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Apr20

The Young Pope - Staffel 1

The Young Pope - Staffel 1

Originaltitel: The Young Pope
Herstellungsland: Italien, Frankreich, Spanien, UK, USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: TV-Serie
Freigabe: FSK-12
Regie: Paolo Sorrentino

Darsteller:
Jude Law, Diane Keaton, Silvio Orlando u.a.

Preis zum Test: EUR 24,99


 

Inhalt: In Der junge Papst dreht sich alles um den fiktiven Papst Pius XIII., der den bürgerlichen Namen Lenny Belardo trägt und derzeit das Pontifikat in Rom inne hat. Einst wurde Pius XIII. mit Jubel empfangen, als weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle aufstieg. Mittlerweile hat sich das Image des Papstes jedoch gewaltig gewandelt. Auf der einen Seite kennt ihn die Bevölkerung als barmherzigen Menschen, der stets ein offenes Ohr für die Armen und Schwachen in der Gesellschaft hat und mit ganzer Hingabe versucht, die Leiden dieser Welt zu lindern. Auf der anderen Seite entpuppt sich Pius XIII. allerdings als erzkonservativer Religionsvertreter, der regelrecht aufklärungsfeindlich darauf bestrebt ist, wieder mit dem Rücken zum Volk zu predigen.

 


 

 



- Kritik -
       

Paolo Sorrentino hat es nun auch getan und seine erste Serie gedreht. Bei allen zehn Folgen der ersten Staffel von THE YOUNG POPE stand er hinter der Kamera. Der italienische Regisseur erhielt in den letzten Jahren viel positives Feedback für seine Filme wie LA GRANDE BELLEZZA (2013) oder YOUTH (Ewige Jugend, 2015). Bei Polyband ist nun die erste Staffel auf DVD und Blu-ray erschienen. Darin spielt Jude Law einen jungen, amerikanischen Papst! Sorrentino bricht also direkt mit gewohnten Konventionen seiner Landsmänner im Bereich des Glaubens und zeigt, dass sein Projekt mehr ist als nur eine 'Papst-Serie'. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Sky, HBO und Canal+ und weist deshalb auch einen illustren und internationalen Cast aus, bestehend neben Law unter anderem aus Diane Keaton als Nonne, Cécile de France und Ludivine Sagnier, der Italiener Silvio Orlando und der spanische Almodóvar-Star Javier Cámara. Lohnt sich ein Blick oder mehr in die erste Staffel?

Die Serie fußt dabei auf keinen Tatsachen und kreiert eine rein fiktive Figur. Was der Vatikan davon hält weiß man nicht, denn gesehen haben sie die Serie noch nicht. Auch drehen durfte man dort nicht. Verständlich, wenn man sich die Serie betrachtet, die einen Papst zeigt, der das Rauchen im Vatikan erlaubt, aber nur für sich, zum Frühstück Coke Zero trinkt, und sich selbst nicht an das Bichtgeheimnis hält. Einem seiner Mitarbeiter vertraut er sogar an, dass er gar nicht an Gott glauben würde. Dabei fungiert die Fernsehserie bei aller Stilisierung (jedes Bild ein Tableau, jedes Kostüm ein Schmuckstück) nicht nur als ein beinahe realistisches Werk, sondern auch ein Kommentar zur Lage der katholischen Kirche. Denn auf der einen Seite wurde sie auch in der Realität die letzten Jahrzehnten gegenüber bestimmten Themen immer liberalern, ist es wenig wahrscheinlich, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird.  Die katholische Kirche besitzt heute kaum noch Gewalt über die praktische Lebensführung ihrer Anhänger. Doch warum sollte man sich damit zufrieden geben. Die Serie entwirft hierzu das Gedankenexperiment was wäre, wenn bei aller Freiheit und Offenheit die Kirche diese Macht zurückfordern könnte. 

Der Ton der Serie wechselt dabei immer wieder zwischen komischen Momenten und Szenen von ernsthaften Intrigen und Machtspielchen. Das die funktioniert und nie seinen Ernst verliert, liegt vor allen an Jude Law selbst und seiner Figur. So richtig wird keinem aus ihm schlau. Seine Stimmung kann sich von einer auf die nächste Sekunde verändern und seine Mimik sagt in kleinen Nuancen immer wieder mehr oder anderes aus, als er eigentlich gerade sagt. Bei all diesen Freiheiten und Polemiken, mag sich der ein oder andere wundern, warum die Serie bisher kaum Skandale hervorgerufen hat. Zumindest hierzulande wurde nur wenig für die Serie geworben und sie lief nun bisher auch nur für den Bezahlsender Sky Atlantic. Doch warum braucht es auch immer Kritik, denn die Serie ist unterhaltsam, spannend und sieht wahnsinnig toll aus. Gerne mehr davon!

  

- Fazit -  

Ein weiterer Autorenfilmer wagt sich an die Gattung der TV-Serie und wie! Gelungenes Gedankenspiel mit einem nicht nur überragenden Hauptdarsteller, gehüllt in wunderschöne Bilder. Bei Regisseur Paolo Sorrentino aber auch mittlerweile fast schon zu erwarten.

Wertung: 7,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 31. März 2017
BD Verleihstart: 31. März 2017

Publisher: Polyband

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 543 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:

  • Making Of
  • Glaube und Zweifel
  • Lenny Belardo - Pius XIII

Kritik Extras
Making Of und Interviews runden das informative Programm ab.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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