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Mai19

Das unbekannte Mädchen

Das unbekannte Mädchen

Originaltitel: La fille inconnue
Herstellungsland: Belgien, Frankreich

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Drama
Freigabe: FSK-6
Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne

Darsteller:
Adèle Haenel, Olivier Bonnaud, Jérémie Renier u.a.

Preis zum Test: EUR 16,02


 

Inhalt: Das unbekannte Mädchen stirbt, weil die Ärztin Jenny (Adele Haenel) ihr eine Behandlung aufgrund von Zeitmangel verweigert. Die Fremde hatte noch nach Schließung der Praxis angeklopft, doch Jenny ließ sie nicht herein und kurz darauf wird das Mädchen tot aufgefunden. Nach dem Tod der jungen Frau fühlt sich die junge Allgemeinmedizinerin schuldig und versucht eigenhändig herauszufinden, wer die Kranke war. Weil die Polizei nicht in der Lage ist, die Tote zu identifizieren, würde sie begraben werden, ohne dass jemand um ihr Dahinscheiden wüsste. Doch das wäre, als hätte das unbekannte Mädchen nie existiert, und das kann Jenny nicht zulassen.

 


 

 



- Kritik -
      

Das Brüder-Gespann Jean-Pierre und Luc Dardenne kann schon auf eine erfolgreiche Karriere blicken. Vor allen Dingen, wenn man es aus der Perspektive der Filmfestivals sieht. Aktuell finden ja auch wieder zum 70. die Filmfestspiele im französischen Cannes statt. Bereits zweimal konnten die Beiden dort, 1999 für ROSETTA und 2005 für DAS KIND, die begehrte Auszeichnung für den besten Film, die goldene Palme, mit nach Hause nehmen. DAS UNBEKANNTE MÄDCHEN, ihr mittlerweile zehnter Film, lief auch letztes Jahr im Wettbewerb und kam Ende des Jahres in die Kinos. Nun folgte auch endlich die Auswertung auf Blu-ray und DVD von Lighthouse Entertainment. Ob die Brüder wieder überzeugen können und sich eine Sichtung beziehunsweise eine Anschaffung lohnt verraten wir hier.

Die Dardenne-Brüder sind vor allen Dingen auch Schauspieler-Regisseure beziehungsweise eher noch Schauspielerinnen-Regisseure. Dies zeigten auch ihre letzten Werke mit zuletzt Cécile de France (bei DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD (2011)) und Marion Cotillard bei ZWEI TAGE, EINE NACHT (2014). Auch diesmal setzen sie den Film ganz auf die Schultern auf eine bereits profilierte, aber in diesem Fall hierzulande fast noch völlig unbekannten Darstellerin: Adèle Haenel. Und es handelt sich um einen wahren Glücksgriff. So gibt sie überzeugend die Ärztin, welche für ihre Patienten mit Fürsorge ein Ohr und Lösungen hat. Ihr Spiel und die Motivationen verändern sich nachvollziehbarerweise etwas in der zweiten Hälfte des Films, wenn sich alles darum dreht die Identität der verstorbenen Frau herauszufinden. Hier scheint der Film etwas in die Muster eines Kriminalfilms zu fallen, indem sie verschiedene Personen befragt und Indizien zusammenträgt.

Das Werk der Brüder ist geprägt von Milieu-Studien, die sich vor allen Dingen auf die Seite von Verlieren stellt, die scheinbar Opfer der kapitalistischen Welt geworden sind. Im Vordergrund steht bei ihnen aber immer viel weniger irgendeine politische Stimmungsmache, als mehr der Mensch an sich. So haben sie es bisher auch verhindert, sich in ein bestimmtes Genre einordnen zu lassen. Durch den in der zweiten Hälfte eintretenden Kriminalfilmteil bildet der Film somit eine kleine Premiere, gar Revoution, in ihrem bisherigen Schaffen. Warum der Film aber nicht als reiner Krimi abgestempelt werden kann, liegt an der ersten Hälfte, in der sich die Regisseure viel Zeit lassen ihre Hauptfigur als fürsorgliche Ärztin vorzustellen. Dies dient dem Ganzen umso mehr, damit man sie als Person kennenlernt und versteht, die sich jedem Patient mit vollster Hingabe zuwendet und damit den Vorfall des Films in ein noch tragischeres Licht rückt. So erklärt sich somit auch über die Figur sehr rasch, wieso sie so viel Zeit und Kraft darin investiert, festzustellen welche Identität sich hinter der Toden verbirgt. So klingt dem Film ein Spagat, den sich viele TATORT-Folgen oder ähnliches wünschen auch mal zu können: Der Spagat zwischen Krimi und Sozialdrama.

  

- Fazit -  

Die starke Hauptdarstellerin Adèle Haenel trägt den Film fast alleine und kann so auch die ein oder andere Schwäche vergessen lassen.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 21. April 2017
BD Verleihstart: 21. April 2017

Publisher: Lighthouse Home Entertainment

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 107 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD 5.1)
2. Französisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Video-Feature mit Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger
  • TV-Beiträge

Kritik Extras
Interessantes Video-Feature, dass dem ganzen einen informativen Rahmen verleiht.

Wertung: 7|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

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