!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie auf dieser Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Informationen

Verstanden

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Apr30

The Trust - Big Trouble in Sin City

The Trust - Big Trouble in Sin City

Originaltitel: The Trust
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Aley Brewer, Benjamin Brewer
Darsteller: Nicolas Cage, Elijah Wood u.a.

Preis: EUR 8,97


 

Inhalt: Jim (Nicolas Cage) und David (Elijah Wood) arbeiten gemeinsam bei der Spurensicherung der Polizei von Las Vegas (LVPD). Als Jim eines Tages durch die Akte eines Drogendealers auf eine Spur kommt, die zu viel Geld führen könnte, hekt er mit David einen Plan aus. Jim informiert sich Undercover während David alles weitere organisiert, damit sie eines Nachts die Aktion starten können.  


 

 



- Kritik -
    

Korrupte Polizisten sind nicht nur seit vielen Jahrzehnten Stammgäste auf der Kinoleinwand, sondern auch im Repertoire von Nicolas Cage, man denke an BAD LIEUTENANT (USA, 2009), bereits vorhanden. Cages Filmografie entwickelt sich dabei seit Jahren zu einer Achterbahn mit nur noch wenigen Höhepunkten. THE TRUST (USA 2016) erscheint nun wie viele seiner letzten Filme in Deutschland direkt auf Blu-ray und DVD. Zumindest in den USA bekommt der Film, der neben Cage noch auf einen illustren Cast mit Elijah Wood und in einer kleinen Rolle Jerry Lewis zurückgreifen kann, einen Kinostart auch wenn es bereits dort vorab eine exklusive Ausstrahlung auf einem amerikanischen Pay-TV-Sender gab. Kann man THE TRUST vertrauen und einen der zuletzt eher seltenen gewordenen positiven Errungenschaften aus Nicolas Cage Werk erwarten?

Mittlerweile erwartet man ja fast schon das Schlimmste, gemessen an der berühmt-berüchtigen Filmauswahl von Nicolas Cage in den letzten Jahren. THE TRUST wird sich in der Hierarchie wohl in das solide Mittelfeld einordnen. Der Film ist weder schlecht noch sehr gut, sondern wohl am besten als solides Mittelmaß zu bezeichnen. Potenzial für mehr war leider aber auch sehr offensichtlich vorhanden. Prinzipiell lässt sich wohl ein Großteil des teilweisen Vesagens des Films vor allem am Drehbuch festmachen. Es gibt den Protagonisten nämlich kaum Profil mit auf den Weg. Wie die Figuren von Cage und Wood vor der im Film dargestellten Handlung stehen wird maximal angedeutet. Auch ihre Motivationen sind eher plump bzw. unausgesprochen. Die ersten Minuten geben von beiden Charakteren nicht unbedingt den Eindruck wieder, dass sie unbedingt auf die andere Seite des Gesetztes flüchten müssten. Cages Jim scheint sogar etwas Begeisterung und Faszination für seinen bisherigen Job zu empfinden. Woods Figur scheint generell gelangweilt zu sein, doch gibt man im Laufe des Films seiner Figur keine Möglichkeiten diese Motivation irgendwie auszuspielen. So glänzt der Film neben seiner Kurzweiligkeit, leider auch durchgehend, wenn es um die Figur-Zuschauer-Beziehung geht, mit einer Art Belanglosigkeit. Was passiert, passiert, aber es fällt schwer darin als Zuschauer zu parzipizieren.

Nicolas Cage gibt hier bis auf ein paar Ausnahmen eine verhätlnismäßig, für ihn, geerdete Figur ab. Er scheint wieder sichtlich Spaß an seiner Rolle zu haben, ohne größtenteils in lachhaftes Overacting zu verfallen, doch würde man ihm und seiner Figur mehr Ecken und Kanten wünschen. Die Figuren sind einfach eines der zentralen Probleme des Films. Cage unausgewogene Leistung im letzten Drittel steht dann symptomatisch für den Film, der insgesamt dramaturgisch holprig aufgebaut wird. So erinnert der Film und Nicolas Cage Figur an manchen Stellen an TRICKS (USA 2003) von Ridley Scott, wobei die beiden Filmen in puncto Inszenierung und der Leistung der Schauspieler doch nochmal weit auseinander liegen, wenn versucht wird zwischen leichter Komik und Spannung zu balancieren. Auch Elijah Wood steckt in diesem Dilemma des Films. Man merkt ihm an, wie er sichtlich mehr von sich und dem Film fordert und erwartet, der Film aber nicht viel damit anzufangen weiß. Wood, der eigentlich seit seiner ikonischen Frodo Beutlin-Rolle in der Filmtrilogie THE LORD OF THE RINGS (NZ/USA, 2001-2003) versucht sich neu zu definieren, aber dabei nur alle paar Jahre wieder kurz mit einer auffallenden Rolle auf sich aufmerksam machen kann, will aus seiner Figur im Endeffekt mehr rausholen, als ihm auf dem Papier vorgegeben wird. Er spielt dabei nicht schlecht, doch wie vieles im Film weit unter den Möglichkeiten. Jerry Lewis sei hier noch kurz erwähnt, da seine Nennung auf dem Cover und Poster schon ein kleines überraschendes Kuriosum darstellt und bestimmt Erwartungen erweckt: Er spielt den Vater von Nicolas Cage Figur, hat aber leider nur zwei kürzere Szenen, die nur aufgrund ihm selbst - und weniger wegen seiner Fgur im Film - Eindruck hinterlassen können.

Man kann den Brüdern Benjamin und Alex Brewer nicht vorwerfen, dass sie sich über das visuelle Konzept des Films keine Gedanken gemacht haben. Was sich ihnen aber vorwerfen lässt ist, dass sie bestimmte visuelle und kameratechnische Maßnahmen im Verlauf des Films zu übermässig benutzen. Die weichen Fahrten weg oder hin zu Figuren oder Gebäuden lassen anfangs noch aufmerken, während sie im späteren Verlauf des Films ihre Motivation schuldig bleiben. Selbiges gilt auch desöfteren für diverse Top-Shots. Auf der musikalischen Ebene fällt auf wie sehr in der zweiten Filmhälfte der Film die ernstere Schiene und die Spannung unterstreichen will. Der Score ist präsenter und kann unterstützen, scheitert aber daran, dass zu diesem Zeitpunkt der Zuschauer eine solch forcierte Spannung kaum mehr wirklich ernst nehmen kann.

  

- Fazit -  

Es sind spürbare Ansätze für einen guten Film da. Nicolas Cage hat immernoch sichtlich Spaß bei seiner Arbeit, Elijah Wood ist motiviert, aber das Drehbuch gibt ihnen kaum was. Ihre Vorgeschichte und ihre Freundschaft überhaupt bleibt völlig im Dunklen. Durch fehlende Empathie zielt der Spannungsaufbau im letzten Drittel auch relativ ins Leere. Vor allen Dingen fällt es dem Fim zudem noch schwer sich eher auf einen leichtfüssigen oder doch ernsteren Ton festzulegen. Kurzweilig ist der Film dafür aber  allemal. Man ärgert sich am Ende nur, wieso man das Potenzial nicht mehr genutzt hat

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Userbewertung

4.0/10 rating 1 vote

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 29. April 2016
DVD Verleihstart: 29. April 2016

Publisher: Universum Film

Verpackung: Keep-Case
Wendecover: Nein

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 88 min.
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2.Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Interviews mit Braxton Pope, Nicolas Cage, Elija Wood und Sky Ferreira
  • Time Lapse
  • B-Roll
  • Making-Of
  • Trailershow 

Kritik Extras
Es lag uns leider nur die Presse-DVD ohne Bonusmaterial vor.

Wertung: x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Manuel Föhl

Manuel Föhl

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast. Optionales Login unten.

   

Spieltipp  

   

Neu im April  


20.04.2018


20.04.2018


20.04.2018


25.04.2018


26.04.2018


26.04.2018


26.04.2018


26.04.2018


26.04.2018


26.04.2018


26.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


27.04.2018


30.04.2018


30.04.2018

   

Statistik  

Filme: 1328
Videospiele: 51
Bücher: 39
Specials: 81
Interviews: 53
News: 1679

Besuche März: 90495
Belege können angefordert werden