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Feb13

The Cabin in the Woods

The Cabin in the Woods

Originaltitel: The Cabin in the Woods
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Horror, Thriller

Freigabe: FSK-16 
Regie: Drew Goddard

Darsteller: Richard Jenkins, Bradley Whitford, Jesse Williams, Chris Hemsworth, Fran Kranz u.a.

Fünf junge Collegekids machen sich mit einem Camper auf den Weg in eine Waldhütte. Mit dabei sind die attraktive Jules (Anni Hutchison), ihr Sportlerfreund Curt (Chris Hemsworth), dessen farbiger Kumpel Holden (Jesse Williams), der nette Kiffer Marty (Fran Kranz) und die niedliche Dana (Kristen Connolly). Aufzeichnungen aus einem Tagebuch deuten schon an, daß es vor Ort nicht eben heiter vor sich geht und was bleibt fünf Teens im Wald schon anders übrig, als einen furchtbaren und grausamen Tod in den Händen von Zombies zu finden. Aber vielleicht ist ja diesmal nicht alles genau so, wie man es in- und auswändig kennt. Vielleicht werden diesmal die Erwartungen auf den Kopf gestellt. Und was aber haben Richard (Bradley Whitford) und Steve (Richard Jenkins) eigentlich mit diesem unheilvollen Trip zu schaffen, von dem sie offenbar mehr wissen, als es normal möglich für sie wäre...

- Kritik -


Das Regiedebüt von Drew Goddard, der mit Joss Whedon bereits bei dem TV-Evergreen BUFFY zusammenarbeitete, war bereits seit 2009 abgedreht, kam allerdings erst 2012 ins Kino. Nicht die besten Vorschusslorbeeren für einen 30-Millonen-Dollar teuren Genrefilm. Doch ein weltweites Einspielergebnis  von weit über 65 Millionen Dollar und teilweise schon frenetische Kritiken widersprachen dieser kritischen Einordnung. Was darf man von THE CABIN IN THE WOODS nun erwarten?

Die späte Veröffentlichung hatte gleich mehrere Gründe. Einerseits wussten die  Studio-Verantwortlichen  einfach nicht, wie sie den Film vermarkten sollen. Als typischen Genrefilm? Als Satire? Als Komödie im Stil der unsäglichen SCARY MOVIE Filme? THE CABIN IN THE WOODS passte einfach in keine Schublade und so etwas macht Hollywoods-Marktstrategen immer Sorgen. Zwischendurch plante man – entgegen der Wünsche von Goddard und Whedon – auch eine 3D-Kovertierung, von der man dann jedoch glücklicherweise die Finger ließ. Ob der Film überhaupt den Weg auf die Leinwände gefunden hätte, wenn Darsteller Chris Hemsworth nicht durch THOR populär geworden und Joss Whedon nicht den regie-Job bei  THEAVENGERS bekommen hätte? Fraglich, aber für die Bewertung des Streifens nur am Rande interessant.

THE CABIN IN THE WOODS ist für Horror-Fans eine Offenbarung. Sämtliche Genre-Klischees werden aufgegriffen, durch den Fleischwolf gedreht und neu zusammengesetzt, allerdings ohne – und das ist der Unterschied zu einfallslosen Vertretern wie SCARY MOVIE und Co. – nur den kurzen Lacher einfahren zu wollen. Ja, der Film plagiiert und persifliert, aber er nimmt das Genre und dessen Regeln ernst, ohne sich ernst zu nehmen. Ein kurioses Kunststück, das allerdings über weite Strecken funktioniert, gerade weil es die Stereotypen nicht der Lächerlichkeit preis gibt. Klischees werden gleichzeitig erfüllt und gebrochen, was zugegeben mal besser, mal schlechter funktioniert, aber immer ungemein kreativ und frisch wirkt. Den Spaß, den die Macher am Drehbuch und bei der Umsetzung hatten überträgt sich auf den Zuschauer, der temporeich, originell und augenzwinkernd durch die Geschichte gejagt wird. Dabei ist es den Machern besonders hoch anzurechnen, dass sie von der ersten Minute an mit offenen Karten spielen und der Clou nicht – wie es der Trailer suggeriert – die Überwachung an sich ist. Die Temposchraube wird immer fester angezogen, die Einfälle immer wilder und im Finale gibt es ein ironisches und ikonisches Blutbad der ganz besonderen Sorte, in der jedes „Monster“ der Horror-Filmgeschichte seinen Platz findet. Warum die FSK, der Hinweis sei an dieser Stelle erlaubt, diesen Streifen übrigens mit einer FSK-16-Freigabe durchgewunken hat, ist unverständlich und reiht sich nahtlos in einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen der letzten zwei Jahre ein.

THE CABIN IN THE WOODS ist mehr als nur eine positive Überraschung: Kreativ, intelligent, temporeich, witzig und spannend. Trotzdem muss man ein wenig mit Whedon und Goddard hadern, da sie Möglichkeiten – womöglich auch bewusst, darauf lassen entsprechende Interviews schließen – nicht ausnutzen. Gerade durch die zweite Erzählebene, in der zwei ältere Männer – großartig: Richard Jenkins und Bradley Whitford – die Opfer wie Marionetten in einem Spiel bewegen und manipulieren, böte genügend Stoff für eine deftige Mediensatire, in der man auch den Voyeurismus der Fans spielerisch aufs Korn hätte nehmen können. Doch bis auf wenige Ausnahmen wird diese Chance leichtfertig vertan und jede Selbstreflektion vermieden – und das ist durchaus schade, weil klar erkennbar ist, dass Goddard und Whedon die Balance zwischen Genrefilm, Komödie und Satire halten könnten. Außerdem, aber das sei ihnen verziehen, wirken die beiden mit fortschreitender Laufzeit wie zwei kleine Jungs im Süßwarenladen, die sich einfach nicht entscheiden können und vor lauter Begeisterung einfach alles in die Tüte stopfen. Anders ausgedrückt: Sie sind so begeistert von ihren eigenen Ideen und Möglichkeiten, dass sie es im letzten Drittel etwas überreizen, was teilweise etwas selbstverliebt und aufgrund der Ziel- und Wahllosigkeit der Mittel unausgegoren wirkt. Zudem haben sie auch sichtlich wenig Interesse an ihren Figuren, die nur wie blasse Abziehbilder wirken – auch hier war sicherlich Luft nach oben. Und über die Logik des Streifens an sich, sollte man nicht im Ansatz nachdenken, allerdings ist das erstaunlicherweise nur am Rande von Belang. Ein amüsanter Gastauftritt am Ende und ein konsequentes Schlussbild – in dem abermals berühmte Vorbilder zitiert werden – können diese Mängel jedoch teilweise wieder auffangen. So dürfte jeder Horrorfand während des Abspanns mit einem seligen Lächeln den Film Revue passieren lassen und sich darüber wundern, wie man den Studiobossen für solch eine Produktion 30 Millionen Dollar abschwatzen konnte. Vor allem wird er aber eines wollen: Mehr davon.

 

- Fazit  -

Vor kreativer Schaffensfreude fast schon übersprudelndes, temporeiches  Horror-Highlight, das die Gesetze des Genres gekonnt aufs Korn nimmt, dabei aber gleichzeitig seine Vorbilder und Fans ernst nimmt. Im letzten Drittel läuft das Ganze bisweilen ein wenig aus dem Ruder, und etwas mehr Doppelbödigkeit wäre auch drin gewesen. Trotzdem: THE CABIN IN THE WOODS macht mächtig Laune, ist richtig unterhaltsam und dazu auch noch spannend. Trotz der ungenutzten Möglichkeiten: Unbedingt ansehen!

Wertung 7.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

8.7/10 Bewertung (19 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 03. Januar 2013
DVD Verkaufstart: 01. Februar 2013

Publisher: Universum Filnm
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Nein

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 91 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Dolby Digital 5.1)
3. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte

Extras

  • Audiokommentar mit den Drehbuchautoren Drew Godoard und Joss Whedon
  • We Are Not Who We Are:  * We Are Not Who We Are: Making the Cabin in the Woods  * An Army of Nightmares: Make Up & Animatronic Effects  * Visual Effects- The Secret Secret Stash:  * Marty's Stash  * Hi, My Name Is Joss and I'll Be Your Guide
  • Wondercon Q&A- Kinotrailer
  • Trailershow  * Dredd  * Episode 50  * 96 Hours - Taken 2  * House at the End of the Street  * Bait 3D * Haie im Supermarkt

Kritik Extras
So soll es sein: Ein toller, weil unterhaltsamer und informativer Audiokommentar, und Einblicke in die Produktion durch verschiedene Making-of-Dokumentationen. das dürfte zwar gerne noch etwas länger sein, aber für eine Single Disc ist die Masse an Extras überraschend.

Wertung: 8.5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

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