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Okt08

Der Plan

Der Plan

Originaltitel: The Adjustment Bureau
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Liebe, Romantik, Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: George Nolfi

Darsteller: Matt Damon, Emily Blunt, John Slattery, Terence Stamp, Lauren Hodges u.a.

David Norris (Matt Damon) steht kurz davor, zum jüngsten Senatsmitglied der Vereinigten Staaten gewählt zu werden, als eine etwas unreife Uni-Story seinerseits groß publik gemacht wird. Er verliert die Wahl, doch am Wahlabend trifft er bei den Vorbereitungen auf seine Rede auf der Herrentoilette die spontane und direkte Elise (Emily Blunt), die ihn inspiriert, mit einer denkwürdigen Idee abzutreten. Einige Wochen später trifft er eines Morgens Elise im Bus zur Arbeit wieder und kommt mit ihr, fasziniert wie beim ersten Mal ins Gespräch, bis sie ihm schließlich ihre Nummer gibt. Was David nicht weiß, aber bald herausfindet, ist, daß es eine Institution, ein "Adjustment Bureau" gibt, das dafür sorgt, daß ein universeller Plan eingehalten wird. Diese Herren in Maßanzügen und Hüten sorgen dafür, daß mittels minimaler Eingriffe in den Alltag, unsere Entscheidungen und die allgemeinen Abläufe, alles nach "Plan" läuft. Daß David und Elise sich wiedersehen oder gar ineinander verlieben, ist jedoch nicht vorgesehen. David wird in dem multidimensionalen Netzwerk ihrer Behörde bedroht und die Telefonnummer vernichtet. Notgedrungen fügt sich David in sein Schicksal, als ihm der mitfühlende Planbearbeiter Harry (Anthony Mackie) einige Informationen über die Behörde gibt, kann Elise jedoch nicht vergessen. Drei Jahre später sieht er sie eines Morgens vom Bus aus auf der Straße und ist wild entschlossen, diesmal nicht von ihr loszulassen. Damit bringt er die Mitarbeiter der "Plan"-Behörde entgültig gegen sich auf, die versuchen, ihn nach Kräften zu beeinflußen oder vom Fortschritt abzuhalten...

- Kritik -

Das literarische Schaffenswerk von Kultautor Philip K. Dick war schon Vorlage für zahlreiche Filmproduktionen. In der Regel kamen dabei auch sehr sehenswerte Streifen heraus, z.B. BLADE RUNNER, TOTAL RECALL oder MINORITY REPORT. DER PLAN basiert auf der Kurzgeschichte Adjustment Team, die 1954 erschien. Ob Regisseur und Drehbuchautor George Nolfi aus dieser Kurzgeschichte ein funktionierendes Handlungsgerüst für einen Spielfilm zaubern konnte?

Jein. Auf den ersten Blick unterhält DER PLAN trotz einiger vermeidbarer Längen leidlich und konsequent. Optik, Schnitt, Setting und Kameraführung gerieten recht altmodisch. Nolfi, der für Damon bereits das Skript zu DAS BOURNE ULTIMATUM verfasste und hier seinen Einstand als Regisseur feierte, legt großen Wert auf die visuelle Umsetzung der Geschichte und drehte überwiegend in feudalen Gebäuden, direkt auf der Straße und nur vereinzelt an extra gebauten Sets. Das ist stimmig umgesetzt, gut fotografiert und bietet den Hauptdarstellern Matt Damoun und Emily Blunt genug Zeit und Raum, um den eigentlichen Kern der Geschichte heraus zu arbeiten. DER PLAN ist in erster Linie eine Liebesgeschichte, um die herum eine Thriller- und Mysterystory gebastelt wurde. Und diese Lovestory zwischen Damon und Blunt funktioniert ebenso wie die visuelle Umsetzung des fast 55 Millionen Dollar teuren Streifens. Diese Beziehung und ihre Entwicklung ist charmant, gerade von Blunt auch gut gespielt und glaubwürdig. Die Chemie zwischen beiden passt, so dass man als Zuschauer durchaus nach empfinden kann, warum sich beide trotz aller Widrigkeiten nicht aus den Augen verlieren wollen. Optik, Darsteller – auch wenn Damon dann und wann in der zweiten Hälfte ein wenig untergeht - und Liebesgeschichte passen also.
 
 
Aber: Die Fokus verschiebt sich im Laufe der Handlung immer weiter weg von den beiden Darstellern und konzentriert sich auf seine unnötig aufgeplusterte und unlogische Mystery- bzw Thrillerstory die dick aufgetragen wird, jedoch überhaupt kein Fundament hat, um auch nur im Ansatz zu funktionieren. Man ist aufgrund der angesprochenen Stärken von DER PLAN ja durchaus gewillt, über die diversen Fragezeichen und Logikschwächen hinweg zu sehen – alleine, es geht nicht. So interessant der reine Ansatz auch klingt und zu Beginn auch noch absolut annehmbar in die Handlung integriert wurde: Ratlosigkeit macht sich breit, warum passiert, was passiert. Warum löscht die mächtige Organisation nicht wie angedroht die „Festplatte“ des unliebsamen Politikers? Watrum lassen sie das alles zu? Wer sind die Bosse dieser Organisation überhaupt? Warum die Hüte? Das sind nur ein paar Fragen, die den Film insbesondere in der zweiten Hälfte deutlich schwächen.
 
 
Der bewusst angelegte Bedrohungsaspekt verpufft trotz des etwas angezogenen Tempos und einer interessant gestalteten Verfolgungsjagd fast gänzlich, weil man diese Bedrohung eben nur bedingt wahr nimmt. Das Ende gliedert sich in fast schon hilfloser Manier in diese ziellose Umsetzung ein. Das Ende vom Ganzen: Ein unbefriedigender, jedoch über weite Strecken unterhaltsamer Film, der mit längerer Laufzeit jedoch in ein heilloses Chaos abdriftet und nicht so recht weiß, was er denn nun überhaupt sein will. Schade um den betrieben Aufwand, die guten Schauspieler und die tolle Optik.

 
- Fazit -
Visuell imposant gefilmter Mischmasch aus Liebesgeschichte und Mysterystoff. Gut gespielt, jedoch heillos überfrachtet und mit zu vielen inhaltlichen Lücken, um wirklich zu überzeugen.
 
Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.5/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

 

DVD Verleihstart: 21.07.2011
DVD Verkaufstart: 21.07.2011

Label: Universal
Verpackung: Keepcase
Wendecover: Nein

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 101 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 
3. Türkisch (Dolby Digital 5.1)
4. Kommentar (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Dänisch
- Finnisch
- Niederländisch
- Norwegisch
- Schwedisch
- Türkisch

- Audiokommentar

Extras:

  • Audiokommentar von Regisseur/Autor George Nolfi
  • 6 unveröffentlichte und erweiterte Szenen (7:02 Min.)
  • Quer durch New York (7:37 Min.)
  • Vom Schicksal entschieden (4:52 Min.)
  • Die Entstehung von Elise (7:09 Min.)
  • 1 Trailer beim Start der DVD 
Kritik Extras
Da es sich hierbei um eine Presse-DVD ohne Extras handelt, entfällt eine Bewertung.
 
Bewertung: x.x | 10

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Tobias Hohmann

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