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Jun27

PS4 Kritik: Vampyr

PS4 Kritik: Vampyr

Originaltitel: Vampyr
Entwickler: DontNod Entertainment
Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PC
Genre: Third-Person, Horror, Rollenspiel

Freigabe: FSK-16
Mehrspieler:
Nein
Spielzeit: ca. 13 Stunden (7 Kapitel)

Getestete Version: Deutsche Verkaufsversion (1.03.)
Hardware: PS4 Pro

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

 


 

Inhalt: "Vampyr" entführt die Spieler ins London des Jahres 1918 und lässt sie in die Rolle Dr. Jonathan Reids schlüpfen, der gegen seinen Willen in einen Vampir verwandelt wurde. Der begnadete Arzt und Überlebender des Ersten Weltkrieges findet sich in einer düsteren neuen Welt wieder, die von übernatürlichen Kreaturen und sinisteren Geheimgesellschaften bevölkert wird. Als neugeborener Vampir, gequält durch einen unbändigen Durst nach frischem Blut, versucht Reid, sein neues Wesen so gut es geht zu verstehen. Doch zwischen uralten Gesellschaften, mysteriösen Morden und einer bevorstehenden Vampirjagd werden seine Erfahrungen als Arzt und Wissenschaftler wie nie zuvor in Frage gestellt. Auf der Suche nach dem Grund seiner Verwandlung und dem dafür verantwortlichen Vampir, arbeitet Dr. Reid weiterhin daran, ein Heilmittel gegen die grassierende Spanische Grippe zu finden - und wird dabei mit der Natur eines Vampirs und seinem Blutdurst konfrontiert. Trage die Konsequenzen deines Handelns - nur du kannst London retten oder verdammen...

 


 

 



Kritik: "Vampyr" ist ein Third-Person-Horror-Rollenspiel des französisches Publishers Focus Home Interactive und wurde von der französischen Entwicklerschmiede Dontnod Entertainment ("Life is Strange", "Remember Me") mit der beeindruckenden Atmosphäre der Unreal 4 Engine entwickelt. "Vampyr" umfasst ein komplexes Rollenspiel-System wo vampirischen Kräfte eine neue Spielweise bieten und durch bewaffneten Nah- und Fernkampf, die Herangehensweise an den Quests massiv beeinflusst werden kann und neben siegreichen Kämpfen viele kreative Lösungen bietet. Am 05.06.2018 ist "Vampyr" für die PlayStation 4, Xbox One und PC erschien. Ob Dontnod Entertainment’s neuster Titel "Vampyr" Inhaltlich überzeugen kann und die Fangzähne spitz genug sind, steht auf einem anderen Blatt und wird in unserem Test noch ausführlich thematisiert.

Wir schreiben das Jahr 1918: Der erste Weltkrieg hat gerade erst sein Ende gefunden, die Welt liegt in Trümmern und während Europa sich die Wunden leckt, treibt in London City eine gefährliche Seuche ihr Unwesen. Die Krankheit, die wir heute als Spanische Grippe kennen, rafft tausende Menschen qualvoll dahin - unter ihnen auch den Chirurgen und Kriegsveteranen Jonathan Reid, der gerade erst aus dem Krieg vom Festland zurückgekehrt ist. Dass es nicht wirklich die Grippe war, die Dr. Reid dahingerafft hat und ihn nun, in den ersten Spielminuten, etwas lädiert und doch kerngesund aus einem Leichenberg in East London wiederauferstehen lässt, wird recht schnell offensichtlich; Jonathan ist gebissen worden. Und der Blutdurst, der ihn daraufhin überkommt, ist zerstörerisch und gefährlich - sowohl für ihn, als auch für seine nähere Umgebung. Also bleibt ihm zunächst nichts anderes übrig, als zu fliehen, und erstmal irgendwo Unterschlupf zu suchen, um seine Gedanken zu ordnen und die nächsten Schritte zu planen, die er in seinem neuen, unsterblichen Leben gehen will. Trage die Konsequenzen deines Handelns - nur du kannst London retten oder verdammen...


Bei "Vampyr" handelt es sich im Grunde um ein klassisches Horror-Rollenspiel, welches durch die Vampir-Komponente einige spannende Zusatzinhalte bekommt. So verkörpert man die Rolle eines Arztes und Vampirs und muss so zahlreiche unterschiedliche Aufgaben erledigen. Als angestellter Arzt im Pembroke Hospital kümmert man sich nämlich nicht nur um die Erforschung des Vampir-Daseins und analysiert dafür Blutproben, sondern man interagiert auch mit Patienten und den Kolleginnen und Kollegen. So stellt man div. Heilmittel für die unterschiedlichen Leiden der Patienten zusammen und führt Gespräche mit diesen. Die zahlreichen Dialoge mit den NPCs sind neben den Kämpfen das A und O. Denn häufig findet man sich auch in der Rolle des Ermittlers wieder und man muss durch Gespräche Hinweise und Details über andere Personen herausfinden und diese letztendlich damit konfrontieren. Hierfür steht einem ein klassisches Dialograd zur Verfügung, auf dem weitere Optionen erst nach erfüllen oder finden von Aufgaben bzw. Hinweisen freigeschalten werden. Das ähnelt vom Ablauf her dem kürzlich erschienenen "Detroit: Become Human", in dem man auch erst nach gründlicher Inspektion der Spielumgebung alle Handlungsoptionen hatte. Die Spielwelt selber ist leider nicht so sonderlich groß und bietet auch nicht das Open-World-Feeling eines "Assassin's Creed Origins", auch durch die komplette Handlung in den Nächten wirken die Stadtteile eher leblos. Aber dies passt auch wieder gut zum Setting in einer Stadt, die von einer Krankheit und mysteriösen Morden heimgesucht wird.

Neben der Ermittlungsarbeit und den vielen Dialogen, legt "Vampyr" aber ebenso einen großen Fokus auf die Action und den Kampf. Neben einer primären Waffe wie eine Axt, eine Keule oder ein Säbel, kann man noch auf eine sekundäre Waffe zurückgreifen, sofern man keine zweihand Waffe benutzt. Neben allerlei Schusswaffen inkl. passiven Fähigkeiten gibt es auch einen Pflock, mit dem man die Gegner schocken kann. Apropos Schocken: Gerade im Kampf ist das Schocken der Gegner das A und O um ein Kampf für sich zu entscheiden, denn wurde der Gegner erst mal mit dem Pflock oder einer anderen Schock-Waffe getroffen, nimmt nicht nur sein Lebensbalken ab, sondern auch sein Schockbalken. Liegt dieser bei Null, wird der Gegner benommen und man kann aus dem Gegner das kostbare Blut aussaugen. Dadurch läd man auch die Blutleiste auf, die wiederum für den Einsatz der Vampirkräfte benötigt wird. Die Vampirkräfte wie Klauen, ein Blutspeer oder das Kochen des feindlichen Blut sind dabei auf die Schultertasten gelegt und verfügen über ein Cooldown (Abklingzeit) bevor die Kräfte erneut eingesetzt werden können. Sind mal keine Gegner in der Nähe, kann man auch auf Ratten zurückgreifen, die unser Protagonist nur mit Widerwillen aussaugt. Wie in jedem modernen Spiel sammelt man EP's, die im Versteck - die über die ganze Karte verteilt vorliegen - dann gegen die Fähigkeiten eingetauscht werden kann. Die Auswahl der Fähigkeiten ist angenehm groß, ohne unübersichtlich zu werden und ist zwischen aktiven Angriffsfähigeiten wie Klauen, Speer oder Blutmagie, über defensive Techniken wie Schild, bis hin zu Mobilität und einer von drei ultimativen Fähigkeiten aufgeteilt. Ansonsten besitzen wir außerdem von grundauf die Fähigkeit Biss im Kampf einzusetzen und unseren Gegnern, ordentlich Blut abzuzapfen, um uns damit zu heilen oder sie als Ressource für die anderen Fähigkeiten zu verwenden. Bei manchen Fähigkeiten, wie z.B. die Autophagie, mit der wir uns im Kampf selbst heilen können, spalten sich die Skillbäume gleich in mehrere mögliche Wege auf, sodass wir uns auch hier wieder angenehm indiviualisieren können. Denn alles werden wir mit den Erfahrungspunkten, die wir im Spielverlauf erhalten, nicht skillen können, wir müssen uns also entscheiden, in welche Richtung wir uns spezialisieren möchten. Man verbessert aber nicht nur die Vampirkräfte, sondern auch die Energie-/ (Leben), Ausdauer-/ (Ausweichen und Zuschlagen) oder Blutleiste (Fähigkeiten). Außerdem steigt man dadurch im Level und man kann im Versteck Munition für die sekundäre Waffen auffüllen und an Werkbänken können wir Waffen weiter aufwerten. Dazu benötigen wir bestimmte Materialien, die wir entweder nach Zufallsprinzip in der Spielwelt oder als Loot von unseren Gegnern erhalten, beim Händler kaufen oder beim Zerlegen von Gegenständen erhalten können. Jede Stufe, die unsere Waffe aufsteigt, bringt Auswahlmöglichkeiten mit sich, bei denen wir entscheiden, wie wir uns mit einer gewissen Waffe spezialisieren möchten. Neben den Waffen upgraden können wir auch Sera mischen. Letzteres füllt die Energie-/, Ausdauer-/ und Blutleiste wieder auf. Im Kampf gegen die Skal, menschliche Wachen, Jäger oder übernatürliche Wesen hat man dadurch einen kleinen vorteil und ist für die Boss-Kämpfe bestens gewappnet.


Das klingt nun alles bisher nach einem traditionellen Action-Adventure, wie es viele Spiele heutzutage sein wollen. Doch das Prunkstück und das Alleinstellungsmerkmal von "Vampyr" ist das Ökosystem Londons und dessen Moralsystem. So gibt es in jedem Stadtteil individuelle Bewohner, die alle ihre Eigenheiten haben und unter Umständen auch in Verbindung zu anderen Einwohnern in anderen Stadtteilen stehen. Glücklicherweise bleibt die Anzahl der Menschen überschaubar und wird anhand des Bürgermenüs jederzeit gut dargestellt. Neben unterschiedlichen Nebenmissionen, die euch Erfahrungspunkte (EP) bringen, sind sie aber auch zu einem anderen Zweck gut. Denn es sind nicht nur gute Bewohner unter den Nachtschwärmern, auf die man in London treffen wird und so kann man besonders unliebsame Bewohner mit den Vampirkräften verzaubern und in einem dunklen Eck bis auf den letzten Tropfen Blut aussaugen. Dadurch erhält man zwar EPs, doch man beeinflusst damit auch das Wohlergehen des Stadtteils. Denn auch wenn der getötete Bewohner vielleicht Abschaum war, so hat er doch eventuell etwas Gutes für die Menschen dort gemacht. Also geht es dem Viertel plötzlich schlechter, was sich in größeren Feindesaufkommen oder höheren Preisen bei den Händlern äußert. Ist man hingegen aber ein Gutmensch, so kann man die Stadtteile merklich aufbessern und freundlich einem gegenüber machen. Das Moralsystem ist hier also nicht pures Marketing-Mittel wie bei so manch anderem Spiel, sondern hat wirklich Auswirkungen auf das Spielerlebnis. Man kann aber auch nur die Bewohner hypnotisieren und aussaugen, wenn diese eine niedrigere Bannstufe haben als unser Protagonist. Bannstufen erhält man im voranschreitenden Spielverlauf. Wenn man sich aber dazu entscheidet, dass der Protagonist ein ehrenhafter Gentleman bleiben soll, der eher das Blut von Ratten trinkt, als von anderen unschuldigen Bewohner, dann wird das Spiel von vorneherein etwas schwerer. EP's erhält man Mühsam über das Erledigen von Quests und das Offenlegen von Hinweisen zu den Personen sowie durch das bestreiten von Kämpfen in den Straßen Londons. Das Fortschreiten des eigentlich Levels und der verbesserung der Fähigkeiten geht im Gegensatz zur Alpha-Vampir-Variante relativ langsamer.


Neben den Kämpfen, dem Ermitteln und der Pflege der Stadtviertel findet man überall in der Spielwelt unterschiedliche Rohstoffe und Items für das Craften und Verbessern der Waffen. Auch Geld liegt überall herum und will aufgesammelt, um anschließend beim Händler ausgegeben werden. Solltet man einmal nicht weiterkommen, hilft einem der Vampirsinn, den man durch das Drücken des L3-Knopfes aktiviert. So sieht man nicht nur Blutspuren, die man ab und an verfolgen müsst, sondern auch die Statuswerte der NPCs. Sind es Feinde erläutert einem der Vampirsinn ebenso deren Fähigkeiten und Schwächen. Der Vampirsinn ist recht hilfreich und in seiner Unterstützung gut dosiert. So wird dadurch nicht zu viel aufgedeckt und man muss noch etwas selber über die weiteren Schritte nachdenken. Das recht umfangreiche Menü gibt einem zu jederzeit auch Auskunft über den Zustand der Stadtteile, des Befinden und der Ausrüstung. Weiterhin steht einem hier eine Karte zur Verfügung, die zwar recht genau die Spielwelt abbildet, aber in der Bedienung sehr eingeschränkt wirkt.

Das klingt bisher ja alles recht gut und bisher könnte man "Vampyr" eine absolute Top-Wertung aufstellen. Doch leider gibt es da ein recht großes Problem namens Technik. Natürlich muss man berücksichtigen, dass Entwickler Dontnod keine zig Millionen zur Verfügung hat wie andere Entwicklerschmieden, doch anscheinend hat man sich hier etwas übernommen. Vom Grafikstil her kann man i.d.r. nicht meckern, denn die Figuren haben alle ihre charakteristischen Züge und wirken nur selten wie aus einem Editor und auch die Umgebung ist an Atmosphäre und liebevollen Details nicht zu unterschätzen. Gerade das Setting wurde genial von der Entwicklerschmiede umgesetzt und verdient größtes Lob. In Zusammenspiel mit der gespenstischen Musik präsentiert man hier ein wahres Brett an Atmosphäre. Doch auch wenn die Grafik nicht vom Allerfeinsten ist, kommt die PS4 Pro oft kaum hinterher. Vor allem in manchen Stadtteilen wie Whitechapel leidet das Spiel unter ständigen Rucklern und manchmal sogar plötzlichen Ladebildschirmen. Und diese sieht man eh viel zu oft, denn hin und wieder muss das Spiel zwischen dem Betreten von Gebäuden und Außenbereichen laden und das ziemlich lange. Auch nach einem Tod, was bei dem anspruchsvollen Kampfsystem des Öfteren mal passiert, sind die Ladezeiten viel zu lang. Und warum alle Boss-Fights nach einem Kapitel so übersteuert und unfair ausfallen, kann man auch nicht nachvollziehen. Es gibt Bosse, die können über einen One-Hit-Kill einem direkt unter der Erde befördern. Das wirkt sehr frustierend, da mit jedem Neustart des Kampfes das Sera oder die Munition nicht aufgefüllt werden. Man wird genötigt, den Kampf zu unterbrechen und nach Rohstoffen/Items zu Suchen, um das wertvolle Sera wieder herstellen zu können, die im Kampf auch bitter benötigt werden. Da hätte man durchaus nach Neustart des Kampfes die Items auch wieder auf den Stand bringen müssen, so wie die vor dem Kampf vorhanden waren. So wird jeder Kampf mit weiteres Craften oder Schilling verdienen in die Länge gezogen. Anmerkung: Schrottmunition wird im Versteck nicht automatisch nachgefüllt, diese muss man beim Händler kaufen.

Wie schon im letzten Absatz beschrieben, hätte "Vampyr" eigentlich eine gute Wertung verdient. Denn erzählerisch und atmosphärisch fährt Dontnod Entertainment hier alles auf, was die Franzosen bieten können. Aber das hat man auch schon bei "Life is Strange" gemerkt. Nur leider hat man sich zu viel für solch ein Spiel vorgenommen und dabei die Technik außer Acht gelassen. In einigen Momenten versauen einem die Ruckler, hakeligen Abläufe oder der Ladebildschirm einfach den Spaß. Auch bei den häufig anspruchsvollen Kämpfen mit großen Gegnertruppen machen einem die sture Kamera oder das überbelegte Kampfsystem einen Strich durch die Rechnung. Es vergehen locker zwei Stunden bis man einmal das Kampfsystem einigermaßen beherrscht und nicht an eigentlich harmlosen Gegnern scheitert. Das mag in manchen Spielen motivierend sein, in diesem stört es einfach nur, weil es nicht zum Rest des Spiels passt. Wie schon z.B. bei "Assassin's Creed Origins" setzt "Vampyr" bei seiner offenen Spielwelt außerdem auf das Freischalten der jeweiligen Bereiche und so kann man sich nicht von Beginn an frei in London bewegen. Das wirkt leider etwas antiquiert und nicht ganz zeitgemäß. So bleibt "Vampyr" ein zweischneidiges Schwert oder in diesem Fall ein Holzpflock mit Spitzen an beiden Enden. Denn eigentlich erzählt es eine tolle Geschichte in einer grandiosen Atmosphäre, aber eben mit technischen Unzulänglichkeiten. Mit diesen muss man klarkommen, wenn man das Spiel nicht entnervt nach wenigen Stunden aus dem Laufwerk nehmen will.

Fazit: "Vampyr" ist in seinen besten Momenten ein stimmungsvolles Abenteuer. In seinen schlechtesten Momenten ist es wie ein Holzpflock mitten ins Herz eines Rollenspielers. Dieses Auf und Ab deutet sich schon im Einstieg an, zieht sich durch das komplette Abenteuer und lässt einen erahnen, was alles möglich gewesen wäre. Die Dialoge, die Konsequenzen und die Kämpfe bilden das Zugpferd in "Vampyr". Über die Gespräche entschlüsselt man die die Bürger wie ein kleines Rätsel, indem man biographische Hinweise sammelt und menschliche Abgründe offenbart. Die eigenen Entscheidungen über diese Schicksale wirken sich auf ganze Stadtviertel sowie das Ende aus. Hinzu kommt eine Spielweise, die man angenehm frei zwischen brutal und verständnisvoll auslegen kann. Wer viele Leute aussaugt, hat es im Spiel leichter, verliert aber Quests oder riskiert die Stabilität. Die künstlichen Beschränkungen in der Erkundung nerven ebenso wie die immer gleichen Laufwege im letzten Drittel oder das ständige Crafting für Medizin und Waffen. Aber all das hätte eine gute Wertung noch nicht gefährdet. Dafür sorgen die Unnötige Ruckler oder Ladebildschirm einfach den Spaß. Ebenso die übersteuerten Boss-Kämpfe, die den Spieler regelrecht verzweifeln lassen. Hingengen würde die Verbreitung der Seuche gut simuliert, die dichte Atmosphäre und die Konsequenzen des eigenen Handelns über 10 Stunden bis hin zum beeinflussbaren Ende könnten allesamt Punkten. Auch wenn "Vampyr" mit einigen Fehler und Problemen zu Kämpfen hat, wird in der Videospielbranche mit diesem Spiel eine wichtige Lücke geschlossen. Fans von Vampir-Spielen können endlich wieder zubeißen!

Bewertung: 7|10

Grafik:
 (7/10)

Sound:
 (7/10)

Einzelspieler:
 (8/10)

Steuerung:
 (7/10)

Mehrspieler:
 (x/10)

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

 


Verkaufstart: 05. Juni 2018

Publisher: Focus Home Interactive
Entwickler:
Quantic Dream
Homepage: www.vampyr-game.com

Verpackung: Keep Case
Anzahl Disk: 1
Wendecover: Nein

Bild: PAL HD 720p,1080i,1080p
Spiel-Engine: Unreal Engine 4

Ton:
1. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Russisch
- Englisch
- Italienisch
- Portugiesisch (Brasilien)
- Französisch
- Polnisch
- Spanisch

Spielzeit: 13 Stunden (7 Kapitel)
Mehrspieler: Nein
Internet notwenig: Nein
Installation/Größe:
Ja / 14210 MByte
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Kein Schwierigkeitsgrad vorhanden
Trophäen/Anzahl:
 Ja / 29
Schwierigkeitsgrad für die Trophäen: Sehr Leicht
Wiederspielwert: Mittel
In-Game-Käufe: Nein
Besonderheit: PS4 Pro Enhanced, Remote Play

Pro
Ausbreitung der Seuche wird gut simuliert
Indizien und Beweise geben neue Dialogoptionen
Eigenes Handeln wirkt sich auf Stadtviertel aus
Spielstil beeinflusst Schwierigkeitsgrad
E
inige gut inszenierte Bosskämpfe
Charakterentwicklung mit vielen Fähigkeiten
Überraschender Twist, spannende Story
Verschiedene Spielenden

Contra
Bosskämpfe wirken zu übersteuert/unausbalanciert
Lange Ladezeiten
Wirkürlicher Ladebildschirm im Spielablauf
Keine deutsche Sprachausgabe
Ständige Rückler während des Spielablaufs
Schwierigkeitsgrad nicht anpassbar

Zu viele und zu lange Dialoge
Wenig Erkundungsfreiheit
 Keinerlei Reaktion auf Diebstahl

Kritik Extras, DLCs, Spielzeit, Tops/Flops, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Neben der Hauptkampagne (7 Kapitel) umfasst "Vampyr" als Standalone Edition keine nennenswerten Zusatzinhalt, die den Inhalt erweitern. "Vampyr" verfügt über automatische Speicherpunkte, die im Spielverlauf erfolgen. Manuelles Speichern ist nur im Versteck möglich. Die automatischen Speicherpunkt liegen i.d.r sehr human, scheitert man z.B. im Kampf, so startet man vom letzten automatischen Speicherpunkt. Die Hauptkampagne von "Vampyr" lässt sich vom Schwierigkeitsgraden nicht einstellen. Der Schwierigkeitsgrad passt sich der Spielweise an. Saugt man die Bürger Londons regelrecht leer, bekommt man dafür EPs, die man wiederum für die verbesserung der Fähigkeiten nutzen kann und im Level aufsteigt. So höher das eigene Level, so einfacher wird letztendlich das Spiel. Die Trophäen sind gut ausbalanciert und sehr leicht, teilweise automatisch - je nachdem wie man sich entscheidet - zu erhalten. Die Spielzeit für die Hauptkampagne liegt im guten Mittelfeld. Wir haben für den ersten Durchgang 13 Stunden gebraucht. Nachdem der erste Durchgang gemeistert wurden, lässt sich das Spiel nicht mehr weiter Spielen. In unserem ausführlichen Testen haben wir die Hauptstory zwei mal absolviert und dadurch verschiedene Enden und Abläufe kennengelernt, die in unsere Test oben auch beschrieben und berücksichtigt wurden. Da man die Stadtviertel einmal als guter Arzt und als böser Vampir spielen lässt, lässt sich der Spielspaß von "Vampyr" auch nach dem ersten Durchgang weiter genießen und bietet einem andere Konsequenzen und Enden.

Bewertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote

Autor

Pascal Müller

Pascal Müller

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