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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb28

DVD Kritik: Bad Banks - Staffel 1

DVD Kritik: Bad Banks - Staffel 1

Originaltitel: Bad Banks
Herstellungsland:
Deutschland, Luxemburg
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Drama, Thriller, Serie
Freigabe: FSK-12
Regie: Christian Schwochow

Darsteller: 
Paula Beer, Désirée Nosbusch, Barry Atsma u.a.


 

Inhalt: Im Zentrum der Geschichte steht die junge, hochbegabte Investmentbankerin Jana Liekam, die bei einer internationalen Großbank in Luxemburg arbeitet. Als sie für den Fehler eines anderen gefeuert wird, vermittelt ihre Ex-Chefin Christelle Leblanc ihr einen Job bei einer Bank in Frankfurt. Leblanc ist es auch, die Jana den Tipp für ein hochattraktives, aber äußerst riskantes Geschäft gibt, mit dem sie ihren neuen Chef Gabriel Fenger so sehr beeindruckt, dass er ihr die Leitung des Projektes überträgt. Der Druck auf Jana nimmt rasant zu: Das Geschäft muss rechtzeitig abgeschlossen werden, während einzelne Teammitglieder sich gegen sie wenden. Gleichzeitig steht sie in der Schuld von Christelle Leblanc, die immer wieder Forderungen stellt. Als Jana erkennt, wer welche Fäden im Hintergrund zieht, holt sie zu einem Gegenschlag aus, der nicht nur die Existenz der deutschen Großbank gefährden könnte...


 

 



- Kritik -
     

Das Serien auf dem Vormarsch sind, dürfte wohl jeden aufmerksamen Kinogänger oder generell Filmgucker mittlerweile erreicht haben. Die USA erreicht nach dem Quality-TV mit Hilfe der Streamingdienste weiter ungeahnte Höhen und nun scheint man auch in Deutschland mehr und mehr die Vorzüge qualitativ hochwertiger Serien zu entdecken. Allein 2017 trumpfte mit Serien wie 4 BLOCKS, DARK, BERLIN BABYLON und man muss es auch nennen YOU ARE WANTED auf. Dahinter standen oft Streaming-Dienste wie Amazon, Netflix oder eben auch SKY. Profiteur des Ganze ist am Ende der Zuschauer, der hochwertige und vor allen Dingen unterschiedliche Unterhaltung aus dem eigenen Land geboten bekommt. Dazu reiht sich nun BAD BANKS ein. Eine Serie, die als Ko-Produktion von Arte und ZDF entstanden ist und deshalb etwas die Ausnahme bei den hier aufgezählten Serien bildet. Ob dies der Serie irgendeinen Abbruch tut. Ab 03. März gibt es die Serie parallel zur Ausstrahlung auf den beiden Sendern auch schon auf DVD und Blu-ray.


© eye see movies / AV-Visionen

Eine Serie kann heutzutage kaum noch durch eine periodische Ausstrahlung zum Erfolg werden. Deswegen wählte man für die sechs Folgen von BAD BANKS auch den Weg sie auf Arte und ZDF in mehreren Doppelpacks auszustrahlen um die gesamte Serie innerhalb weniger Tage komplett gezeigt zu haben. Dazu gibt es die Serie schon seit einer Woche komplett in den dazugehörigen Mediatheken. Das ist modernes Fernsehmachen. Der Zuschauer bestimmt wann und wo er weiterschauen will und wie viel. BAD BANKS feierte zu diesem Zeitpunkt schon die Premiere seiner ersten beiden Folgen auf der Berlinale, die dieses Jahr auch eine eigene Sektion für Serien anbot und BAD BANKS unter anderem die Ehre zuteilwurde ein Teil davon zu sein. Doch was kann BAD BANKS nun wirklich?


© eye see movies / AV-Visionen

Frei nach den großen US-Vorbildern arbeitete man bei dieser Serie mit einem sogenannten Writer’s Room, den Oliver Kienle (DIE VIERHÄNDIGE (2017)) als Headautor anführte. Regie führte dagegen bei allen Folgen Christian Schwochow (u.a. NOVEMBERKIND (2009). Man geht hier also weg vom reinen Showrunner-Prinzip. Bleibt man bei den ersten zwei Folgen, wo die Macher glaubten, dass die ersten 100 Minuten (jede Folge läuft rund 50 Minuten) für das Berlinale-Publikum zur Überzeugung reichen müssen, unterwältigt die Serie einen noch etwas auf der inhaltlichen Ebene. Produktionstechnisch gibt es nichts zu meckern. Das sieht alles gut aus und durch die Schauplätze mit Frankfurt, Leipzig, Brüssel und Luxemburg bewegt man sich wohl die ganze Zeit zwischen Bankenvierteln mit Wolkenkratzern und einer Großbaustelle, doch entsteht so auch eine gewisse Größe. Es wird dabei viel böse geschaut und ausgeheckt und als Nicht-Banker droht man vielleicht in den ersten Minuten etwas den Faden zu verlieren. Die Figurenkonstellationen wirken anfänglich zudem noch etwas konstruiert, doch teilweise bekommen die Figuren auch interessante Hintergründe, die nicht nur Staffage sind. Paula Beer hat anfänglich dabei keine einfache Rolle, da sie hier und da, dies aber gekonnt, Klischeefallen auch mit ihrem Spiel halbwegs umschiffen kann.


© eye see movies / AV-Visionen

Die Klischees sind so manchmal etwas das Problem der Serie. Selbstverständlich muss innerhalb der Gattung immer mal wieder was mit oder wegen einer Figur passieren, doch nicht immer passiert dies dann auch wirklich nachvollziehbar. Der Serie gelingt es immer wieder gut die verschiedenen Figuren interessant zu halten, aber man merkt dann auch schnell, wenn dies Mal künstlich erzeugt wird. Das beste Beispiel dafür ist die Beziehung von Jana (Paul Beer) und ihrem Freund Noah (Jeff Wilbusch). Anfangs mehr ein kleiner Nebenstrang funktionalisiert man diesen später auf die typischste Art und Weise. Das ist alles etwas schade und ärgerlich, sind das doch gerade die Kinderkrankheiten an denen viele Serien zu knabbern haben. Viele Schauplätze und Figuren, die man interessant genug halten muss und dabei nicht immer den richtigen Ton trifft. Das ist aber mit so der eine Punkt, den man der Serie ankreiden kann, die ansonsten bisher ein sehr positives Kritiker-Echo erfährt.

 

- Fazit -

Hochwertige deutsche Serie im Banken-Milieu mit interessanten Charakteren, dem ein oder anderen Klischee, aber weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 03. März 2018
DVD Verleihstart: 03. März 2018

Publisher: eye see movies / AV-Visionen (Staffel 1)

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 360 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Englisch

Extras:
*Interviews mit Regisseur Christian Schwochow, Head-Autor Oliver Kienle und Produzentin Lisa Blumenberg
*Behind the Scenes

Kritik Extras
Ausführliche Interviews mit den Machern bilden den Kern den Extras und bieten einiges an Hintergrundinformationen. Gerne hätte man aber auch ein richtiges Making Of (es gibt ein Behind-the-Scenes Featurette) oder ein Audiokommentar auf die Discs packen können.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
Manuel Föhl

Manuel Föhl

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