!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie auf dieser Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Informationen

Verstanden

Filmtipp  

   

Neue Filme  

   

Kommende Reviews  

   

Stichwörter  

   
Nov12

BD Kritik: Cult of Chucky

BD Kritik: Cult of Chucky

Originaltitel: Cult of Chucky
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Horror, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Don Mancini

Darsteller: 
Jennifer Tilly, Fiona Dourif, Alex Vincent u.a.

Preis zum Test: EUR 10,99


 

Inhalt: Seitdem sie für den Mord an ihrer Familie verantwortlich gemacht wurde, sitzt Nica Pierce in einer psychiatrischen Anstalt für geisteskranke Straftäter. Nach ihrem vierjährigen Aufenthalt dort ist sie mittlerweile der Überzeugung, dass nicht die von einem Serienkiller besessene Puppe Chucky, sondern tatsächlich sie selbst ihre Verwandten umgebracht hat. Doch als ihr Psychiater in den Gruppensitzungen der Patienten eines Tages auf eine allzu vertraute Puppe als neues therapeutisches Mittel zurückgreift, nimmt in der Anstalt eine grausame Mordserie ihren Lauf. Nach und nach dämmert es Nica, dass sie vielleicht doch nicht verrückt ist. Derweil versucht Andy Barclay, der bereits in seiner Kindheit mit Chucky zu tun hatte, Nica zu Hilfe zu eilen. Allerdings muss er dafür erst an Chuckys Braut Tiffany vorbei, die alles tun würde, um ihre große Liebe zu schützen.

 


 

 



- Kritik -
     

Horror-Fans sind treu. So kommt es nicht von ungefähr, dass Franchises mit zahlreichen Sequels, Prequels, Remakes oder Reboots gerade in diesem Genre eine Selbstverständlichkeit geworden sind. Man denke nur an HALLOWEEN, NIGHTMARE ON ELM STREET, FREITAG, DER 13. oder HELLRAISER. Doch neben diesen ganzen – und einigen hier nicht genannten – Reihen sicherte sich ein weiter Killer einen Platz im Horror-Olymp: Charles Lee Ray, besser bekannt als Chucky, die Mörderpuppe. Und mit CULT OF CHUCKY feiert diese ihren mittlerweile siebten Auftritt innerhalb von knapp 30 Jahren und kann auf eine bewegte Historie zurückblicken.

1988 erschien der erste Film unter der Regie von Veteran Tom Holland und erwies sich als großer Erfolg, so dass innerhalb von drei Jahren zwei Fortsetzungen folgten. Dabei entwickelte man das Konzept jedoch nicht weiter und ging nur bedingt Risiken ein, was schlussendlich dazu führte, dass das Interesse der Fans nachließ und man nach CHUCKY 3 (1991) kein Sequel nachschob. Erst Ende des Jahrzehnts wagte Universal einen Neuanfang und finanzierte CHUCKY UND SEINE BRAUT (1998), der aufgrund seiner Comedy-Elemente nicht nur ein großes Risiko, sondern auch eine Art Reboot, ohne die Vorgänger zu verleugnen, darstellte. Der Film von Ronny Yu spielte genug ein, um das Studio von einem weiteren Auftritt in CHUCKYS BABY (2004) zu überzeugen. Der fünfte Streifen nimmt in der Retrospektive einen besonderen Stellenwert ein, weil erstmals Don Mancini, der seit dem ersten Film für die Drehbücher verantwortlich zeichnete, auf dem Regiestuhl Platz nahm. Und Mancini wollte nicht einfach nur eine klassische Fortsetzung drehen, sondern den Fans etwas Neues bieten und das Franchise in eine völlig neue Richtung lenken. Doch bis heute spaltet CHUCKYS BABY die Gemüter, spielte in den USA 50% weniger als der Vorgänger ein und war gleichzeitig auch der letzte Kino-Auftritt der Killer-Puppe. Dass das Studio nun kein Remake anordnete ist bis heute nahezu einzigartig, unterstreicht aber auch die Sonderstellung, die Chucky im Genre einnimmt. Es dauerte fast zehn Jahre, doch dann besann man sich bei Universal auf die populäre Figur und gestattete Mancini mit CURSE OF CHUCKY (2013) eine weitere Fortsetzung für den DtD-Markt mit einem entsprechend bescheidenen Budget. Und einmal mehr lieferte Mancini kein typisches Sequel, sondern bot wieder etwas Neues, ohne jedoch wie in CHUCKYS BABY zu stark zu überziehen. Die Fans waren überwiegend begeistert, die Kritiken fielen überraschend positiv aus und somit steht nun CULT OF CHUCKY in den Startlöchern.

Mancini schließt dabei direkt an den Vorgänger an und erzählt die Geschichte von Nica, gespielt von Fiona Dourif – der Tochter der „Chucky-Stimme“ Brad Dourif –  fort. Doch nicht nur das: Er holt auch Alex Vincent als Andy Barclay zurück, womit der Schauspieler den Part aufnimmt, den er vor fast 30 Jahren in den ersten beiden Filmen spielte. Auch Jennifer Tilly, seit CHUCKY UND SEINE BRAUT fester Bestandteil der Reihe, ist wieder an Bord. Alleine durch diese Casting-Entscheidungen wird deutlich: CURSE OF CHUCKY richtet sich vorrangig an die Fans der Filme. Wer bislang nichts mit der Puppe anfangen konnte, wird mit diesem Auftritt auch nicht sonderlich glücklich werden. Doch Mancini bietet nicht nur reinen Fan-Service, gibt sich nicht mit den altbewährten Elementen zufrieden, sondern ist sichtbar bemüht, dass Franchise frisch zu halten und zum Ende hin, dazu aber später mehr, sogar neu zu definieren. Spielte der Vorgänger noch mit den typischen Elementen der „Spukhäuser-Filme“ und bot zwischenzeitlich Ansätze klassischen Gothik-Horrors, wird das Geschehen nun in ein gänzlich anderes Setting verlegt. Das Production Design ist klar, minimalistisch und hebt sich von allem ab, was man in den bisherigen Filmen sah. Die bewusste Sterilität der Sets kreuzt der Regisseur und Autor mit überraschend drastischen Mordszenen und dem entsprechenden Splatter- und Gore-Gehalt, die den siebten Film fraglos zum härtesten der ganzen Reihe machen. Visuell ist das, gerade in Anbetracht des niedrigen Budgets, bisweilen grandios umgesetzt. Auch die Puppen-Effekte wirken wesentlich gelungener als in CURSE OF CHUCKY, obwohl man auch diesmal nicht komplett auf CGI verzichten konnte oder wollte, doch der überwiegende Einsatz der Puppe – übrigens dankenswerter Weise in der deutschen Synchronfassung wieder von Tobias Meister gesprochen – wurde klassisch umgesetzt. Mancini spielt mit den Regeln des Genres und der eigenen Mythologie und baut zudem zahlreiche Hinweise auf große Vorbilder mal mehr, mal weniger gelungen ein. Fiona Dourif kann erneut überzeugen und die Gastauftritte von Vincent und Tilly sind auch sehenswert. Was man dem „Puppen-Vater“ jedoch gar nicht hoch genug anrechnen kann: Er mutet dem Franchise und den Fans einiges zu, geht Risiken ein und insbesondere das Ende öffnet inhaltlich alle Türen für eine gänzlich neue Ausrichtung.

Doch CULT OF CHUCKY hat auch deutlich erkennbare Schwächen. Es wird immer deutlicher, dass Mancini für jedes Sequel eine bestimmte Idee verfolgt – doch in diesem Fall trägt diese Idee nicht den ganzen Film. Die Story ist äußerst dünn, die Dramaturgie hängt zwischenzeitlich arg durch, weil das Drehbuch sich zu stark auf andere Figuren konzentriert. Der Fokus müsste auf Nica liegen, doch je länger die Handlung in der Psychiatrie spielt, desto spannungsloser wird das Geschehen. Mancini weiß darüber hinaus nach einem interessanten Einstieg auch wenig mit der Rückkehr von Barclay anzufangen, da blieb viel Potential ungenutzt. Stattdessen baut er ein Verwirrspiel auf, das in dieser Form gänzlich unnötig ist, weil ohnehin jedem klar ist, wer in der Klinik sein Unwesen treibt. Im letzten Viertel zieht das Tempo dann noch einmal an, und hier gewinnt der Streifen auch wieder an Spannung und Tempo. Fakt ist aber auch, dass Mancini aufpassen muss, dass die bizarren Elemente nicht wieder zu stark in den Vordergrund treten. Es geht hier noch nicht so weit wie in CHUCKYS BABY, aber einige Sequenzen sind bei aller Freude über seine Experimentierfreudigkeit und Originalität schon arg gewöhnungsbedürftig.

Doch bevor das nun zu negativ klingt: Das Wiedersehen mit Chucky macht Spaß, ist handwerklich in dieser Budgetklasse herausragend und bietet mehr Spaß, Ideen und Enthusiasmus, als man es auch nur ansatzweise vom siebten Teil eines Franchises erwarten dürfte, das mittlerweile 30 Jahre auf dem Buckel hat. Mancinis große Aufgabe wird es nun jedoch sein, die Balance zu halten und für den nächsten, bereits angekündigten Auftritt mehr als nur Ideen und den Willen zur Veränderung zu bieten.

  

- Fazit - 

Erstaunlich frischer und origineller siebter Auftritt von Chucky. Visuell beeindruckend, erfreulicherweise bei den Effekten überwiegend altmodisch umgesetzt und mit zahlreichen Querverweisen für die Fans. Mit CULT OF CHUCKY will Don Mancini seinem Franchise eine Art Frischzellenkur unterziehen, was ihm auch teilweise gelingt. Doch ein dünnes, kaum ausbalanciertes Drehbuch mit einer im Mittelteil arg durchhängenden Dramaturgie, nimmt dem Film einiges an Tempo und Klasse. Trotzdem: Das Wiedersehen mit Charles Lee Ray macht wieder einmal großen Spaß!

Wertung: 6,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 09. November 2017
BD Verleihstart: 09. November 2017

Publisher: Universal Pictures

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: -

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 91 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
3. Sonstige (Unbekannt 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Sonstige

Extras:

  • Unveröffentlichte Szenen (05:29)
  • Im Wahnsinn von Cult of Chucky (06:26)
  • Good Guy Gone Bad: Die Inkarnation Chuckys (04:49)
  • Das Puppenhaus (07:17)

Kritik Extras
Herzstück des Bonusmaterials ist sicherlich der hörenswerte und launige Audiokommentar von Don Mancini und  Tony Gardner, die nicht nur einen Einblick in die Entstehung dieses Films geben, sondern auch auf das Franchise und an sich eingehen. Dazu gibt es noch drei kleinere Specials, die durchweg interessant, aber leider etwas zu kurz ausfallen. Sehr schön, weil ungewöhnlich und gänzlich unerwartet, ist jedoch das Special „Das Puppenhaus“, das die Crew hinter den Filmen vorstellt. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Horror-Reihen zeichnet ein fester Stamm für alle Filme der Reihe verantwortlich, so dass das Team selbst von einer zweiten Familie spricht. Wie diese Menschen und auch ihre Familien über die Filme denken, ist sehr interessant. Umso bedauerlicher, dass auch dieses Extra nur so kurz ausfällt.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast. Optionales Login unten.

   

Spieltipp  

   

Gewinnspiel #1  

   

Neue Spiele  

   

Neu im November  


17.11.2017


17.11.2017


17.11.2017


17.11.2017


22.11.2017


22.11.2017


22.11.2017


22.11.2017


23.11.2017


23.11.2017


23.11.2017


23.11.2017


23.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


24.11.2017


28.11.2017


30.11.2017


30.11.2017


30.11.2017


30.11.2017


30.11.2017

   

Statistik  

Filme: 1243
Videospiele: 43
Bücher: 32
Specials: 72
Interviews: 44
News: 1291