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Blood: The Last Vampire

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Blood: The Last Vampire
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Blood: The Last Vampire

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Originaltitel: Blood: The Last Vampire
Herstellungsland: Hong Kong, Japan, Frankreich
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Action, Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: Chris Nahon
Darsteller: Koyuki, Gianna Jun, Allison Miller ...

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Prüfungsmedium: Kauf-DVD

Inhalt:

Saya (Gianna Jun) ist Vampirjägerin und auf der Suche nach dem ältesten und abscheulichsten Dämon Onigen (Koyuki). Als sich auf einer amerikanischen Airbase in Japan brutale Morde häufen, wird Saya als Schuldmädchen getarnt dort eingeschleust. Dort macht sie Bekanntschaft mit Alice (Allison Miller), der Tochter des Generals. Gemeinsam mit dieser kämpft sie sich durch die Horden von Vampiren, welche Onigen ihr entgegenwirft.

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Kritik:
Spätestens seitdem Stephenie Meyer mit ihren Romanen um die Liebesbeziehung zwischen dem Vampir Edward und dem jungen Mädchen Bella, für ordentliches Aufsehen gesorgt hat, sind Vampire wieder in aller Munde. Im Buchhandel werden dezidiert Regale für Vampir-Romane freigegeben und in der Bahn sieht man immer wieder Leute, die sich den neuesten Meyer-Roman zu Gemüte führen. Der Filmmarkt wurde von dieser „Schwemme“ vielleicht noch nicht eingeholt, aber Edward und Co. haben ein Subgenre eingeläutet, welches für einige Vampir-Fans eher schwerlich zu verdauen ist. Da freut sich der Fan der alten Schule über die Nachricht, dass mit Blood: The Last Vampire wieder der klassische Blutsauger zu sehen ist. Ein blutrünstiger und menschenverachtender Geselle, der seine Opfer aussagt, weil ihn der Hunger dazu treibt und der die Menschheit lediglich als Zuchtvieh betrachtet. Denn ohne Stephenie Meyer und den Twilight-Fans zu nahe treten zu wollen, Dracula alias Vald Ţepeş  trug auch den Beinamen „Der Pfähler“ und diesen Namen erlangte er nicht, weil er besonders gut ausgestattet war. Unglücklicherweise ist Blood: The Last Vampire ein eher trüber Lichtblick, auch und gerade für Leute, die ein düsteres Spektakel herbeisehnen.

Die vorliegende Realverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Anime, welches 2000 veröffentlicht wurde. In dem 40-minütigen Anime wurde der Zuschaue ohne viel Federlesens ins Geschehen geworfen und bekam auch keine große Auflösung präsentiert. Da der Realfilm in etwa doppelt so lang ist, ist es klar, dass man hier die Story noch ein wenig erweitert und mit Alice noch eine zusätzliche Figur eingebaut hat, welche den Plot voran bringt. Der Beginn des Films ist fast 1:1 dem Anime nachempfunden und macht recht deutlich, dass an Blut nicht gegeizt wird. Hier werden auch die Aushilfs-Men-in-Black ins Spiel gebracht, welche mit Saya zusammenarbeiten und es irgendwie bewerkstelligen, dass die Menschen nichts über die Existenz von Vampiren erfahren. Der Auftakt ist durchaus ansprechend, doch drängt sich einem bereits hier der Verdacht auf, dass man es eher mit bescheidenen Darstellern zu tun hat. Der Verdacht wird auch mit zunehmender Laufzeit nicht widerlegt, sondern erhärtet sich. Die junge Gianna Jun gibt ihr bestes, die kaltblütige Vampirjägerin zu mimen, bleibt aber ziemlich blass. Die meisten Nebenfiguren sind bestenfalls als kurzweilig und im schlimmsten Fall als lächerlich. Niemand aus dem Cast sticht wirklich hervor und so wirken alle Darsteller austauschbar und gesichtslos. 

Wie bereits gesagt, geizt man bei Blood nicht gerade mit der titelgebenden Flüssigkeit. Dabei kommen jedoch ausschließlich digitale Effekte zum Einsatz, die extrem billig aussehen. Saya schnetzelt sich wie nichts durch die Gegenerhorden, verstümmelt Vampire und spaltet Schädel und das digitale Nass ist allgegenwärtig und jederzeit als digital zu entlarven. Möglicherweise mag das ein stilistisches Mittel gewesen sein, aber in Anbetracht der anderen digitalen Effekte kann man davon ausgehen, dass es eher am mangelnden Können der beteiligten Personen oder an Budgetproblemen gelegen hat. Sobald die Vampire ihre menschliche Form abstreifen und dem Zuschauer ihre geflügeltes Ich präsentieren, wird man an alte Stop-Motion-Filme erinnert. Nicht nur das Design, sondern auch die Animationen lassen arg zu wünschen übrig und sind nicht mehr zeitgemäß.

Hierdurch und auch durch die seltsame, weil farbenfrohe, Beleuchtung, bleibt einiges an Atmosphäre auf der Strecke. Nur selten wirkt es, als würden die Figuren in einer bedrohlichen oder gefährlichen Situation feststecken. Ein ums andere Mal, hat man das Gefühl, dass sich Regisseur und Drehbuchautor von diversen Filmen haben inspirieren lassen, ohne einen eigenen Stil zu verfolgen. Der krampfhafte Versuch, einen hochstilisierten Actionfilm zu produzieren, entpuppt sich leider als Rohrkrepierer. Manche Szenen hat man in fast identischer Form beispielsweise in 300 oder Underworld: Evolution gesehen, jedoch in deutlich besserer Qualität. Die Geschichte um Saya und ihre persönliche Vendetta gegen Onigen bietet nicht sonderlich viel Tiefgang und die Storyline um Alice und die Amerikanische Airbase will nicht so recht passen. Glücklicherweise hält man sich in der Regel nicht sonderlich lange mit der Geschichte auf, sondern lässt Taten sprechen. Um die Action jedoch wirklich genießen zu können, muss man sich mit deplatzierten Zeitlupenaufnahmen und viel zu unübersichtlich geschnittenen Kämpfen zufrieden geben. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.

Die besten Momente liefert der alte Kato (Yasuaki Kurata) ab. Kato fungiert als Sayas Mentor, nachdem ihr Vater, der Samurai Kiyomasa vom Dämon Onigen (die Darstellerin Koyuki kennt man ehesten aus The Last Samurai) getötet wurde. Katos stapft in bester Shinobi-Manier durch die Wälder, bekämpft seine Feinde und zeigt, wie man mit einem Schwert umzugehen hat. Hier macht der Film wirklich Laune und die Kampfchoreographie kommt richtig zur Geltung, da der Schlagabtausch interessanterweise nicht unter Unübersichtlichkeit leidet, leider fällt der Part extrem kurz aus.

Fazit:
Blood: The Last Vampire ist ein uninspirierter Aufguss des Animes, welcher mit einer faden Story und langweiligen Charakteren aufwartet. Es bleibt beim Versuch, einen stilvollen und atmosphärischen Film auf die Beine zu stellen. Zu seinen besten Zeiten, lässt Blood erkennen, was aus dem Film hätte werden können, wenn die richtigen Leute an Drehbuch und hinter der Kamera gesessen hätten, so bleibt leider nur zu sagen: Stil kann man nicht erzwingen.

Wertung:  4,5 | 10

   Kato_und_Saya___Blood___The_Last_Vampire.jpg Saya_auf_der_Jagd_nach_Vampire___Blood___The_Last_Vampire.jpg

   Saya_die_D__monenj__gerin___Blood___The_Last_Vampire.jpg Saya_trifft_auf_Onigen___Blood___The_Last_Vampire.jpg
          

  



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