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Nov25

DVD Kritik: Stille Reserven

DVD Kritik: Stille Reserven

Originaltitel: Stille Reserven
Herstellungsland: Österreich, Deutschland, Schweiz

Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: Valentin Hitz

Darsteller:
Clemens Schick, Lena Lauzemis, Daniel Olbrychskiu.a.

Preis zum Test: EUR 13,59


 

Inhalt: Der Versicherungsagent Vincent Baumann, ein kalter Karrierist, Höriger eines gnadenlosen Systems, wird selber Opfer der Konzerne, die er vertritt. Degradiert zum Handlanger, strengt er sich verbissen an, zurückzukommen auf den Arbeitsmarkt, kämpft um den Aufstieg. Dabei erkennt er, dass es noch andere Werte gibt als Einkommen und Erfolg. Und er entscheidet sich gegen seine bisherige Weltanschauung, für einen anderen Menschen, für Lisa Sokulowa. Eine Zukunft haben die beiden nicht. Aber ein kleiner Triumph bleibt ihnen gegen die Übermacht des herrschenden Systems.

 


 

 



- Kritik -
     

Stille Reserven ist ein Begriff, den man schon heute in der Arbeitsmarktforschung und dem Rechnungswesen wiederfindet. Bei den einen sind es die Menschen ohne Arbeit, die aber nicht arbeitslos gemeldet sind und bei den Rechnern die Teile des Kapitals, die bei einer Bilanz nicht sichtbar sind. Bei Valentin Hitz und seinem Film STILLE RESERVEN sind es die Menschen selbst nach ihrem Tod. Stirbt ein Mensch hat aber noch Schulden wird er am Leben erhalten und bis zur Schuldentilgung als Organspender, Leihmutter, Datenspeicher o.ä. ausgenutzt. Der Tod als Ort des Friedens war also gestern. In dieser deutsch-österreichisch-schweizerischen Science-Fiction-Dystopie braucht man eine Todesversicherung um Ruhe nach dem Tod zu finden. Ob dieser deutschsprachiger Genrefilm, der kürzlich vom Camino Filmverleih für den Heimkinomarkt erschienen ist, aus seiner durchaus reizvollen Prämisse machen kann, wollen wir nun herausfinden.

Es wird immer und immer wieder versucht und viel zu oft scheitert man: das deutsche, hier deutschsprachige, Genrekino. Man verzettelt sich allzuoft mit seiner Geschichte und seinen Charakteren und bietet am Ende doch nur wenig Substanz. Kann STILLE RESERVEN hier ein Exempel statuieren und mal das Gegenteil beweisen? Leider nein. STILLE RESERVEN hat wie viele der ungenannten Beispielen mit denselben Problemen zu kämpfen. Das für einen Stoff diesen Genres geringe Budget kaschiert man eigentlich gekonnt, indem die Technik der Zukunft (wann genau der Film spielt, außer "naher Zukunft" bleibt offen) subtil eingesetzt wird. Wobei sich zeitweise dann schon die Frage stellt, warum im Arbeitsumfeld sich so viel verändert hat, aus technischer Sicht, im privaten Umfeld aber kaum. Doch diese Bedenken zur Seite gestellt enttäuscht leider auch das Drehbuch. 


Wie man sich denken kann mündet der Film mal wieder im Held gegen das korrupte System-Geflecht, welches aber keine Ambivalenz erhält. Jeder Konflikt und jede Figur scheint hier funktional. Es reicht Valentin HItz scheinbar eine Zwei-Klassen-Gesellschaft darzustellen, ohne aber jegliches Für und wider aufzubauen. Seine Hauptfigur, gespielt con Clemens Schick, soll als Verbindung zwischen diesen zwei Polen dienen, aber so richtig funktionieren will das zu keinem Zeitpunkt. Selbst das Ende möchte eine Wendung haben, die aber auch kaum Wirkung entfalten kann. Zu viele Fragen bleiben offen, zu viel Potential ungenutzt. Es wirkt alles wie ein typischer Genrefilm, der aber die ganze Zeit die Handbremse angezogen hat und versucht so bodenständig wie möglich zu bleiben. Als Ansatz nicht der falscheste, muss es ja nicht immer knallen, doch hier passiert eben ansonsten kaum was nennenswertes. Clemens Schick versucht alles aus seiner Figur herauszuholen, doch wie seine Figur eine Marionette des Systems ist, ist auch er eine Marionette des dünnen Drehbuchs. Schade, dass man hier nicht mehr aus der Idee und dem Szenarion herausholen konnte, als den üblichen Erzählmuster und diese dann nichtmal besonders spannend variiert.

  

- Fazit -  

Die vielleicht nicht ganz innovative Anfangsidee wird nicht wirklich spannend weitergeführt. Vielmehr verzettelt man sich in einer verworrenen Geschichte, die durchaus mit einfachen und kreativen Mitteln eine realistische Zukunftswelt schnappt, aber im Grunde nur bekannten narrativen Mustern folgt.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 17. November 2017
DVD Verleihstart: 17. November 2017

Publisher: Camino Filmverleih

Verpackung: DVD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 97 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Outtakes
  • Trailer, Teaser, Clips

Kritik Extras
Leider nur Outtakes vorhanden.

Wertung: 2|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

2.0/10 rating 1 vote
Manuel Föhl

Manuel Föhl

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