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Aug06

Safe House

Safe House

Originaltitel: Safe House
Herstellungsland: Südafrika, USA

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Daniel Espinosa
Schauspieler: Denzel Washington, Ryan Reynolds, Vera Farmiga, Brendan Gleeson, Sam Shephard u.a.

Ein ganzes Jahr hat Matt Weston (Ryan Reynolds), der für die CIA in Südafrika ein sicheres Haus leitet, tatenlos auf seine Bewährungschance gewartet. Als sie sich ihm unerwartet bietet, ist Weston geschockt. Sein erster Hausgast ist der gefährliche, abtrünnige Ex-Agent Frost (Denzel Washington), der vor Jahren US-Militärgeheimnisse an Nordkorea verkaufte, sich aber gerade den Behörden stellte. Jetzt wartet Frost als Gefangener der CIA im Safe House auf seinen Prozess, in dem er als Kronzeuge aussagen soll. Doch dazu kommt es nicht. Plötzlich wird das Safe House von einem Killerkommando attackiert und dem Erdboden gleichgemacht. Nur knapp kann Frost mit Hilfe seines Bewachers, des jungen Spezialagenten Weston,entkommen. Doch wer will Frost beseitigen? Terroristen? Oder sogar jemand aus der CIA-Chefetage? Je länger das Katz-und-Maus-Spiel dauert, desto unklarer wird, wer wem trauen kann. Bis beim furiosen Show-downdie Wahrheit schließlich ans Licht.

- Kritik - 

 Schaut man sich den Trailer zu Safe House an, könnte eine Vermutung nicht naheliegender sein: Denzel Washington hat wieder mit seinem Regieveteranen Tony Scott zugeschlagen und wird es hier wieder ordentlich krachen lassen. Konnten sich doch Filme wie Unstoppable oder Pelham 1-2-3 sehen lassen. Aber diesmal verhält es sich anders und auch einen bekannten Regisseur, der sich bereits schon in Actiongefilden austoben konnte, wird man hinter der Kamera nicht finden. Daniel Espinosa lieferte mit „Easy Money“ einen der erfolgreichsten schwedischen Filme ab, was Hollywood wohl aufhorchen ließ. Überrascht es doch, dass er gleich mit einem Hochkaräter wie Denzel Washington in seinem Debüt arbeiten darf. 

Also ein Hollywood-Schnellschuss eines Debütanten, der mit einer größeren Produktion und dem Handling etlicher Stars nicht zurecht gekommen ist? Leider verschwanden einige ausländische Regisseure nach solchen Projekten wieder in der Versenkung. Bei Espinosa kann man aber von einem Glücksfall reden. Lässt sich doch eine eigenständige Inszenierung erkennen, die sich in grobkörnigen Bildern und schummriger Ausleuchtung handwerklich sehr sauber zur rohen Stimmungslage des Films widerspiegelt. Immerhin spielte Safe House weltweit beachtliche 200 Mio $ ein. Neben Denzel Washington konnte Espinosa noch Ryan Reynolds gewinnen, der dringend wieder einen Hit benötigte. War Reynolds zwar in den letzten Jahren in vielen Produktionen zu sehen, worin er sich vielfältig auszuprobieren versuchte. Aber wirklichen Erfolg bekam er nur mit seinen eher seichten romantischen Komödien. Der finanzielle Flop mit Green Lantern sollte immer noch an ihm nagen. 

Der Plot von Safe House ist sehr schnell erzählt und Espinosa versucht auch gar nicht viel mehr aus der Geschichte herauszuholen. Hier und da gibt es einige Wendungen und überaschende Lösungen, wie sich die Protagonisten aus brenzligen Situationen heraus manövrieren, aber dem geübten Thrillerauge wird davon nichts konkret hängen bleiben oder am Ende gar für den ersehnten „Aha-Effekt“ sorgen. Die Stärken des Films bilden ihr Fundament jedoch auf 3 Eckpfeilern, die das konventionelle Drehbuch gut umschiffen: der hochkarätige Cast, die geerdete handwerklich fabelhafte Action und die atemberaubende unverbrauchte Kulisse von Kapstadt. Zu Denzel Washington muss man nicht viel sagen. Mit welcher Gelassenheit und dennoch gleichzeitiger präzisen Kälte er den ehemaligen CIA-Agenten verkörpert, bei dem man nie so recht weiß, zu welcher Seite er eigentlich gehört, ist immer wieder erstaunlich. Schauspielerisch wird er kaum gefordert, aber seine Präsenz ist unnachahmlich und hebt Safe House vom Durchschnitt ab. Ryan Reynolds müht sich redlich ab, nicht zu sehr von Washington an die Wand gespielt zu werden, aber mit 3 Gesichtsausdrücken ist das eine nicht zu meisternde Aufgabe. Dennoch schafft er es, trotz seiner nur formelhaft ausgearbeiteten Charakterisierung, das Publikum auf seine Seite zu bringen.  Die nahmhaften Nebendarsteller wie Vera Farmiga, Sam Shepard und der wie immer  großartige Brendan Gleeson wirken chronisch unterfordert, andererseits tragen sie erheblich dazu bei, dass Safe House ein sehr kurzweiliger starbesetzter Action-Thriller ist. 

Bei den Actionszenen wird man sich zurück in die 80er/90er Jahre katapultiert fühlen. Die Verfolgungsjagden wirken handgemacht, die Einschüsse sind blutig und die Kampfszenen wirken roh und bedrohlich. Trotz seiner über 50 Jahren wirkt Washington noch agil genug, so dass man ihm die Rolle des ehemaligen Eliteagenten locker abkauft. Um dem Ganzen noch ein wenig mehr Dynamik zu verleihen, wurden viele Actionszenen recht schnell geschnitten, ohne jedoch in Stakkatogewitter eines Tony Scotts oder den hyperaktiven Kampfszenen der Bourne Trilogie zu verfallen. Highlight ist eine Verfolgungsjagd über die Dächer eines heruntergekommenen Viertels von Kapstadt.  Die Kampfszenen wirken nicht elegant durchchoreografiert, sondern unterstützen nur den rauen Ton des Films. Jede unnötige Bewegung könnte die letzte gewesen. Eines kann man dem Film in keinster Weise vorwerfen: mangelndes Tempo. Werden die Winkelzüge der Handlung gegen Ende immer etwas abstruser und auch für die Auflösung hätte man sich ruhig noch etwas spannenderes einfallen lassen können, was dies der Film trotz dieser Defizite mit seiner Rasanz wieder wett macht.

 

- Fazit -

Safe House ist ein mitreißender Action-Thriller geworden. Trotz seiner etwas dünnen Story kann er dennoch mit einem sehr gut aufgelegten Denzel Washington und Ryan Reynolds überzeugen, die ein paar Logiklöcher. Wer Filme im Stile von Tony Scott mag, wird an Safe House nicht vorbeikommen.

Bewertung: 7.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 05.07.2012
DVD Verleihstart: 12.07.2012

Verleih: Universal Film
Verpackung: Keep Case (Amaray)

Wendecover: Ja 

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 110 Minuten

Uncut: Ja 

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Türkisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch 

Extras: 

  • Menü mit Soundeffekten
  • Animiertes Menü
  • Hinter der Action

Kritik: Extras
Das ist leider sehr wenig. Die Featurette wirkt professionell, aber ohne jegliche wirklich interessante Einblicke in die Produktion.

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Jan Pokorski

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