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Mär14

Die Drei Musketiere

Die Drei Musketiere

Originaltitel: The Three Musketeers
Herstellungsland: Deutschland, Frankreich u.a.
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Abenteuer, Action, Liebe, Romantik, Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Logan Lerman, Orlando Bloom, Juno Temple, Luke Evans u.a.

Frankreich Anfang des 17. Jahrhunderts: Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) hält fest die politischen Zügel in der Hand, König Louis XIII. ist lediglich eine Marionette. Das Musketierkorps, die schlagkräftige Leibgarde des Monarchen, lässt er kurzerhand auflösen. Als der jugendliche D´Artagnan (Logan Lerman) nach Paris kommt um endlich ein Musketier zu werden, findet er lediglich die desillusionierten alten Recken Porthos (Ray Stevenson), Aramis (Luke Evans) und Athos (Matthew MacFayden) vor. Nach ersten Annäherungsschwierigkeiten schließen sich die Vier zusammen, um einen drohenden, vom machtgierigen Kardinal perfide eingefädelten Krieg zwischen Frankreich und England zu vereiteln. Richelieus Trumpf ist dabei die ebenso verführerische wie durchtriebene Lady deWinter (Milla Jovovich), in deren Netz sich der eitle britische Oberbefehlshaber Lord Buckingham (Orlando Bloom) verfangen soll...

- Kritik -


Paul W.S. Anderson hat mit seiner filmischen Adaption der Resident-Evil-Spiele zwar für volle Kassen gesorgt, sich aber gleichzeitig den Unmut der Fans zugezogen. Nicht wenige haben sich vergnügt die Hände gerieben, als er mit DIE DREI MUSKETIERE an den Kassen eher Schiffbruch erlitt – spielte die 75-Millionen-Dollar-Produktion doch gerade einmal knapp 133 Millionen Dollar wieder ein. War Anderson diesmal zu gut, um die Masse zu erreichen? Hatte er das falsche Thema gewählt? Oder war der Film einfach schlicht und ergreifend schlecht.

Um es vorweg zu nehmen: DIE DREI MUSKETIERE ist nicht soooo schlecht, wie man nach der ersten Ankündigung und der Trailer-Sichtung befürchten durfte. Unglücklicherweise ist er aber auch alles andere als gut. Der fast ausschließlich in Deutschland entstandene Streifen fängt so an, wie man es erwarten musste:  Eine hektische, völlig überzogene Actionsequenz mit dem befürchteten CGI-Einsatz und nutzlosem, weil aufgesetzt wirkenden 3D-Effekt prasselt auf den Zuschauer nieder. Erfreulicherweise beruhigt sich Anderson für ein paar Minuten – allerdings hätte man ihn lieber gänzlich vom Set gejagt, denn an dieser Neuinterpretation des Dumas-Klassikers passt wenig bis kaum etwas zusammen. Der Humor ist einfältig und nervt eher, die Action ist zu schnell geschnitten und bis auf wenige Ausnahmen einfach zu überdreht in Szene gesetzt worden. Alberne Zeitlupensequenzen, unnötige 3D-Gimmicks, eine an den Haaren herbei gezogene Story, sowie eine ungewohnt biedere Kameraarbeit runden das schlechte Bild ebenso ab,  wie verwirrt wirkende Schauspieler, die Anderson scheinbar ohne Führung durch den Film tapsen ließ. Der Film findet nie seinen Rhythmus, ertrinkt in technischen Spielereien und bietet nie den Charme und die Leichtigkeit, die man von einem Mantel- und Degenfilm erwarten dürfte. Wenn ein Christoph Waltz, der nach THE GREEN HORNET erneut ein nicht gerade sicheres Händchen bei der Rollenauswahl hatte, so austauschbar agiert wie hier, kann etwas nicht gut gelaufen sein. Erschreckend dazu, dass er trotzdem noch den besten Eindruck von allen hinterlässt.

Natürlich sieht die recht üppig budgetierte Produktion gut aus: Die Kulissen sind ebenso sehenswert wie die aufwändigen Kostüme. Auch technisch gibt es grundsätzlich wenig zu klagen, die Special-Effects sehen prinzipiell gut aus, wobei sich aber grundsätzlich die Frage stellt, ob man diese überbordenden Spezialeffekte für ein Projekt dieser Art denn überhaupt benötigt. Muss es wirklich – bei allem Respekt vor der grundsätzlichen Optik – ein Showdown auf Luftschiffen geben? Bei so einem Stoff? Erst recht, wenn man sich solche Mühe gibt, den Zuschauer in die damalige Zeit zu entführen und bewusst an realen Orten drehte. Der digitale Overkill reißt immer wieder heraus, weil die Künstlichkeit noch stärker in den Vordergrund tritt. Es gibt da einen schönen Spruch, und den sollte sich gerade Anderson mal wieder zu Gemüte führen: Manchmal ist weniger eben mehr.

Dass DIE DREI MUSKETIERE nicht in einem völligen Debakel endet liegt einerseits an einer gewissen Kurzweiligkeit, andererseits an der Brillanz der Ausstattung und temporären Momenten, in denen deutlich wird, was man aus einer aktualisierten Fassung der Vorlage hätte machen können. Vielleicht war Anderson da ja gerade nicht am Set, wer weiß das schon.  Grundsätzlich kann man jedoch festhalten: Der Regisseur war hoffnungslos überfordert.

 

- Fazit -

Es ist nur ein schwacher Trost, aber es hätte schlimmer kommen können. Trotzdem passt an der Anderson-Adaption nur wenig zusammen. Man schafft es tatsächlich, den Charme der Vorlage durch ein kühles und seelenloses CGI- und Technikgewitter zu egalisieren. Ohne Rhythmus, ohne eigenen Stil und durch deplatziert und aufgesetzt wirkende Humoreinlagen, schießt sich der sehenswert ausgestattete und gut besetzte Film selbst ins Aus. 

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 Bewertung (9 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 09.Februar 2012
DVD Verleihstart: 02.Februar 2012

Label: Constantin Film
Verpackung: Single Disc Amaray
Wendecover: Nicht bekannt

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 105 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Deutsch (DTS 5.1)
3. Englisch (Dolby Digital 5.1)
4. Kommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:

  • Audiokommentar mit Paul W.S. Anderson, Jeremy Bolt und Robert Kulzer
  • Making of (22:36 Min.)
  • Musikclip - Take That - "When We Were Young" (4:09 Min.)
  • Historische Information zu den Drehorten
  • Darstellerinfos
  • Unsere DVD-/Blu-Ray-Empfehlung (2:14 Min.)
  • Trailer mit Trailern zu 5 weiteren Titeln
  • 1 Trailer beim Start der DVD

Kritik Extras:
Durchaus sehens- und hörenswert. Beim Audiokommentar kommt man zwar aufgrund des scheinbar völligen Realitätsverlusts des Regisseurs nicht mehr aus dem Kopfschütteln heraus, aber es gibt auch einige interessante Infos. Selbiges trifft auf das etwas zu knappe Making of zu. Nicht wirklich gut, aber auch alles andere als schwach.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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