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Apr13

Rush - Alles für den Sieg

Rush - Alles für den Sieg

Originaltitel: Rush
Herstellungsland: Deutschland, Großbritannien, USA

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama, Action, Biografie
Freigabe: FSK 16
Regie: Ron Howard
Darsteller: Chris Hemsworth, Daniel Brühl, Olivia Wilde, Natalie Dormer, Tom Wlaschiha u.a.

Der junge britische Rennfahrer James Hunt (Chris Hemsworth) fährt für den kleinen Rennstall seines wohlhabenden Mäzens Alexander Hesketh (Christian Mckay) in untergeordneten Rennserien und träumt von einer großen Karriere in der Formel 1. Als er bei einem Rennen dem unbekannten österreichischen Fahrer Niki Lauda (Daniel Brühl) erstmals begegnet, kommt es zu einer hitzigen Auseinandersetzung, die ihre zukünftige Konkurrenz bestimmen soll. Hunt unterschätzt Lauda zuerst, der ihn überraschend überholt, kann ihn aber mit einem gewagten Manöver von der Piste schießen, was Laudas Ehrgeiz noch weiter anstachelt. Als Lauda wenig später in der Formel 1 startet, gelingt es Hunt, der seine Freizeit meist beim Feiern und mit schönen Frauen verbringt, seinen Freund Hesketh dazu zu überreden, auch das wirtschaftliche Risiko in der Formel 1 zu wagen. Doch gegen Niki Lauda, der alles dem Rennfahren unterordnet, ist der Playboy trotz seiner fahrerischen Klasse zuerst chancenlos...

- Kritik - 

Seit den 80er-Jahren hat sich Ron Howard durch Filme wie COCOON, BACKDRAFT, THE DA VINCI CODE oder APOLLO 13 einen guten Namen gemacht. Seine Filme finden in der Regel ein weltweites Publikum, sein Inszenierungsstil gilt als routiniert, sein Nase für gute Filmstoffe als – Ausnahmen bestätigen die Regel – als nahezu legendär. Seit seinem letzten Hit ILLUMINATI (2009), der annähernd 500 Millionen weltweit einspielte, wurde es um Howard ein wenig ruhiger und auch sein Ausflug ins Komödienfach mit DICKSTE FREUNDE verlief aus finanzieller Hinsicht als wenig zufriedenstellend. Auch RUSH ging mit einem US-Einspiel von 27 Millionen Dollar in den USA unter, auch wenn er weltweit durchaus gutes Geld brachte. 

Das relativ geringe US-Einspiel ist dabei durchaus bedauerlich, denn RUSH ist Howards bester Film seit Jahren, vielleicht sogar seit A BEAUTIFUL MIND (2001). Dabei passt die Rennfahrer-Geschichte auf den ersten Blick überhaupt nicht in Howards bisheriges Portfolio und hätte unter anderen Umständen ein thematisches Remake des Tony-Scott-Streifens TAGE DES DONNERS (1990) – der zwar sehr unterhaltsam, aber recht flach und eindimensional ausfiel – werden  können. Doch abgesehen von den sehr rasant und clever eingefangenen Rennszenen, die Howard bis auf wenige Ausnahmen eher in kleineren Sequenzen präsentiert, lässt er sowohl der Geschichte als auch seinen Darstellern auch genügend Zeit und Raum, um eben mehr als „nur“ einen weiteren Rennstreifen in Szene zu setzen. Die Action- und Rennszenen sind handwerklich gelungen und übersichtlich eingefangen, wobei insbesondere die gelungene Kameraführung von Anthony Dod Mantle – der seine Klasse in so unterschiedlichen Projekten wie ANTICHRIST (2009) und DREDD (2012) unter Beweis stellte – erwähnt werden muss. RUSH jedoch nur auf die wuchtigen und bisweilen spektakulären Rennszenen zu reduzieren, wird dem Film nicht gerecht. Das Drehbuch von Peter Morgan, der mit Howard bereits bei FROST/NIXON (2008) erfolgreich zusammenarbeitete, hat zwar teilweise und vor allem zu Beginn sichtbare Probleme, die sich über mehrere Jahre entwickelnde Geschichte auszubalancieren, bekommt jedoch insbesondere im letzten Drittel den Spagat zwischen Drama, Action und Charakterstudie in den Griff. 

Die Story wird jedoch abseits der Action insbesondere durch die beiden Hauptdarsteller mit Leben erfüllt. Während Chris Hemsworth bereits im Vorfeld als Idealbesetzung des lebenslustigen James Hunt galt, wurde die Besetzung von Daniel Brühl als Niki Lauda überwiegend skeptisch aufgenommen. Doch Brühl liefert eine exzellente Leistung ab und wurde nicht grundlos für den Golden Globe und den Screen Actors Guild nominiert, auch wenn er am Ende leider und etwas unverständlich leer ausging. Brühl meistert die schwierige Aufgabe, dem spröden und besessenen Lauda sympathische Züge zu verleihen, perfekt. so Der Zuschauer leidet tatsächlich mit der Figur leidet und steht eben nicht nur auf der Seite von Hemsworth, der mit seinem Charakter wesentlich leichteres Spiel hat, was seine Leistung jedoch nicht mindern soll. Der Kampf zwischen diesen so unterschiedlichen Persönlichkeiten kann auf der Leinwand nur funktionieren, wenn das Publikum mit beiden Figuren sympathisiert – und für diese Leistung muss man beiden Mimen, allen voran jedoch Brühl, großen Respekt zollen. Das ist handwerklich und schauspielerisch ganz großes Kino und sieht zudem auch wesentlich teurer aus, als es das 38 Millionen-Budget im Vorfeld vermuten ließ. 

RUSH hat nur wenige Schwachpunkte – und diese sind teilweise auch nur bedingt vermeidbar. Bei der unglaublichen Geschichte und Lebensleistung Laudas fällt der Verzicht auf Pathos schwer – und als Zuschauer erwartet man vielleicht sogar eine entsprechend emphatische Inszenierung, wenn er nur kurze Zeit nach seinem tragischen Unfall wieder ins Cockpit steigt. Das schlägt sich auch teilweise in den Dialogen und der musikalischen Untermalung von Hans Zimmer nieder, fällt aber kaum störend auf, da Howard den Pathos nie so selbstzweckhaft und ungeschickt einsetzt wie Michael Bay und Konsorten. Da sich das Drehbuch wie erwähnt auch etwas schwer tut, die über mehrere Jahre angelegte Story in Gang zu bringen, wäre eine inhaltliche Straffung – die dann auch einige konzeptionelle Änderungen nach sich gezogen hätte – der bessere Ansatz gewesen. Doch unter dem Strich mindert das den Gesamteindruck nur marginal, denn RUSH funktioniert trotzdem auf mehreren Ebenen und zählt damit nicht nur zu den besten Sportfilmen der letzten Jahre, sondern ist auch für Leute interessant, die mit der Formel 1 sonst nichts anfangen können. Ein größeres Kompliment kann man Ron Howard kaum machen.

 

- Fazit -

Hervorragend inszenierte Actionszenen werden durch die grandiosen schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Daniel Brühl, veredelt. RUSH liefert tolle Rennsequenzen, funktioniert aber auch als Drama und Charakterstudie. Dabei wird dieser Mix nie langweilig und versinkt auch nie zu stark in den befürchteten Pathos. Damit gelang Ron Howard nicht nur ein herausragender Film, sondern ganz nebenbei inszenierte er ein Aushängeschild des Genres. Ansehen!

Wertung: 8.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.5/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 28. März 2014
DVD Verkaufstart: 28. März 2014

Publisher: Universum

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 117 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte

Extras

  • Trailer vor Menüstart
    *One - Leben am Limit (02:11 mins)
    *Getaway (02:08 mins)
    *Malavita - The Family (01:58 mins)
  • Featurettes (untertitelt)
    *Drehbuchautor Peter Morgan im Schreibrausch (03:51 mins)
    *Die Suche nach James & Niki (07:27 mins)
    *Mode und Style der 70er Jahre (05:38 mins)
    *Ron Howard: Das Regiekonzept (07:06 mins)
    *Gefühl für Geschwindigkeit: Wie filmt man Formel 1? (04:57 mins)
    *James Hunt & Niki Lauda (08:49 mins)
    *Formel 1: Rennen und Autos (05:07 mins)
    *Der Formel 1 "Rock And Roll Zirkus" (04:01 mins)
    *Die Frauen der Fahrer (02:29 mins)
  • Entfallende Szenen (11:01 mins)
  • Interviews mit Cast & Crew (untertitelt)
    *Chris Hemsworth - James Hunt (03:48 mins)
    *Daniel Brühl - Niki Lauda (14:44 mins)
    *Olivia Wilde - Suzy Miller (02:12 mins)
    *Alexandra Maria Lara - Marlene Lauda (12:07 mins)
    *Niki Lauda - Formel 1 Rennfahrer (09:11 mins)
    *Ron Howard - Regie (05:31 mins)
    *Peter Morgan - Drehbuchautor (01:27 mins)
  • Originaltrailer (02:21 mins)
  • Trailershow
    *Homefront (00:47 mins)
    *Lone Survivor (02:18 mins)
    *All Is Lost (02:16 mins)
    *Sein letztes Rennen (02:00 mins)
    *One - Leben am Limit (02:11 mins)
    *Getaway (02:07 mins)
    *Malavita - The Family (01:58 mins)

Kritik Extras
Die Featurettes und Interviews sind zwar zahlreich, sind aber durch die Bank recht kurz, zu kurz. Die Informationen gehen nicht genug in die Tiefe, bieten aber immerhin einen guten Überblick. Allerdings vermisst man einen Audiokommentar, der hier ungemein interessant gewesen wäre. 

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
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