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Kambakkht Ishq

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Kambakkht Ishq
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Kambakkht Ishq

Originaltitel: Kambakkht Ishq
Herstellungsland: Indien
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Komödie
Freigabe: FSK-16
Regie: Sabir Khan
Darsteller: Akshay Kumar, Kareena Kapoor, Sylvester Stallone
Review: T.Hohmann
Prüfungsmedium: Kauf-DVD 
mit freundlicher Unterstützung von HMH

Inhalt: 
Der Stuntman Viraj Shergill kann nicht glauben, dass sein Bruder soeben den Bund fürs Leben geschlossen hat. Für den smarten Allrounder hat Lucky mit dieser Heirat alles verraten, woran die Brüder bisher glaubten. Wen interessiert schon die Liebe? Frauen sind in Virajs Augen das Übel dieser Welt – wenn sie einen Mann erst einmal um den Finger gewickelt haben, ist es aus mit der Freiheit und dem schönen Leben. Das Schicksal gibt ihm Recht – wie eine Furie stürmt die beste Freundin der Braut in die Kirche. Simrita Rai nimmt kein Blatt vor den Mund. Männer sind in ihren Augen gewissenlose Monster, die alle nur das „Eine“ wollen. Erst ein Kuss von Viraj bringt sie zum Schweigen. Schon auf der Hochzeitsfeier von Lucky und Kamini nimmt das Schicksal seinen Lauf. Die Männer prügeln sich und Simrita sieht sich im Recht. Sie gibt der Braut den Rat, Luckys Liebe zu testen. Drei Monate soll sie ihn bei der Stange halten. Rührt er sie in der Zeit nicht an, ist er es wert geliebt zu werden. Damit beginnt der Ärger. Viraj versucht alles, seinem Bruder zu helfen, was meist sehr frustrierend endet. Schließlich landen die Brautleute sogar vor dem Scheidungsrichter, der Lucky und Kamini drei Monate Zeit gibt sich zu versöhnen, da die Ehe sonst geschieden wird. Viraj macht sich schreckliche Vorwürfe und bei einem unkonzentrierten Stunt wird er schwer verletzt und ausgerechnet in das Krankenhaus gebracht, in dem Simrita arbeitet. Als sie ihn operiert, verliert sie ihre Uhr in seiner Wunde. Als Simrita das Dilemma feststellt, beschließt sie, dass Viraj auf gar keinen Fall dahinter kommen darf. Das Verwirrspiel geht in die nächste Runde...

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Kritik:
Bollywood, wie Indiens Filmindustrie gerne genannt wird, erfreut sich auch in unseren Breiten immer größerer Beliebtheit, so dass das Angebot immer flächendeckender wirkt. Noch ist es vielleicht in Deutschland eher eine kleine Nische, die bedient wird, doch weg zu denken sind die Filme aus Indien längst nicht mehr. Wie stark die Expansion Bollywoods ist, sieht man nicht zuletzt daran, dass Stars wie Sylvester Stallone und Denise Richards kleinere Rollen im vorliegenden „Kambakkht Ishq“ übernahmen, der innerhalb der Branche als richtungsweisend angesehen wird – ist der Film doch ein klares Indiz dafür, dass Hollywood den vermeintlichen Ableger Bollywood längst ernst genommen hat.

Wer sich zum ersten Mal mit einem indischen Film beschäftigt, muss sich von den Sehgewohnheiten des westlich europäischen Kinos schnell verabschieden. Die lose Mischung aus Liebesgeschichte, Komödie, Actionfilm und Gesangseinlagen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Gerade der komödiantische Aspekt ist sehr ungewohnt, teilweise übertrieben albern und unverständlich für den Otto-Normal-Zuschauer. Aber das kennt man ja auch von asiatischen Filmen der Marke Jackie Chan und Co. So wechseln sich durchaus amüsante Momente mit Szenen ab, denen man eher fassungslos bis genervt folgt.
Die Geschichte ist unzusammenhängend und verfällt in einzelne Episoden, ist zudem so lasch, dass man lieber nicht zuviel drüber nachdenkt. Die übertriebene Hektik ist auch nicht gerade dienlich, um sich in diesem übersprudelnden Genre-Cocktail zurecht zu finden.
 
Doch, und das ist eine kleine Überraschung, wenn man sich von dem ungewohnten Erzählstil nicht abschrecken lässt, gewinnt „Kambakkht Ishq“ im Laufe des Films durchaus an Unterhaltungswert. Insbesondere zwei Dinge fallen da positiv auf: Einerseits kann die Hochglanz-Optik überzeugen, die sich bewusst oder unbewusst auf Hollywood Niveau bewegt. Da wirkt nichts billig, im Gegenteil: Das sieht richtig gut aus. Das gilt auch für einen Großteil der Actionszenen, die sich sicherlich beabsichtigt an einigen Stallone Filmen orientieren. Andererseits wirken gerade die Seitenhiebe auf den „american way of life“ teilweise sehr amüsant.
 Stallone und Richards spielen sich selbst und gehen – insbesondere Stallone – sehr selbstironisch mit ihrem eigenen Image um, was für einige Schmunzler sorgt. Allerdings haben sie wirklich nur sehr kleine Parts, fast schon Cameos. Man sollte also nicht zuviel von ihren Auftritten erwarten.
 
Fazit:
Ungewohnt, nicht jedermanns Sache, aber durchaus mit Unterhaltungswert, wenn man sich auf den Stilmix einlassen kann. Besonders nett sind natürlich die Auftritte von Stallone. Wer sich auf ein optisch gelungenes Experiment einlassen will, sollte durchaus mal einen Blick auf "Kambakkht Ishq" werfen.

Wertung: 5|10

    
         

   



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