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Dez01

Headhunters

Headhunters

Originaltitel: Hodejegerne
Herstellungsland: Norwegen
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Thriller, Action, Krimi

Freigabe: FSK-16 
Regie: Morten Tyldum

Darsteller: Aksel Hennie, Synnøve Macody Lund, Nikolaj Coster-Waldau, Julie R. Ølgaard, Kyrre Haugen Sydness u.a.

Roger Brown (Aksel Hennie) ist ein erfolgreicher Headhunter, hat eine schöne Frau und einen luxuriösen Lebensstil. Nur kann er sich diesen gar nicht leisten, weshalb er Kunstwerke stiehlt, um damit die Finanzierung seiner Villa und die vielen Geschenke für seine Frau zu ermöglichen, was ihn allerdings nicht davon abhält, sie mit einer Anderen zu betrügen. Allerdings bringen die Diebstähle zu wenig ein, weshalb er auf einen großen Coup hofft, mit dem er langfristig seine Ausgaben decken kann. Als er den Geschäftsmann Clas Greve (Nikolaj Coster-Waldau) kennenlernt, scheint sich diese Gelegenheit zu ergeben, aber diesmal kommt er an den Falschen...

- Kritik -

Nach dem weltweiten Erfolg der Millenium-Trilogie, welche auf den beliebten Büchern von Stieg Larsson basiert, war es nur eine Frage der Zeit bis die Filmschaffenden sich nach vergleichbaren Stoffen aus der skandinavischen Thrillerecke umschauen würden, um einen ähnlichen Erfolg zu generieren. Der vorliegende „Headhunters“ basiert auf Jo Nesbos titelgebenden Werk und möchte den Zuschauer nun ähnlich wie die Millenium-Trilogie mit einer ganz eigenen Atmosphäre fesseln. 

Regisseur Morten Tyldum ist mit „Headhunters“ ein fantastisch unterhaltsamer Genre-Mix gelungen. Tyldum schürt ein Unterhaltungspaket, wie es der geneigte Zuschauer lange nicht mehr zu Gesicht bekam. Der Plot um einen intelligenten Kunstdieb, einen bösartigen Antagonisten, eine große Verschwörung und Liebe ist dermaßen auf den Punkt inszeniert worden, dass es eine wahre Freude ist, als Zuschauer dem Ganzen beiwohnen zu dürfen. Statt nämlich „nur“ einen Thriller zu inszenieren, sprengt Tyldum Genregrenzen und spielt munter mit Versatzstücken aus dem Drama oder gar der (schwarzen) Komödie und lässt sie alle zu einem homogenen Ganzen werden. 

Die Darsteller unterstützen das tolle Drehbuch mit ungeheurer Spielfreude, bei dem vor allem Aksel Hennie erwähnt werden muss. Er spielt die Hauptrolle unglaublich hingebungsvoll. Man würde bei seinem perfekten Method-Acting wohl auch mit der Umschreibung aufopferungsvoll nicht übertreiben. Hennie schindet sich für die Rolle, geht an körperliche Grenzen und zeigt mimisch die volle Bandbreite des menschlichen Gefühlsspektrums. Daran lässt er den Zuschauer bewusst teilhaben. Er kann durch sein intensives Spiel berühren und mitreißen. Hennie gibt dem Zuschauer alles und man dankt es ihm, indem man sich als Zuschauer völlig auf seinen Charakter, seinen Kosmos einlässt.

Wunderbar und äußerst nachhaltig ist beispielsweise eine Szene in der er seiner Frau seine wahren Gefühle gesteht. Es ist für den Zuschauer die erste Szene in welcher man förmlich fühlt den „wahren“ Protagonisten vor sich zu haben. Den Menschen hinter der Fassade, der seinen Schutzpanzer aus Lügen und bewusster Inszenierung aufbricht. Die Szene ist kurz aber intensiv. Sie ist aber vor allem authentisch. Wo andere Filme auf Pathos und Gefühlsduselei setzen, zeigt „Headhunter“ für einen kurzen Moment ein hochemotionales Liebesgeständnis, welches dem Film noch einmal zum richtigen Zeitpunkt die nötige Würze gibt und seinen ohnehin schon toll geschriebenen sowie gespielten die Chance gibt sich vollständig vor den Zuschauern zu entfalten. Ein Glanzstück!

Dann wiederum gibt es Szenen die dermaßen skurril daherkommen, dass man förmlich von den Einfällen der Macher überrannt zu werden scheint. Der Zuschauer kann gar nicht anders als kräftig zu Schmunzeln, wenn der Protagonist auf der Flucht vor einem Widersacher vor die Entscheidung gestellt wird sich erwischen und somit töten zu lassen oder einen Tauchgang in einer randvoll mit Kot gefüllten Sickergrube zu nehmen. Solche Szenen gibt es zu Hauf und sie bilden eine angenehm homogene Zäsur, da sie überraschend daherkommen, unterhaltsam sind und dem Geschehen eine angenehm eigene Note verleihen die ein bisschen Tarantino/Ritchie atmet ohne dabei die nötige Eigenständigkeit zu verlieren. 

Ein Film steht und fällt oftmals mit dem Antagonisten. Ist der Antagonist dem Protagonisten ebenbürtig, so entstehen wahre Perlen der  Filmkunst, da meist eine wunderbare Dynamik entsteht. Man stelle sich nur einmal „Heat“, „The Dark Knight“ oder „Krieg der Sterne“ ohne die faszinierenden Antagonisten vor. Man würde nicht übertreiben, wenn man annehmen würde, die Filme wären ohne sie nur halb so beeindruckend. 

Der mittlerweile durch „Game Of Thrones“ ziemlich bekannt gewordene Nikolaj Coster-Waldau übernimmt in „Headhunters“ die Rolle eben dieses wichtigen Antagonisten und füllt sie mit dem nötigen Leben. Sicherlich nicht ganz so beeindruckend wie Hennie, aber immerhin stellt er einen würdigen Gegner dar. Einen Gegenspieler vor dem man sich fürchten muss, da er scharfsinnig, kontrolliert und kühl agiert. Er ist eine immer präsente Bedrohung die den Protagonisten stetig auf Trab hält und einige Überraschungen aus dem Hut zaubert, die für reichlich Spannung sorgen. 

Aber auch die zahlreichen hochspannenden Szenen sind wunderbar inszeniert worden, da sich dem Zuschauer die Story wie ein Puzzle Stück für Stück erschließt und schließlich zu einem Ganzen zusammengeführt wird. Wo viele Filme scheitern, siegt „Headhunters“. Denn das Ende ist überraschend, befriedigend und gut durchdacht.  Nicht lieblos, nicht plump – einfach grundsolide. Fast obsolet zu erwähnen, dass der Film in visueller Hinsicht hollywoodreif ist und mit eindrucksvollen Kameraeinstellungen und toller Ausstattung aufzeigt, dass es auch in einem kleinen Land wie Norwegen möglich ist, einen Film zu machen, der weltweite Relevanz hat. 

 

- Fazit -

„Headhunters“ lässt den Zuschauer am Ende vollbefriedigt zurück. Unterhaltung auf höchstem Niveau, die mit einigen Überraschungen auftrumpfen kann. Ich könnte mir nicht vorstellen, wie ein Filmabend unterhaltsamer ausfallen könnte. Großes Kino!

Bewertung: 9.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.2/10 Bewertung (12 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 21. September 2012

Publisher: NFP / Warner
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 96 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Dolby Digital 5.1)
2. Norwegisch (Dolby Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras

  • Behind the Scenes (21:46 Min.)
  • Interview mit Aksel Hennie (4:42 Min.)
  • Kinotrailer (1:38 Min.)
  • Trailershow mit Trailern zu 9 weiteren Titeln

Kritik Extras
Das ziemlich ausführliche „Behind the Scenes“ Video ist durchweg unterhaltsam und wird durch das kurze aber aufschlussreiche Interview mit Hauptdarsteller Hennie zu einem mehr als runden Gesamtpaket.

Bewertung: 7 10

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Giuliano Bertini

Giuliano Bertini

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