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Originaltitel: Tell-Tale
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Mystery/Thriller
Freigabe: FSK-18
Regie: Michael Cuesta
Darsteller: Josh Lucas, Lena Headey
Review: S. Lensa
Prüfungsmedium: Presse-DVD
mit freundlicher Unterstützung von Ascot-Elite
Inhalt:
Nach einer Herztransplantation erholt sich der junge Vater Terry prächtig. Wenn da nicht diese furchtbaren Halluzinationen wären, die ihn seit kurzem befallen. Die Ärztin seiner sterbenskranken Tochter steht ihm bei, als sich seine Mordvisionen als überaus wirklich herausstellen. Terry findet heraus, dass sein Spender samt Familie brutal ermordet wurde. Ihm und Detective Van Doren kommt der Verdacht, dass sein Organ auf Rache an den Mördern aus ist. Und danach aufhören wird zu schlagen.
Kritik:
"Das schwarze Herz" basiert auf der Kurzgeschichte "Das verräterische Herz" (The Tell-Tale Heart) aus dem Jahr 1843 von Edgar Ellen Poe. Ein schweres Erbe, das sich Regisseur Michael Cuesta auferbürgt hat. Dabei war eine Umsetzung des Stoffes wohl noch das kleinste Problem. Ein Blick in die imdb verrät, dass sich ganze 14 Produzenten am Film vergriffen haben. Kann da überhaupt etwas gutes herauskommen?
Nun, aus Poes Vorlage hat man nur einige Elemente übernommen und versucht, daraus einen spannenden Thriller um Organhandel zu stricken. Die Thematik ist dabei sogar recht interessant und wirkt noch frisch. Das titelgebende "schwarze" Herz spielt dabei eine zentrale Rolle, wird jedoch zu unnatürlich/übernatürlich dargestellt. Steht das schlagende Herz in der Vorlage doch eher für die Schuld und den Wahnsinn, wirkt es sich hier wirklich physisch aus und versucht, Rache zu üben. Dass der neue Besitzer Probleme mit dieser Situation hat, ist nur einer von mehreren Konflikten, die im Film bewältigt werden müssen. Spätestens wenn sich zum Ende hin jedoch eine kleine Verschwörung anbahnt, verliert sich der Film in der Orientierungslosigkeit. Das ist bei einem Blick auf den Rest des Films wirklich als schade zu bezeichnen.
Hauptdarsteller Josh Lucas (Poseidon) spielt überzeugend, die hübsche Lena Headey (300) kann da zwar nicht ganz mithalten, bekommt aber auch nicht genügend Vorlagen, um sich zu beweisen. Michael Cuesta holt dennoch einiges aus dem Film raus. Die Optik gefällt, wirkt angenehm und es gibt einige recht experimentelle Momente in Verbindung mit dem reagierenden Herzen, die sich jedoch nie in sinnlosen Spielereien verlieren. Einzig einige mehr oder minder blutige Szenen wirken aufgesetzt und unnötig, die den Film keineswegs besser machen. Eine FSK-16-Einstufung wäre hier vollkommen ausreichend gewesen, da das schwarze Herz viel mehr ein Thriller als ein Horrorfilm ist.
Fazit
"Das schwarze Herz" ist ein durchschnittlicher Thriller für zwischendurch. Nett gemacht, ordentlich besetzt, aber leider auch nicht wirklich mehr. Für einen gemütichen DVD-Abend durchaus empfehlenswert.
Wertung: 5,5 | 10
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