert. Trotzdem treibt man sich in Europa rum, inszeniert jedoch ausschließlich das amerikanische Militär. Die Action schöpft aus dem Vollen, ist solide inszeniert, bleibt aber nicht lange im Gedächtnis. Das ändert sich ein wenig in den letzten Minuten des ausufernden Finales. Dieses unterscheidet sich stark von der Romanvorlage und schlägt deutlich über die Stränge. Pathetisch und patriotisch inszeniert, ist es bedauerlich, dass man beispielsweise die Auswirkungen auf die Umwelt und an die angrenzende Küstenlinie so völlig außer Acht lässt und nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Hier wollte man zu viel, scheitert jedoch an dramaturgischer Glaubwürdigkeit. Zugegebenermaßen ist die Romanvorlage ebenfalls erschreckend patriotisch. Das US-Militär ordnet dem Kampf gegen den Terror alles unter und lässt sich nicht von moralischen Bedenken beeinflussen. Dahingehend sind die vorher veröffentlichten Romane deutlich kritischer und ausgewogener. AMERICAN ASSASSIN nimmt sich nicht genügend Zeit, um seine Figuren auszubauen, ein glaubwürdiges Fundament zu gießen, lässt sich leider viel zu stark der Action treiben. An den Kinokassen war der Actionstreifen daher ein glatter Schlag ins Wasser. Ob daraus trotzdem eine Filmreihe wird, muss sich zeigen. Grundsätzlich existiert Potential, was im Film nur schwach zum Vorschein kommt, während die Bücher dahingehend eine deutlichere Sprache sprechen.


- Fazit -

Mitch Rapp hat in der Theorie das Potential ein neuer Ethan Hunt oder ein neuer Jack Ryan zu werden. In AMERICAN ASSASSIN sieht man davon leider nicht viel. Sowohl Figuren, als auch Handlung bleiben sehr oberflächlich, lassen Feinheiten vermissen. Die Geschichte ist tempo- und actionreich, dafür aber auch gleich vergessen.

Wertung: 5.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 22. Februar 2018
BD Verleihstart: 22. Februar 2018

Publisher: StudioCanal

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2.40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 111 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Atmos 5.1)
2. Englisch (Dolby Atmos 5.1)

Untertitel:
- Englisch

Extras:
*Im Visier: Der Weg zum Killer
*Mitch Rapp gesucht: Dylan O’Brien
*Das Spiel mit der Macht: Stan Hurley und Ghost
*Menschliche Waffen: Training und Stunts
*Vor Ort im Kampfeinsatz: Die Schauplätze
*Interview mit Dylan O’Brien und Taylor Kitsch
*Trailer

Kritik Extras
Die Extras sind recht umfassend. Fünf jeweils etwa 10-minütige Behind the Scenes beleuchten verschiedene Aspekte des Films. Ein fast 30-minütiges Interview mit Dylan O’Brien und Taylor Kitsch fördern noch mehr Infos zu Tage. Abgerundet wird es durch ein paar Trailer.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

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