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Aug15

BD Kritik: I Kill Giants

BD Kritik: I Kill Giants

Originaltitel: I Kill Giants
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama, Fantasy, Thriller
Freigabe: FSK-12
Regie: Anders Walter

Darsteller: 
Zoe Saldana, Imogen Poots, Jennifer Ehle u.a.

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Riesen gibt es wirklich! Sie lauern in den Wäldern und warten nur auf die passende Gelegenheit, um die Heimatstadt der 15-jährigen Barbara anzugreifen. Kein Wunder, dass die neue Schulpsychologin Mrs. Mollé diese Geschichte wenig überzeugend findet. Stattdessen setzt sie alles daran, der cleveren jungen Eigenbrötlerin zu helfen. Doch die fantasievolle Barbara hält weiter an ihrer Mission fest: Gemeinsam mit ihrer einzigen Freundin Sophia will sie die gigantische Bedrohung aufspüren und sich einem finalen Kampf stellen.

 


 

 


Kritik: Regisseur Anders Walter ("I Kill Giants") feierte mit "I Kill Giants" sein Regiedebüt. "I Kill Giants" ist als ernsthafte Auseinandersetzung mit kindlichen Nöten und Fantasiewelten eine echte Ausnahmeerscheinung im von Superhelden dominierten Comicuniversum. Ein mit Zoe Saldana ("Avatar - Aufbruch nach Pandora"), Imogen Poots ("Green Room") und Madison Wolfe ("Conjuring 2") stark besetztes Märchen, das die Lücke zwischen Astrid Lindgren und "Sieben Minuten nach Mitternacht" bildgewaltig schließt. "I Kill Giants" ist eine Verfilmung des Kultcomics von Joe Kelly"I Kill Giants" erschien über Koch Media am 26.07.2018 direkt auf DVD und Blu-ray. Ob die Coming of age Geschichte auch Bildlich überzeugen kann, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.



Der Film erzählt die Geschichte der klugen - jedoch auch einsamen  - Barbara, die in der Schule gemobbt wird und eine Fantasiewelt entwickelt hat, dass Riesen existieren lässt und sie diese bekämpfen muss, um ihre kleine amerikanische Küstenstadt zu beschützen. Und das alles nur, um sich der wahren Realität zu entziehen, dass ihre Mutter sehr krank ist. In vieler Hinsicht erinnert "I kill Giants" an den thematisch verwandten "Sieben Minuten nach Mitternacht" erreicht aber nicht ganz dessen Klasse. Der Film ist in erster Linie ein Mädchenfilm, in dem der männliche Part keine große Rolle spielt und nur als Randfigur vorkommt. Hier stehen ausschließlich die weiblichen Figuren im Fokus. Mit "I Kill Giants" haben die Mädchen ihren eigenen Comicfilm bekommen, kein Mann drängt sich in den Vordergrund oder opfert sich für die gute Sache, um das Mädchen zu retten. Hier retten sich die Mädchen selbst, brauchen keinen starken Helden, der das für sie übernimmt. "I Kill Giants" spiegelt in der heutigen Gegenwart, in der Mädchen immer noch dafür kämpfen müssen, gehört zu werden, leider auch untereinander. Der Film ist also eine Art feministisches Glanzstück mit einer außergewöhnlich starken Hauptdarstellerin, obwohl dann doch noch die Männer im Hintergrund die Fäden ziehen, was Drehbuch, Regie und Produktion betrifft. Autor Joe Kelly - der den Comic und das Drehbuch verfasst hat - nahm für "I Kill Giants" die Erfahrungen mit seiner Tochter als Inspirationsquelle her und hat darin u.a. auch die Sterblichkeit seines Vaters verarbeitet. Natürlich behandelt der Film auch schwere Themen wie Mobbing, Verlustängste und Sterblichkeit, jedoch sollte das kein Grund sein, ihn deswegen zu ignorieren. Im Gegenteil, das macht ihn mutig und wichtig, weil diese Themen vor allem junge Menschen bewegen, die darüber hinaus ja auch die Hauptzielgruppe des Films sind.



Mit einem kleinen Budget von 15 Millionen US-Dollar produziert, zeigt "I Kill Giants" noch die wahre Filmkunst. Ein Film, der aus einer anderen Zeit zu stammen scheint, wo sich die Macher dahinter noch einen Kopf machen mussten, wie sie mit wenig Geld einen ganzen Spielfilm erschaffen sollen, der noch dazu vernünftige Spezialeffekte hat. Wo bei anderen Filmen mit 15 Millionen Dollar grob gerechnet vielleicht gerade mal ganze 20 Minuten des fertigen Films finanziert worden sind, zeigt "I Kill Giants" eindrucksvoll eine andere Seite der Filmindustrie, eine viel interessantere und beruhigendere, bei der es um den Film und seine Geschichte geht und eben nicht um die Einspielergebnis. Die CGI-Effekte können sich darüberhinaus auch sehen lassen. Sie wirken authentisch und lebhaft. Jedoch verfügen die Riesen über eine zu geringe Screentime, wodurch die CGI-Effekte sich nicht tiefgründiger entfalten konnten.

Die Besetzung von "I Kill Giants" ist äußerst gut gelungen. Besonders hervorheben kann man an dieser Stelle Hauptdarstellerin Madison Wolfe ("Conjuring 2"), die eine glaubhafte Protagonistin darbietet. Unterstützt wird sie dabei von Imogen Poots ("Green Room") und Zoe Saldana ("Avatar - Aufbruch nach Pandora") die allesamt ihre Charaktere beeindrucksvoll gespielt haben. "I Kill Giants" ist kein perfekter Film, aber ein äußerst sehenswerter. Die Vielzahl an positiven Aspekten lässt einen gerne über die wenigen Fehler die er macht hinweg sehen. Die Enttäuschung über diesen Film könnte vor allem deswegen groß ausfallen, weil man aufgrund des Titels, des Covers und des Hinweises auf "Harry Potter" einen handfesten und vielleicht sogar epischen Fantasy-Riesen-Battle erwarten könnte. Stattdessen bekommt man ein eher langsames, durchschnittliches Drama mit ein bisschen Fantasy zu sehen. Ist man sich dieser Tatsache vorher bewusst, so wird man bei "I Kill Giants" mittelmäßig gut unterhalten. Auch im Dramagenre ist "I Kill Giants" kein Hit, zu langartmig und zu viele unwichtige Dialoge bieten den Nährstoff für Langeweile. Das Thema ist zwar gut ausgewählt, bei der Umsetzung hätte man die Fantasywelt und auch die Riesen mehr in den Fokus rücken müssen.

Fazit: "I Kill Giants" beinhaltet zwar Riesen, ist aber ein kleiner Film, der seine geringen Produktionskosten nicht verbergen kann, da die CGI-Effekte kaum zu geltung kommen. Ist man sich der Tatsache vorher bewusst, dass man bei "I Kill Giants" keine epischen Fantasy-Riesen-Battle zu erwarten sind, dann könnte der Film den einen oder anderen dennoch in seinen Bann ziehen und gut Unterhalten. Fans von "Sieben Minuten nach Mitternacht" werden auf Ihre Kosten kommen und bekommen einen sehr schönen, bis sehr traurigen Film geboten. Hingegen sollten Fans von Fantasy-Riesen-Battles lieber einen großen Bogen um den Film machen.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 26. Juli 2018

Publisher:
Koch Media
Homepage: www.kochmedia-film.de/dvd/details/view/film/i_kill_giants_dvd/

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Ja

Bild: 2,39:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 102 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:
*Featurette (4:52 Min.)
*Making of (5:40 Min.)
*Deutscher Trailer (2:04 Min.)
*Englischer Trailer (2:00 Min.)
*Trailershow

Kritik Extras
Das Bonusmaterial umfasst Featurette, die eine Analyse der Szene des Kampfes mit dem Titanen beinhalten und ein fünfminütiges Making-of, das zwar kurz ist, aber durchaus gehaltvoll ausfällt. Vornehmlich erklärt man die Figuren und die Intention des Films. Ansonsten bekommt man nur noch eine Trailershow und den deutschen und englischen Trailer zum Film geboten.

Wertung: 6|10

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Pascal Müller

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