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Apr04

BD Kritik: Coco - Lebendiger als das Leben!

BD Kritik: Coco - Lebendiger als das Leben!

Originaltitel: Coco
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Abenteuer, Fantasy, Animation
Freigabe: FSK-0
Regie: Lee Unkrich, Adrian Molina

Sprecher: 
Edward James Olmos, Alanna Ubach, Gael García Bernal u.a.


 

Inhalt: Miguel Rivera ist zwölf Jahre alt und lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Mexiko. Seine große Leidenschaft ist die Musik, ganz im Gegensatz zum Rest seiner Familie. Seit sein Ururgroßvater vor langer Zeit Frau und Tochter verließ, um eine Karriere als Musiker einzuschlagen, ist diese Zunft in der Familie Rivera verhasst. Trotzdem eifert Miguel heimlich seinem großen Idol nach, dem mittlerweile nicht mehr unter den Lebenden weilenden Sänger Ernesto de la Cruz. Am "Dia de los Muertos", dem traditionellen Tag der Toten, welcher jährlich in Mexico gefeiert wird, setzt Miguel eine Kettenreaktion in Gang, durch welche er versehentlich in das Reich der Toten gelangt. Dort trifft er unter anderem auf die Seelen seiner verstorbenen Verwandten. Gemeinsam suchen sie nach dem großen Vorbild de la Cruz. Doch die Zeit drängt, denn allzu lang darf Miguel nicht in der Welt der Toten verweilen.

 


 

 



Kritik: Nachdem man in den neueren Animations- und Zeichentrickserien und -filmen meist vergebens Sinn und Verstand sucht und Angst haben muss, dass die Kids zwangsweise verblöden, hat Walt Disney Pictures in Zusammenarbeit mit Pixar Animation Studios wieder einmal bewiesen, dass es auch anders geht. Mit "Coco" ist endlich wieder ein liebenswerter Animationsfilm entstanden, der herzlicher nicht sein könnte. Disney schafft es ein tabuisiertes Thema wie den Tod so aufzuarbeiten, dass es Grausamkeit und Schrecken vollständig verliert ohne jedoch ins Lächerliche gezogen zu werden. Der Disney-typische Humor ist und bleibt Weltklasse, ebenso die herrliche Filmmusik, die für diesen Film vom mehrfach ausgezeichneten Komponisten Michael Giacchino (Oben, Medal of Honor) stammt.


Man erhält zahlreiche Einblicke in die in Deutschland eher weniger bekannte mexikanische Kultur, mit ihrem Feiertag "Día de los Muertos", welcher sogar 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit übernommen wurde. Selbst bei der Gestaltung der verschiedenen Charaktere wurde Bezug auf wichtige Persönlichkeiten und in Mexiko übliche Begebenheiten geachtet. Beispielsweise gehört Dante zur Rasse der Xoloitzcuintli, einer mexikanischen Hunderasse, welche tatsächlich erblich bedingt an Zahnausfall leiden und selbst in der Realität eine ähnliche, wenn auch nicht ganz so übertriebene, Zungenakrobatik darbieten wie Dante im Film.


Bei der Entstehung von "Coco" haben Animationsfilm-Größen wie der oscarprämierte Lee Unkrich ("Toy Story 3", "Die Monster Uni") und die für den Oscar nominierte Darla K. Anderson ("Toy Story 3", "Cars") mitgewirkt, sodass man von vornherein davon ausgehen konnte, dass auch dieser Film wieder ein Meisterstück wird. Man wurde keineswegs enttäuscht. Die detailreiche und wirklich schöne Gestaltung zieht sich durch den ganzen Film. Ob nun in der Welt der Lebenden, wo man einen Einblick in das Familienleben einer sehr traditionellen und vielleicht etwas verbohrten mexikanischen Familie erhält, oder in der Stadt der Toten, die wirklich gigantisch und knallbunt in Szene gesetzt wird. Es wurde auf die Feinheiten geachtet, wie z.B. dass die Blütenblätter der Brücken, die die Toten ins Reich der Lebenden führen, unter jedem Tritt aufleuchten vorausgesetzt jener Tote hat auch die Berechtigung die Brücke zu überqueren. Oder auch, dass wenn der kleine Miguel auf einer Gitarre spielt, er auch wirklich die richtigen Akkorde greift, wie es ein realer Musiker auch tun müsste um die gewünschten Klänge zu erhalten.


Ebenso erwähnenswert ist die farbenfrohe Darstellung der Geisterführer der Toten, die sich in der Stadt aufhalten. Fantasievoll gestaltete, mal mehr mal weniger realistische Tiergestalten tummeln sich mit sehr buntem und filigran gemusterten Aussehen in der Stadt. Spezielle Fähigkeiten dürfen an dieser Stelle nicht fehlen, diese werden wie z.B. als Speien von blauem Feuer oder durch Sichtbar machen von Spuren durch den Atem effektvoll dargestellt.
Ein einziger kleiner Wermutstropfen bleibt. Die vielen fremdsprachigen Begriffe im Sprachgebrauch der Charaktere lassen einen anfangs etwas ins Schleudern geraten. Man kann jedoch die Handlung auch ohne Spanischkenntnisse gut verfolgen.

Fazit: "Coco" ist ein weiterer Meilenstein in der Filmgeschichte von Walt Disney Pictures, weil er Einblicke in eine Kultur gewährt ohne diese zu bewerten und einem Tabu-Thema ein Gesicht verleiht mit dem Groß und Klein gut umgehen können. Allgemeine Darstellung und Effekte in gewohnt hoher Qualität bieten ein mitreißendes und herzerwärmendes Filmerlebnis für die ganze Familie.

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

9.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

BD Verkaufstart: 29. März 2018
BD Verleihstart: 29. März 2018

Publisher:
Walt Disney
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 105 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 7.1 Plus)
2. Italienisch (Dolby Digital 7.1 Plus)

Untertitel:
- Deutsch
- Italienisch

Extras:
*Willkommen zum Fest
*Meine Familie
*Dante
*Wie man ein Skelett zeichnet
*Audiokommentar

Kritik Extras
Als Extras wird man mit jeder Menge sehr interessanter Hintergrundinformationen überschüttet. Ob nun über Dantes Herkunft oder über das mexikanische Familienleben, man bekommt wirklich sehr detailreiche Einblicke. Abgerundet wird der Input von einem Audiokommentar, den man zum Film zuschalten kann, wobei es da auch um Anekdoten während der Produktion von "Coco" geht. Alle Extras sind überaus sehenswert. Natürlich darf ein kleiner Zusatz für die kleinen und großen Künstler unter den Zuschauern nicht fehlen. So kann man in einem Schnellkurs lernen wie man selbst ein Skelett zeichnen kann. Liebevoll erklärt mit einigen Tipps und Kniffs. Leider wird nicht gezeigt in welchen Schritten ein Animationscharakter entsteht, generell gibt es wenig über die tatsächliche Entstehung des Films zu sehen.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Yvonne Gorille

Yvonne Gorille

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