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Okt27

My Soul to Take

My Soul to Take

Originaltitel: My Soul to Take
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Wes Craven
Darsteller: Max Thieriot, Frank Grillo, Nick Lashaway, Zena Grey, Denzel Whitaker u.a.

Die düstere Legende sagt, dass ein knallharter Serienmörder in dem Städtchen Riverton geschworen hat, eines Tages von den Toten aufzuerstehen, um die sieben Kinder zu ermorden, die am Tag seines Todes geboren wurden. 16 Jahre später scheint er seine grausige Prophezeiung wahrzumachen. Nur eines der Kinder kann der Wahrheit auf die Spur kommen, aber gibt es überhaupt noch Hoffnung?!?

- Kritik -

Die Horrormeister von einst haben es heute nicht leicht. Während John Carpenter sich eine fast 10-jährige Auszeit nahm und nun mit The Ward ein kleines Comeback versucht, war Wes Craven, der nicht nur durch A Nightmare on Elm Street seine Spuren im Genre hinterließ, zwar dauerhaft vor und hinter der kamera aktiv, konnte jedoch als Regisseur nie an alte erfolge anknüpfen. Da überrascht es nicht, dass er diese mit Scream 4 wiederbeleben wollte, damit jedoch - zumindest an den Kassen - eher enttäuschte. Kurz vor den Dreharbeiten zur Rückkehr nach Woodsboro drehte er noch My Soul to take, in dem er erstmalig seit Freddy´s New Nightmare (1994) wieder in Personalunion für das Drehbuch und die Regie verantwortlich zeichnete. Und damit einen satten Flop landete, spielte der 25 Millionen Dollar teure Film doch weltweit nur magere 20 Millionen Dollar wieder ein. Konnte das heutige Publikum mit dem Stil des Slasher-Veteranen nichts anfangen, oder kann Craven nicht mehr an seine Klasse früherer Tage heran reichen? Nachdem man My Soul to take gesehen und mit früheren Werken des Altmeisters verglichen hat, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder Craven ist wirklich nicht mehr auf der Höhe der Zeit, kann dem Genre nichts mehr abgewinnen und versucht einfach nur ahnungs- und instinktlos die Bedürfnisse des heutigen Genre-Publikums zu bedienen, oder er verbuchte das Projekt unter Auftragsarbeit und schluckte auch diverse Änderungen durch das Studio. Letzteres scheint realistischer zu sein, denn es gab tatsächlich diverse Nachdrehs fast ein Jahr nach dem Abschluss der eigentlichen Dreharbeiten, Startverschiebungen und Titeländerungen. Fest steht jedoch, dass My Soul to take nicht einmal in Ansätzen an die Glanztaten der Craven-Klassiker heran reicht, ohne jedoch im internen Genre-Vergleich wirklich zu stark abzufallen.



Das größte Problem des Films liegt in der grundsätzlichen Unentschlossenheit: Was will der Film sein? Spaßiger Slasher, ernster Psychothriller, Jugenddrama, Parodie? Scheinbar orientierungslos schwanken Dramaturgie, Storyaufbau und Inszenierung in diesem weiten Feld hin und her. Optisch und handwerklich durchaus annehmbar funktioniert My Soul to take jedoch in keinem der genannten Genres wirklich. Für einen Slasher im Friday-Stil ist schlicht und ergreifend zu wenig los, für einen Psychothriller fehlen die glaubwürdigen Figuren und ein durchdachterer Aufbau, für ein Jugenddrama fehlen abermals realistische Charaktere, aber auch ein akzeptables Umfeld, dass mehr als nur ein Abriss bekannter Vorbilder bietet. Und als Parodie fehlen zündende Ideen, wobei der grundsätzlich ernste Tenor eher im Vordergrund steht und die wenigen humorvollen Einflüsse sogar störend wirken. Das ist alles 08/15, Durchschnitt, halbwegs passabel aufbereitet, aber in keinem Segment überzeugend und im Gesamtpaket alles andere als harmonisch.
Die junge Darstellerriege hinterlässt einen annehmbaren Eindruck, kann sich jedoch dem konfusen Skript nie wirklich entziehen.



Craven zeigt durchaus, dass er die Regeln des Genres beherrscht und variieren kann, verfällt jedoch immer wieder in eine gewisse Lethargie und kann daher nur in Ansätzen zeigen, was er auch mit 71 Jahren nach wie vor aus dem Ärmel schütteln kann. So wissen einige clever aufgebaute Spannungsszenen, sowie ein paar überzeugende Buh-Momente durchaus zu gefallen. Zudem wird der Craven-Fan einige Insideranspielungen an andere Filme des Regisseurs finden, z.B. an Shocker. Und genau diese positiven Aspekte sind es auch, die My Soul to take vor dem grundsätzlichen scheitern bewahren. Doch das ändert nichts an dem grundsätzlichen Umstand, dass der streifen selbst dann nur Mittelmaß und für Craven-Verhältnisse enttäuschend geriet. Und wo die 25 Millionen Dollar Budget hin geflossen sind, wird auch nicht ersichtlich.


- Fazit -

Nicht mehr als biederer Durchschnitt, nicht Fisch, nicht Fleisch. Ein konfuses Skript, eine fehlende, grundsätzliche konzeptionelle Ausrichtung und zu sehr auf die breite Masse getrimmt, die jedoch von dem Genre-Misch-Masch abgeschreckt wird. Temporär zeigt Craven, was er nach wie vor kann, doch auch das kann nicht von dem enttäuschenden Gesamteindruck ablenken. 

Bewertung: 4.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

3.7/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 01.07.2011
DVD Verkaufstart: 01.07.2011

Label: Universal

Verpackung: Keepcase
Wendecover: 

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 103 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Italienisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Alternativer Anfang 
  • Alternatives Ende
  • Unveröffentlichte und Erweiterte Szenen
  • Audiokommentar mit Regisseur Wes Craven und den Schauspielern Max Thieriot, John Magaro, Emily Meade

Review Extras
Wenig überzeugend. Die alternativen openingh- und Endsequenzen sind mit Recht auf dem Boden des Schneidetisches gelandet und der Audiokommentar mit Craven und den Darstellern bietet nur in Ansätzen wissenswertes, geriet aber zumindest halbwegs kurzweilig.

Bewertung: 4 | 10

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Tobias Hohmann

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