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Mai18

Jonathan

Jonathan

Originaltitel: Jonathan
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Piotr J. Lewandowski

Darsteller:
Jannis Niewöhner, André Hennicke, Julia Koschitz u.a.

Preis zum Test: EUR 12,99


 

Inhalt: Jonathan (Jannis Niewöhner) ist 23 Jahre alt und hat so einige Pflichten, die er erfüllen muss. Schon seit Jahren pflegt er seinen schwer kranken Vater Burghardt (André Hennicke). Zusammen mit Martha (Barbara Auer), seiner Tante, kümmert Jonathan sich um den Bauernhof. Jonathans Mutter ist schon früh verstorben. Fragen dazu weicht Burghardt jedoch stets aus. Zwischen Martha und Burghardt scheint etwas vorgefallen zu sein, das ihr Verhältnis zueinander massiv gestört hat. Noch immer reden sie nicht miteinander. Als sich Burghardts Gesundheitszustand weiter verschlechtert, kommt die Pflegerin Anka (Julia Koschitz) ins Haus. Sie soll die Familie fortan bei der Pflege des schwer kranken Mannes unterstützen. Jonathan ist sofort fasziniert von Anka und verliebt sich in sie. Doch dann taucht Ron (Thomas Sarbacher), Burghardts verschollen geglaubter Freund aus Jugendzeiten, wieder auf. Jonathan beobachtet dies mit einiger Skepsis, denn für ihn ist Ron ein Eindringling, und Stück für Stück kommen so Geheimnisse der Vergangenheit ans Tageslicht, von denen Jonathan nichts ahnte.

 


 

 



- Kritik -
      

Zum gestrigen internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie ein Film, der etwas in diese Richtung eingeordnet werden kann: JONATHAN. In dem Film verarbeitet der deutsch-polnische Piotr J. Lewandowski Erfahrungen aus seinem eigenen Leben. Bereits letztes (!) Jahr lief er im Februar auf der Berlinale und fand nun auch seinen Weg, nach einer Kinoauswertung, in den Handel auf DVD und Blu-ray von Farbfilm Home Entertainment GmbH & Co KG. Was beim ersten Lesen der Synopsis nach einem gewöhnlichen herben Sterbedrama klingt, entwickelt sich hierbei aber im Verlauf des Films in eine völlig andere Richtung. Wendungen werden als Taschenspielertricks ausgespart, doch nimmt die Tragödie der Familie im letzten Drittel trotzdem unvorhsehbare Entwicklungen. Eine Empfehlung? 

Nur bedingt. So viel sei direkt verraten. Denn, so hart es klingen mag, wirkt der Film zum Teil mehr wie ein Familienmelodram, dem zu viel Schmalz hinzugefügt wurde. Versteckt wird das ganze in einem nach außen hin unabhängigen, mutigen Produktionsgewand, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass die Geschichte, aber auch die Charaktere und die Dialoge genauso auch in einer Vorabendsoap auftauchen und funktionieren könnten. So manches Klischee hat wohl noch so jeden ausgefeilten Drehbuchentwurf überlebt und es in den fertigen Film geschafft. Die Grundthematik, dass die Homosexualität des Vaters als düsteres Familiengeheimnis stilisiert wird, kann auf der einen Seite einem eher konservativen Leben auf dem Lande angerechnet werden, aber schlichtweg auch einer mehr als ausgelutschten und sich einfach machenden Narration. 

Da mag es überraschen, dass das Drehbuch schon vor dem Dreh (!) mehrere Preise gewinnen konnte. Auf der Habenseite stehen die Darsteller, die trotz allem zu überzeugen wissen und manch einem Stolperstein der Geschichte fix ausweichen können. Auch die Bildgestaltung des Kameramanns Jeremy Rouse weiß zu überzeugen. Auch wenn man hier teilweise mit plakativen Symbolen arbeitet, so schafft man es mit satten Farben, dem Leben auf dem Lande eine beeindruckende Optik überzuziehen. Angesichts dieser technischen Kraft des Films, ist er nur umso mehr ärgerlicher, dass der Film ansonsten auf inhaltlicher Ebene solch konventionelle Wege gehen muss. Sein Drehbuch schafft es wohl bei aller Uasgertetenheit die fünf Charaktere tief miteinander zu verweben, doch fehlt ein wenig mehr als der letzte Schlif dabei. Stärken werden entwickelt durch die gegenläufigen Romanzen zwischen dem jungen Paar Jonathan und Anka, die dazukommt um bei der Pflege des Vaters zu helfen, deren Leben noch vor ihnen liegt, und dem älteren Paar Burkhard und Ron, deren Liebe zwar endlich gelebt werden kann, aber durch Burkhards Krankheit in Gefahr ist. Ein wichtiger Film um auf die Thematik aufmerksam zu machen, doch mittlerweile darf man auch bei solchen Filmen mehr als nur die Brisanz des Themas in der filmischen Form erwarten. Dies schafft der Film zuweilen mit seiner Kameraarbeit, doch auf einer narrativen Ebene bleiben viele Wünsche offen und Möglichkeiten der Verbesserung mannigfaltig.

  

- Fazit -  

Zuweilen gelungen und stark gespielt, driftet der Film aber auch immer wieder in bekannte und ausgeltuschte Muster ab und verpasst es durchgehend dramaturgisch überzeugend zu sein.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 21. April 2017
BD Verleihstart: 21. April 2017

Publisher: Farbfilm Home Entertainment

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 99 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD 5.1)
2. Deutsch (DTS-HD 5.1) (Hörfilmfassung)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:

  • Fliegen (Kurzfilm)
  • Heavy Pregnant (Kurzfilm)
  • Zusätzliche Szenen
  • Making-of

Kritik Extras
Kurzfilme des Regisseurs runden neben zusätzlichen Szenen und einem Making Of das Bonsumaterial gelungen ab.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

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