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Aug08

The Last Days On Mars

The Last Days On Mars

Originaltitel: The Last Days on Mars
Herstellungsland: Großbritannien, Irland

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Science-Ficition, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Ruairi Robinson

Darsteller: Liev Schreiber, Romola Garai, Elias Koteas, Olivia Williams, Johnny Harris u.a.

Für sechs Monate war das achtköpfige Forscherteam auf dem Mars auf der Suche nach Leben, jedoch ohne Erfolg. Nun verbleiben nur noch 19 Stunden bis zur Heimreise zur Erde und die Stimmung im gesamten Team ist gedrückt. Doch unverhofft stößt der Forscher Petrovic auf fossile Abdrücke einer fremden Lebensform und bricht gemeinsam mit seinem Teamkollegen Harrington auf eine unautorisierte Expedition auf. Als Missionsleiter Brunel das  bemerkt, startet er eine Suchaktion nach seinen Kollegen — und macht dabei eine entsetzliche Entdeckung …

- Kritik -  

"Der Weltraum - unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Dies sind die Abenteuer...". So oder so ähnlich lautete das Intro, welches Generationen von Zuschauern endgültig für Science-Fiction begeistern konnte und einige davon dazu inspirierte, ihre eigenen Visionen auf die große Leindwand zu bringen. Dabei löste ganz besonders der Mars seit jeher eine unheimliche Faszination auf uns Menschen und Filmemacher aus, eine Mischung aus Entdeckertum und Hang zum Mysteriösen, zum Unbekannten. Manche widmeten sich auf beinahe esotherische Weise diesem Stoff, für andere wiederum war die filmische Expedition zum großen, roten Planeten eine grauenvolle, furchteinflößende Vorstellung.
 
 
Eines jedoch hatten alle diese cineastischen Interpretationen gemeinsam: Mit einer einzigen Ausnhame floptten sie alle an den Kinokassen und zwar gnadenlos. Ob nun Brian De Palmas 'Mission To Mars', 'Red Planet' mit dem damaligen Superstar Val Kilmer, 'Ghosts Of Mars' von Altmeister John Carpenter oder jüngst Disney's Mammut-Produktion 'John Carter', keines dieser Projekte sollte uns in Scharen ins Kino locken können. Einzig das Schwarzenegger-Vehikel 'Total Recall' von Regielegende Paul Verhoeven war ein beachtlicher, finanzieller und populärer Erfolg vergönnt. Man liest es schon, diese Art von Film hat einen schweren Stand beim Kinopublikum, doch woran liegt das? Sind die Geschichten zu schlecht erzählt, zu inspirationslos oder sind wir etwa zu phantasielos? Liegt es vielleicht an der vergleichsweise spürbaren Nähe zu diesem Planeten, weshalb uns eine Sci-Fi-Story einfach zu weit weg erscheint?
 
 
Die Wahrheit ist wohl irgendwo da draussen...Wie dem auch sei, all das konnte den bereits für den Oscar nominierten Newcomer und Regisseur Ruairi Robinson nicht davon abhalten, mit 'The Last Days On Mars' seine eigene Geschichte von einer zukünftigen Marsbesiedelung zu erzählen. Robinson wählte ebenfalls ein Schreckensszenario als Weapon Of Choice, indem er ein Team aus Wissenschaftlern kurz vor ihrem Heimflug Richtung Erde eine grauenvolle Entdeckung machen lässt, die sie einen nach dem anderen, langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt.
 
 
Dies gelingt Robinson auch ausgesprochen gut. Die konstante Bedrohung durch das Fremdartige ist spürbar und man will als Zuschauer um keinen Preis mit den Protagonisten tauschen. Ihr Überlebenskampf zehrt an den Nerven des Zuschauers und dank fähiger und namhafter Darsteller wie Liev Schreiber ('Scream 1-3', X-Men Origins: Wolverine'), Elias Koteas ('Dämon', 'Shutter Island') und Olivia Williams ('The Sixth Sense', 'Sabotage') zweifelt man keine Sekunde an deren emotionaler Achterbahnfahrt.
 
 
Trotz des für Genre-Verhältnisse minimalen Budgets hat die Special-Effects-Crew offensichtlich Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um möglichst realistische, authentische Sets- und sowohl digitale-, als auch praktische Effekte besser aussehen zu lassen, als es eigentlich mit den finanziellen Möglichkeiten zu bewerkstelligen ist. Ob nun die kargen aber weiten Marslandschaften mit ihren zerklüffteten, felsigen Erhebungen, die futuristischen, jedoch nicht zu weit hergeholten Fahrzeuge und Shuttles oder die sterilen Forschungscontainer der Crew, alles wirkt wie aus einem Guss, ist nie Over-The-Top oder zu abgespaced, was den wissenschaftlich geprägten Hintergrund der Mission keinen Moment lang als Mittel zum Zweck verkommen lässt.
 
 
Ein deutlicher Pluspunkt, welcher von Kamermann Robbie Ryan ('Philomena') akzentuiert wird. Keine allseits (un-)beliebte Wackelkamera um diverse, inszenatorische und instrumetelle Schwächen zu kaschieren. Alles an seinem Platz und Platz für alles. Weitwinkelaufnahmen, Close-Up-Shots, nichts wirkt billig, fahrig oder unübersichtlich, so wünscht man sich gehobene Sci-Fi-Kost. Mit diesem essenziellen Grundgerüst steht und fällt schließlich das Konzept des Films und somit die Prämisse der Story. Was nicht ganz so reibungslos funktioniert, ist die Einbettung der Horrorelemente in den nachvollziehbaren Handlungsverlauf. In den besten Momenten ist man durchuas in der Lage, mit Großkalibern und deutlichen Vorbildern wie z.B. 'Alien' oder 'Pitch Black' mitzuhalten, die meiste Zeit bewegt man sich jedoch irgendwo zwischen den oben genannten 'Red Planet' oder 'Ghosts Of Mars'. Statt die Schockmomente in regelmäßigen Intervallen zu präsentieren, verliert man sich zu ausgiebig und zu oft in bedeutungsschwangeren Dialogintermezzi, welche nur selten zur Charakter- oder Handlungsentwicklung beitragen.
 
 
Auf musikalischer Ebene wird Minimalismus groß geschrieben. Der deutsche Komponist Max Richter ('Shutter Island', 'Schräger als Fiktion') fungiert einmal mehr als Meister seines Fachs und lässt Stille walten, wenn es nötig ist. Andererseits konzentriert und intensiviert er die Spannungsmomente auf ein Maximum, was das Publikum mit einer erstklassigen Gänsehaut honoriert. Es bleibt ein nichts desto trotz fesselnder Unterhaltungsfilm übrig, der sich zwar nicht gänzlich von der breiten Masse der Genre-Kollegen abheben kann aber das Zeug dazu hat, als europäische Produktion gegen die große Hollywoodkonkurenz zu bestehen.
 

- Fazit -

'The Last Days On Mars' ist routinierter, exzellent gespielter Sci-Fi-Horror der besseren Sorte und hätte einen Ausflug auf die große Leinwand mehr als verdient. Wenn Regisseur Ruairi Robinson und sein Team mit diesen limitierten Mitteln einen Film so gut aussehen lassen- und auch weiß, wie man sein Publikum effektiv bei der Stange halten kann, ohne sich in ermüdende, selbstzweckhafte Effekthaschereien zu verlieren, sollte man ihm schnellst möglich die Gelegneheit bieten, sich an einem großen Budget zu versuchen. Ein spannender Horrortrip, dem man definitiv eine Chance geben sollte!

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.2/10 Bewertung (6 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 23. Juli 2014
Bluray Verkaufstart: 15. August 2014

Publisher: Universum Film

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 98 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • Interviews
  • Visual Effects
  • B-Roll 

Kritik Extras
Standardkost beschreiben die Extras am besten. Die Interviews haben eher Werbecharakter und die beiden Featurettes sind zwar eine nette dreingabe aber zu kurz, um wirklich informativ zu sein. Bild und Ton hingegen bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Trotz der digitalen Beschaffenheit des Filmmaterials vermeidet man den verhassten Seifenoperneffekt. Die Tatsache, dass sich die Geschehnisse des Films zum Großteil in der Dunkelheit abspielen ist ebenfalls keine Manko, denn dank des satten Schwarzwertes und des formidablen Kontrastes sieht man stets ganz genau, was sich gerade abspielt. Der bei Universum standardisierte 5.1 HD - Mix macht wie üblich eine sehr gute Figur und gibt sich keine Blöße. Direktional, räumlich und kräftig abgemischt fühlt man sich mit entsprechendem Heimkinosystem sehr wohl auf seiner Couch. Top!

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 rating 1 vote
Ralf Enderlein

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