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Jul16

DVD Kritik: Alles Geld der Welt

DVD Kritik: Alles Geld der Welt

Originaltitel: All the Money in the World
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Thriller, Krimi
Freigabe: FSK-12
Regie: Ridley Scott

Darsteller:
Michelle Williams, Christopher Plummer, Mark Wahlberg u.a.


 

Inhalt: Rom, 1973: Der 18-jährige John Paul Getty III (Charlie Plummer) wird entführt. Von der Mutter Gail (Michelle Williams) werden 17 Millionen US-$ Lösegeld gefordert. Die Entführer um "Cinquanta" (Romain Duris) spekulieren darauf, dass Gails Ex-Schwiegervater, der Multi-Milliardär John Paul Getty (Christopher Plummer) das Geld zahlt. Doch der steinreiche Öl-Magnat denkt nicht daran, auch nur einen Cent aufzuwenden. Stattdessen beauftragt er Fletcher Chase (Mark Wahlberg), der sich ohnehin schon um Gettys Sicherheit kümmert, mit der möglichst kostengünstigen Befreiung seines Enkels. Doch auch Mutter Gail lässt nur wenig unversucht.

 


 

 


Kritik: Der US-amerikanische Thriller "Alles Geld der Welt" (OT: "All The Money In The World") von Ridley Scott ("Alien Covenant") handelt von der Entführung des 16-jährigen Enkels - John Paul Gettys III. (Charlie Plummer) - vom Ölmachthaber und Kunstsammler J. Paul Getty (Christopher Plummer), der zur damaligen Zeit der reichste Privatmann der Welt war. Das auf wahren Begebenheiten, basierende von David Scarpa stammende Drehbuch wurde von dem 1995 erschienenen Sachbuch des britischen Autors John Pearson mit dem Titel "Schmerzhaft reich" (OT: "Painfully Rich") inspiriert. Der Film erlaubt sich allerdings Freiheiten und entfernt sich relativ weit von den Tatsachen, weswegen es sich bei "Alles Geld der Welt" nicht um eine 1:1 Rekonstruktion der Geschehnisse von 1973 handelt, sondern der reale Entführungsfall weitgehend im Fokus steht und dabei der erbitterte Kampf aus der perspektive der Mutter (Michelle Williams) und dessen steinreichen, knallharten und misstrauischen Großvater in dem Mittelpunkt stellt. Ob das Zusammenspiel und das daraus reslutierende Katz-und-Maus-Spiel Ridley Scott gelang, erfährt Ihr in unsere Besprechung zum Film.



Rom, 1973: Der 18-jährige John Paul Getty III (Charlie Plummer) wird entführt. Von der Mutter Gail (Michelle Williams) werden 17 Millionen US-$ Lösegeld gefordert. Die Entführer um "Cinquanta" (Romain Duris) spekulieren darauf, dass Gails Ex-Schwiegervater, der Multi-Milliardär John Paul Getty (Christopher Plummer) das Geld zahlt. Doch der steinreiche Öl-Magnat denkt nicht daran, auch nur einen Cent aufzuwenden. Stattdessen beauftragt er Fletcher Chase (Mark Wahlberg), der sich ohnehin schon um Gettys Sicherheit kümmert, mit der möglichst kostengünstigen Befreiung seines Enkels. Doch auch Mutter Gail lässt nur wenig unversucht.



Ridley Scott's "Alles Geld der Welt" erlaubt sich div. Freiheiten und entfernt sich relativ weit von den Tatsachen, weswegen es sich bei "Alles Geld der Welt" nicht um eine 1:1 Rekonstruktion der Geschehnisse von 1973 handelt, sondern die reale Entführung weitgehend im Fokus steht und dabei der erbitterte Kampf aus der perspektive der Mutter (Michelle Williams) und dessen steinreichen, knallharten und misstrauischen Großvater in dem Mittelpunkt steht. Die Machart ist dabei recht konventionell gehalten, obwohl es ein paar Zeitsprünge gibt, um die familiäre Hintergründe und die daraus resultierenden Verhältnisse zueinander, näher bringen soll. Der Spannungsbogen hingegen wird vor allem von den Zuschauern gespannt, die den Ausgang der Geschichte nicht kennen, da der Ausgang und die Frage wie lange sich die Entführer hinhalten lassen und ob der Großvater letztendlich bezahlen wird oder die Mutter anderweitig das Geld auftreiben wird, auch nach knapp 2 Stunden weitgehend im verborgenen verbleibt.

Die Stützpfeiler bilden jedoch die einzelnen Darsteller selber, die den Film über die 2-Stunden hinaus tragen. Besonders sticht dabei die bemerkenswerten Präsenz von Christopher Plummers, der den Charakter John Paul Getty faszinierend und autentisch verkörpert. Er gewährt dem kompromisslosen Geschäftsmann, der um Erfolg zu haben die mentale Belastung durch seine Familie nicht zulassen konnte, den gewissen Feinschliff. Michelle Williams überzeugt als verzweifelte sowie entschlossene Mutter, die mit aller Kraft nachvollziehbar und verständnisvoll um ihren Sohn kämpft, während Mark Wahlberg's Rolle derweil an Michelle Williams Seite, durch zu wenig Screentime relativ schnell verblasst, sodass er sich kaum einbringen kann. Leider bleiben die Charakter-Rollen trotz alledem unberührt, da die familiären Konflikte nur angedeutet werden und die Interaktion zwischen den Darsteller selber mit der Zeit verblassen. Dies mag der Tatsache geschuldet sein, dass Regisseur Ridley Scott sich dafür entschieden hat, den bereits fertigen Film umzuarbeiten und Kevin Spacey daraus zu entfernen, da dieser ab Ende Oktober 2017 mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung konfrontiert wurde. Alle Szenen mit Kevin Spacey als John Paul Getty wurden daraufhin mit Christopher Plummer nachgedreht.

Fazit: "Alles Geld der Welt" bietet als Thriller eine solide Unterhaltungskost, jedoch fällt der Film als Dokumentation zum wahren Entführungsfall zu oberflächlich aus. Die Priorität des schwerreichen und hartherzigen Großvaters, halbwegs in den Mittelpunkt zu rücken,  fällt sehr interessant und aufschlussreich aus, gerade die Tatsache, dass Geld und Reichtum einen Menschen auch ins negative verändern kann, wurde in "Alles Geld der Welt" sehr gut thematisiert und Bildlich rüber gebracht. Mark Wahlberg's Rolle hingegen verblasst derweil an Michelle Williams Seite, durch zuwenig Screentime relativ schnell, sodass er sich kaum einbringen kann. Letztendlich fällt "Alles Geld der Welt" mit seinen 2 Stunden Laufzeit etwas zulang und intensiv aus. Eine kürzung hätte nicht nur den Film gut getan, sondern auch die Geduld, die der Endverbraucher mit bringen muss.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

BD Verkaufstart: 13. Juli 2018
BD Verleihstart: 13. Juli 2018

Publisher:
Universum Film
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 128 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
*Making Of
*Featurettes
*Entfernte Szenen
*B'Roll
*Trailer

Kritik Extras
Das Bonusmaterial umfasst ein deutsch kommentiertes Making-of, das 4-Minuten andauert und ein typischer Langtrailer bietet. Das Featurette kümmert sich knapp 2-Minuten darum, dass Christopher Plummer, Kevin Spacey ersetzte. Ansonsten folgen noch entfernte Szenen, eine B’Roll sowie drei Featurettes an. Letztere kümmern sich um Ridley Scotts Arbeit an dem historisch verbürgten Film. Zudem kommen noch einmal die Darsteller zu Wort und mit "Recast …" gibt’s noch mal ein längeres Featurette über die erneuten Dreharbeiten der 22 relevanten Szenen. Aufnahmen von der Premiere sowie acht Interviews mit Darstellern und Machern runden das Angebot ab.

Wertung: 6|10

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Pascal Müller

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