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Jan27

Stirb Langsam – Ein Guter Tag Zum Sterben

Stirb Langsam – Ein Guter Tag Zum Sterben

Originaltitel: A Good Day To Die Hard
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: John Moore
Darsteller: Bruce Willis, Jai Courtney, Sebastian Koch, Mary Elizabeth Winstead, Yuliya Snigir u.a.

John McClane ist zurück! Wieder ist er zur falschen Zeit am falschen Ort! Dieses Mal ist der knallharte Cop in Moskau, um seinen Sohn Jack, der ihm über die Jahre fremd geworden ist, und den Russen Komarov zu retten. Den beiden sitzt die Moskauer Unterwelt im Nacken und in einem Wettlauf gegen die Zeit müssen sie nicht nur einen gefährlichen Machtwechsel in Russland verhindern, sondern vor allem einen Atomwaffen-Raub stoppen, der den 3. Weltkrieg auslösen könnte! Dabei stellen McClane und sein Sohn fest, dass sie als Team unschlagbar sind…

- Kritik - 

Die Hard“ gehört neben „Lethal Weapon“ und „Rambo“ zum wohl beliebtesten Action-Franchise aller Zeiten. Am Box Office konnten die vier vorangegangenen Teile weltweit über 1 Milliarde Dollar einspielen. Für Bruce Willis bedeute der Film nicht nur  - der zu jener Zeit - eher überraschende Einstieg ins Actionfach, sondern er ist seitdem – trotz vielseitiger Rollenauswahl in unterschiedlichen Genres -  einer der großen Actionikonen Hollywoods. John McTiernan (Predator) gelang mit dem ersten Teil 1987 ein Überraschungshit. Der Erfolg an den Kassen einerseits, die durch ihm  prägende Kehrtwende des Actionfilms andererseits - welcher in den 80ern von muskulösen Ein-Mann-Armeen wie Schwarzenegger oder Stallone dominiert wurde –  verleihen dem Streifen bis heute einen besonderen Status. Ein Meilenstein!  Renny Harlin (Cliffhanger) und erneut McTiernan inszenierten mit „Die Harder“ beziehungsweise „Die Hard with a Vengeance“ qualitativ gute Fortsetzungen. 2007 erfuhr der vierte Aufguss der Reihe unter der Regie von Len Wiseman (Underworld) eine Frischzellenkur. Der bisher vorhandene Charme musste noch mehr „Over the Top“ Action weichen. Das Gesamtergebnis fiel insgesamt befriedigend aus, auch wenn „Live Free or Die Hard“  den bisher schwächsten – aber finanziell erfolgreichsten – Teil der Reihe darstellt.

Kann „A Good Day to Die Hard“ am 2007er Update zumindest anknüpfen? Regisseur John Moore hat mit Filmen wie „Der Flug des Phoenix“ oder „Max Payne“ zumindest aufflammen lassen, dass er was kann. Daher sollte man ihm für dieses „Werk“ und dessen Ergebnis sicher nicht die alleinige Schuld zuschieben. Das Problem fängt schon beim Drehbuch an, welches gefühlt nach einer durchzechten Nacht fertig war und es dem Anschein hat, dass die Qualität des „Lappens“ dem Studio und auch Willis persönlich völlig Schnuppe gewesen sein dürfte und man nur den schnellen Dollar im Sinn hatte. Nun haben sich die "Stirb Langsam" Filme natürlich nie mit einer super durchdachten und nie dagewesenen Story ausgezeichnet, aber die Geschichten hoben sich deutlich über dem Durchschnitt gängiger Actionfilme ab. Das was hier angeboten wird, grenzt an versuchter Körperverletzung im schweren Fall. Für jeden B-Movie durchaus ok, ist das, was dem Zuschauer hier zugemutet wird, einer "Die Hard" – Fortsetzung nicht würdig.

Die schwierige Beziehung zwischen McClane und seiner Tochter war wichtiger Bestandteil des vierten Teils – was auch ganz gut funktionierte. Und nun? Jetzt will er auch noch (oh wie langweilig) um die Liebe seines - sich von ihm abgewendeten - Sohnes kämpfen, während sie gemeinsam halb Moskau platt machen und dem ehemaligen Kernkraftwerk Tschernobyl die letzte Ehre erweisen. Erst von seinem Vater angewidert, rennt Sohnemann wenig später mit Papi durch die Stadt und sie erschießen gemeinsam reihenweise böse Buben. Was stellen sie sich auch der gestörten Vater-Sohn Beziehung in den Weg? Die „Therapie“ – die vielen logischen Fehler mal außen vor gelassen – wird aber zugegeben temporeich in Szene gesetzt. Ein Großteil des 90 Millionen Dollar Budgets floss in die Action. Sei es die rund 10 minütige, spektakuläre Verfolgungsjagd quer durch die Straßen der russischen Hauptstadt, bei der Gut und Böse keine Rücksicht auf zivile Verluste nehmen, die ausufernden Baller-Orgien oder das spektakuläre Finale im Kernkraftwerk - das kann sich sehen lassen, auch wenn sich Moore nicht zwischen hektischen Schnitten und epischen Zeitlupenaufnahmen entscheiden konnte. Beide Stilelemente kommen definitiv zu häufig vor.

Besonders das Ende erinnert teilweise an einen der so „beliebten“ Resident Evil-Filme von Paul W.S. Anderson. Das lässt sich alles zu einem gewissen Maße nett anschauen, verfehlt aber definitiv das Ziel und hat auch nichts mit "Stirb Langsam" zu tun. Viel Krach, viel bumm bumm und flotte Sprüche reichen dem geneigten "Die Hard"-Fan einfach nicht aus. Hier fehlt es neben einer guten Story eben auch an Charme und Herz. Vor allem Bruce Willis merkt man an, dass er in diesem Film – eigentlich seinem Baby – nicht mehr als eine Auftragsarbeit gesehen hat und dementsprechend agiert. Ja, er kann es noch, läuft, schießt, klopft Sprüche, aber das kommt oft deplatziert und gewollt rüber – insbesondere im Zusammenspiel mit seinem Sohn. Dem hierzulande bekannten deutschen Schauspieler Sebastian Koch, muss man eine sehr solide Leistung attestieren. Er hebt sich deutlich von dem ansonsten durchschnittlich agierenden Ensemble ab. Die Ostblock-Atmosphäre vermittelt einen leichten B-Film Eindruck, doch die knalligen Effekte und die vielen Explosionen können dies locker auffangen. Das reicht aber nicht, um zufrieden den Fernsehsessel zu verlassen, zumindest nicht, wenn man die Reihe über die Jahre kennen und lieben gelernt hat. Das weltweite Einspiel von über 300 Millionen Dollar  - welches aber mit einem US-Anteil von nur 67 Millionen $ recht gering ausfiel - rechtfertigt eine Fortsetzung (welche auch kommen wird), die Qualität von „A Good Day to Die Hard“ eher nicht.

 

- Fazit -

Film-Freunde, die kurzweilige, teils spektakuläre und überkandidelte Action ohne Mehrwert mögen, wird auch das fünfte McClane Abenteuer gefallen. Aus der Sicht des Fans ist das aber definitiv zu wenig. Sie sollten sich noch einmal McTiernans Klassiker reinziehen und an die guten alten Zeiten denken.

Wertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.2/10 Bewertung (9 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 28. Juni 2013
DVD Verkaufstart: 28. Juni 2013

Publisher: 20th Century Fox
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 93 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2.Englisch (Dolby Digital 5.1)
3.Italienisch (Dolby Digital 5.1)
4.Audiodeskription für Sehbehinderte (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte
- Dänisch
- Finnisch
- Italienisch
- Norwegisch
- Schwedisch

Extras:

  • Entfallende Szenen:
    -Jack kundschaftet das Gerichtsgebäude aus
    -Collins erhält die Freigabe*Auftritt von John Macclane
    -Russische Frauen im Flugzeug
    -Überfall auf das geheime Versteck
    -Waffengeschäft
    -Kampf mit Anton
  • Original Kinotrailer
    -Trailer 1
    -Trailer 2

Kritik Extras
Trailer und "Entfallene Szenen" sind immerhin kleinere Schmankerl auf der DVD. Wer aber auf massig Infomaterial zum Film nicht verzichten möchte, sollte zur Blu-ray greifen.

Wertung: 3.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.7/10 Bewertung (3 Stimmen)
Kevin Zindler

Kevin Zindler

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