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Okt09

BD Kritik: Die Frau des Zoodirektors

BD Kritik: Die Frau des Zoodirektors

Originaltitel: The Zookeeper's Wife
Herstellungsland: USA, UK, Tschechien

Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Niki Caro

Darsteller:
Jessica Chastain, Johan Heldenbergh, Daniel Brühl u.a.

Preis zum Test: EUR 12,99


 

Inhalt: Polen 1939: Im September beginnt der Zweite Weltkrieg, das Land wird von den Nazis besetzt. Antonina Żabińska (Jessica Chastain) und ihr Mann Dr. Jan Żabiński (Johan Heldenbergh) arbeiten in leitender Position für den Warschauer Zoo. Sie sind schockiert, als die deutschen Besatzer sie zwingen, sich dem neu eingesetzten Chefzoologen Lutz Heck (Daniel Brühl) unterzuordnen. Um sich zu wehren, nehmen Antonina und Jan heimlich Kontakt zur Untergrundbewegung auf. So reift in ihnen der Plan, Menschen aus der Hölle des Warschauer Ghettos zu retten, denn inzwischen haben die Nazis die jüdischen Mitbürger in ihrem Viertel buchstäblich eingemauert. Nicht nur Antonia gerät durch diese Hilfsaktionen in Lebensgefahr, sondern ihre gesamte Familie.

 


 

 



- Kritik -
   

DIE FRAU DES ZOODIREKTORS ist ein weiterer Film, der sich zum Überdruss mancher Zuschauer, mal wieder mit der NS-Zeit beschäftigt. Genauer mit dem Warschauer Ghetto, was am bekanntesten wohl schon in Roman Polanskis DER PIANIST (2004) im Mittelpunkt stand. Doch in weiteren Filmen, wie Andrzej Wajdas deutsch-polnischer Co-Produktion KORCZAK (1990) oder Jon Avnets in Amerika entstandener Fernsehfilm UPRISING-DER AUFSTAND (2001) beschäftigten sich mit den schrecklichen Ereignissen an diesem Ort. Die neuseeländische Regisseurin Niki Caro hat sich nun erneut mit den Ereignissen beschäftigt und stellt Jessica Chastain als titelgebende Frau des Zoowärters in den Mittelpunkt dieser Zeit. Universal Pictures Home Entertainment veröffentlichte diesen Film nun in Deutschland auf DVD und Blu-ray, nachdem er an den Kinokassen in Amerika enttäuschte und so in Deutschland erst gar nicht in die Kinos kam. An der Qualität des Films liegt das aber keineswegs. 

Der FIlm kostete, für Hollywood-Verhältnisse, gerade einmal 20 Millionen Dollar, doch nichtmal dieser Betrag konnte an den amerikanischen Kassen wieder erwirtschaftet werden. Möglich das dies auch an der etwas irreführenden Marketingsstrategie des Films lag. Suggerieren Plakate und Titel des Films vor allen Dingen einen hell ausgeleuchteten Film im Zoo, so sieht der fertige Film ganz anders. Nach den ersten fröhlichen, hellen Minuten schwingt der Film nämlich, dem Thema angemessen, in düsterere Gefilde ab. Denn weniger geht es hier im Form einer Arche Noah die Tiere des Zoos zu schützen oder zu retten, sondern um das Verstecken und Retten von Menschen. Dabei bleibt der Film tonal und thematisch immer etwas vage. Daniel Brühl taucht auf als Antagonist und gleichzeitig Pulver für eine erwzungene Dreiecksbeziehung der Hauptfiguren. Doch fehlt es Brühl beziehungsweise dem Drehbuch dabei an einer klaren Zeichnung seiner Figur. Man kann sich nie richtig entscheiden wie positiv oder negativ behaftet sein Charakter nun sein soll.


So schürt die Beziehung der Figuren eigentlich weniger Spannung, als mal wieder eher das Verstecken der Juden, was die Hauptfigur Antonina ohne das Wissen ihres Mannes vollzieht. Jessica Chastain spielt sich so locker als Identifikationsfigur des Films auf. Sie schaft es mit einer einfühlsamen Performance das Grauen sensibel erfahrbar zu machen. Denn der Film vermeidet es Gräueltaten in all ihrer Abscheulichkeit und Deutlichkeit zu zeigen, sondern deutete sie anstattdessen nur an. So geschehen viele der Drohgebärden der deutschen Soldaten und Misshandlungen der Juden häufig nur im Off außerhalb des Bildkaders oder nur noch halb am Bildrand, durch das Fenster eines fahrenden Lieferwagens beispielsweise. So vermisst man drch diese Reduktion der Gewalt vielleicht etwas die ganz große Wucht in diesem Film, doch schafft es der Film trotzdem von einer subtilen, beklemmenden Grundstimmung geprägt zu werden. Diese bricht die Filmemacherin erst im letzten Drittel etwas auf und tauscht sie gegen dramatische Bilder aus. Ab sofort hat der Film dann auch ein viel höheres Tempo und widersetzt sich dem bisher gemächlichen Erzähltempo und entschädigt damit für die eine oder andere Länge im Mittelteil.

 

- Fazit -  

Kleine Schwächen und Längen im Drehbuch trüben etwas das Gesamtbild, ansonsten trotz oft thematisiertem Ereigniss, ein aufwühlendes Historiendrama mit starker Hauptdarstellerin.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 14. September 2017
BD Verleihstart: 14. September 2017

Publisher: Universal Pictures Home Entertainment

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 127 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)
3. Französisch (DTS 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Dänisch
- Finnisch
- Französisch
- Norwegisch
- Schwedisch

Extras:

  • Unveröffentlichte Szenen
  • Making Of von Die Frau des Zoodirektors
  • Die Zabinski Familie

Kritik Extras
EIn Making Of und die unveröffentlichen Szenen bieten einen guten Einblick in die Schaffung des Films, während "Die Zabinski Familie" weiter in die historische Materie eintaucht.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Manuel Föhl

Manuel Föhl

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