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Jul26

BD Kritik: Flying Clipper

BD Kritik: Flying Clipper

Originaltitel: Flying Clipper - Traumreise unter weißen Segeln
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 1962
Genre: Dokumentation
Freigabe: FSK-6
Regie: Hermann Leitner, Rudolf Nussgruber

Darsteller:
 Burl Ives

Preis zum Test: EUR 17,99


 

Inhalt: FLYING CLIPPER ist ein monumentaler Dokumentarfilm über die Abenteuer eines schwedischen Segelschiffs, das Anfang der sechziger Jahre eine Reise in den Mittelmeerraum unternimmt. Der Torn führt zu den Traumzielen der alten Welt: Von der Cote D'Azur, über die griechischen Inseln, bis zu den Pyramiden Ägyptens. 1962 mit eigens konstruierten 70mm-Kameras gedreht, ist FLYING CLIPPER der erste deutsche Film, der in diesem hochauflösenden Großbildformat produziert wurde. Die spektakularen Aufnahmen vom Formel-1-Rennen in Monaco oder an Bord des Flugzeugträgers USS Shangri-La sind eine technische Meisterleistung und sorgen noch heute für ein atemberaubendes visuelles Erlebnis. Die besten Kameraleute der damaligen Ära, darunter Heinz Holscher (Der Ölprinz), Siegfried Hold (Old Shatterhand), Klaus Konig (Zur Sache Schätzchen) und Tony Braun (Die Wildgänse kommen) wirkten bei FLYING CLIPPER mit. Erzählt wird die Chronik der aufregenden Reise von Hans Clarin (Meister Eder und sein Pumuckl). Jetzt ist dieses technische Glanzstück des Kinos erstmals für Home Entertainment erhältlich.

 


 

 



- Kritik -
  

1962 mit einer eigens konstruierten 70mm Kamera gefilmt, war der Dokumentationsfilm FLYING CLIPPER seiner Zeit voraus. Nach über 50 Jahren wurde der Film nun restauriert, neu abgemischt und auf DVD/BD und 4K veröffentlicht. Zeit, eine Reise in die Vergangenheit anzutreten und zu überprüfen, ob es sich lohnt auf der FLYING CLIPPER anzuheuern.

Die Dokumentation begleitet junge Kadetten aus verschiedenen Ländern auf dem Segelschulschiff Flying Clipper. Die Reise führt Schiff und Besatzung über das Mittelmeer und man legt dabei an eindrucksvollen Hafenstädten wie Istanbul, Monaco, Kairo oder Athen an und erkundet Land und Leute. Hans Clarin liefert als Kommentator die passenden Informationen zu den Bildern, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu drängeln. Stattdessen lässt man oft genug lediglich die Bilder für sich sprechen und das vermögen sie überaus eindrucksvoll. Interessanterweise ist die englische Tonspur ungleich ausschweifender und gibt den Bildern noch stärker eine narrative, als es im Deutschen der Fall ist.

Denn auch wenn die jungen Kadetten kaum auseinanderzuhalten sind und kaum namentlich genannt werden, präsentiert man sie als kleine Jungsporne, die auf große Abenteuerreise gehen. An Land eingekehrt, zeigen sie sich häufig kaum von der neuen Kultur beeindruckt, sondern jagen eher den jungen Damen hinterher, die ihre Wege kreuzen. Mal rasen sie mit Motorrollern über die Straßen oder jagen auf dem Dach eines Busses sitzend über Serpentinen. Ein anderes Mal erklimmen sie in einem sportlichen Wettkampf eine Pyramide oder versuchen einen Schimpansen zu fangen, der auf dem Segelschiff rumläuft und sie zum narren hält. Diese kleinen Geschichten, die man absichtlich für den Film erdacht hat, sind amüsant, wirken jedoch etwas aufgesetzt. Nicht zuletzt auf Grund der eingeschränkten schauspielerischen Fähigkeiten der Beteiligten. Besonders interessant ist jedoch der kurze Ausflug auf den amerikanischen Flugzeugträger USS Shangri-La, der ein deutlich weniger romantisiertes Bild der Seefahrt zeigt, als es die Bilder von der Flying Clipper vermögen. Für Abwechslung ist in jedem Fall gesorgt. Die Routine an Bord des Schiffs wird jedoch nur selten beleuchtet, stattdessen liegt der Fokus eher auf den verschiedenen Städten, die Sehnsucht im Zuschauer erwecken. Eine Sehnsucht, die nie wieder wird erfüllt werden können. Seit 1962 haben sich sämtliche Städte massiv verändert. FLYING CLIPPER öffnet ein Tor zu einer Zeit, die längst vergangen ist. Unterstrichen wird das Abenteuer-Setting noch durch die Filmmusik.

Neben der leicht aufgesetzten Narrativ, lässt sich in gewisser Weise auch die Länge des Dokumentationsfilms kritisieren. Mit 154 Minuten ist FLYING CLIPPER unglaublich lang, wenngleich die ersten vier Minuten nur ein Kinosaal zu mit zugezogenem Samtvorhang zu sehen ist. Später ist die Dokumentation etwas repetitiv in ihren Bildern. Insbesondere die Szenen auf besagtem Flugzeugträger fallen hier stark ins Auge. Minutenlang werden landende und startende Flugzeuge gezeigt, als wenn man das aufgezeichnete Material unbedingt in seinem vollen Umfang nutzen wollte. Es überwiegen jedoch die positiven Aspekte in einem Film, der weit über 50 Jahre alt ist und mit Bildern aufwartet, die überaus eindrucksvoll sind und Lust auf mehr machen. 

  

- Fazit -  

Einer regulären Bewertung entzieht sich der Dokumentationsfilm ein wenig. Eine lange Reise über das blaue Meer, mit imposanten Bildern und schöner Musik, die an alte Abenteuer-Filme erinnert. Allzu informativ präsentiert sich die Dokumentation allerdings nicht und mit 154 Minuten drängen sich doch einige Längen auf. FLYING CLIPPER ist jedoch ein bemerkenswerter Film, der Städte und Länder in einer Form präsentiert, die (leider) für immer verloren ist.

Wertung: 7.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 28. Juli 2017
BD Verleihstart: 28. Juli 2017

Publisher: Busch Media Group

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 154 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD 5.1, Dolby Atmos)
2. Englisch (DTS-HD 5.1, Dolby Atmos)
3. Spanisch (DD 2.0 Mono)
4. Französisch (DD 2.0 Mono)
5. Portugiesisch (DD 2.0 Mono)
6. Niederländisch (DD 2.0 Mono)
7. Slowakisch (DTS-HD 5.1)
8. Japanisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Koreanisch

Extras:

  • Interviews mit Filmchronist Jürgen Brückner, zurRestaurierung des Films, über die Besonderheiten von 70mm-Film sowie über die Dolby-Atmos-Mischung des Films
  • Bildvergleich vor/nach der Restaurierung
  • Diashow mit Original-Aushangfotos von 1962

Kritik Extras
Drei recht umfangreiche Interviews zur Geschichte der Restauration des Films sind enthalten. Dass man bei einem dermaßen alten Film keine Extras zur Entstehung liefern kann ist nicht weiter verwunderlich. Trotzdem sind diese Interviews nur bedingt ein interessanter Ersatz.

Wertung: 7|10

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Sascha Weber

Sascha Weber

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