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Feb08

Schwerter des Königs - Zwei Welten

Schwerter des Königs - Zwei Welten

Originaltitel: In the Name of the King: Two Worlds
Herstellungsland: Deutschland, Kanada   
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Action, Abenteuer, Drama, Fantasy

Freigabe: FSK-16
Regie: Uwe Boll

Darsteller: Dolph Lundgren, Natassia Malthe, Lochlyn Munro, Aleks Paunovic u.a.

Eben noch prügelte sich der Kampfsporttrainer und Ex-Elitesoldat Granger mit unvorsichtigen Einbrechern durch seine amerikanische Vorortdiele, da findet er sich im nächsten Augenblick auch schon im finstersten Mittelalter wieder. Dort soll Granger, den manche in dieser Zeit für einen Auserwählten von messianischem Format zu halten scheinen, den jungen König in einer Auseinandersetzung mit angeblich dunklen Mächten unterstützen. Schnell aber muss Granger erkennen, dass auch am Hofe des Königs nichts alles mit rechten Dingen zugeht.

- Kritik -

 

Das waren noch Zeiten, als Uwe Boll Dank der umstrittenen Fonds-Finanzierungen richtige Kinofilme mit Starbesetzung drehen konnte. Satte 60 Millionen Dollar standen Boll seinerzeit für SCHWERTER DES KÖNIGS zur Verfügung. Der Film entwickelte sich zu einem satten Flop, der noch nicht einmal 15 Millionen Dollar weltweit einspielte. Nicht viel später änderte sich auch die Gesetzeslage bei Fonds-Filmfinanzierungen, so dass Boll nun seit ein paar Jahren kleinere Brötchen backen muss. Dabei kamen durchaus sehenswerte Filme wie DARFUR oder RAMPAGE heraus, doch parallel dazu muss eben auch sicheres Geld ins Haus, und das sollen günstig produzierte DtD-Sequels zu den etwas größeren Boll-Produktionen wie BLOODRAYNE oder eben auch SCHWERTER DES KÖNIGS, von dem nun das Sequel mit Dolph Lundgren vorliegt.

Gerade einmal ein Zehntel des Originals , nämlich 6 Millionen Dollar, soll SCHWERTER DES KÖNIGS 2 gekostet haben. Und selbst das ist nur schwer zu glauben, denn der Film sieht wesentlich günstiger aus. Sets, Kostüme – die Boll übrigens von der Ridley-Scott-Produktion ROBIN HOOD aufgekauft haben will – Tricks und Actionszenen lassen nicht erkennen, dass man das genannte Budget zur Verfügung hatte. Vielleicht liegt es auch daran, das Boll erstmals digital drehte und mit der Technik noch nicht vertraut war, wer weiß. Die visuelle Schlichtheit ist aber nicht alleine verantwortlich dafür, dass SCHWERTER DES KÖNIGS 2 einen gewissen Trend der Boll-Filme der letzten 2-3 Jahre widerspiegelt: Packt er Stoffe an, die ihn wirklich interessieren - wie bei DARFUR ODER RAMPAGE - liefert er auch mit geringeren Budgets unterhaltsame und interessante Filme ab, dreht er jedoch einen Streifen nur ab, weil es eben halbwegs sicheres Geld verspricht, wirkt es hastig und lustlos runter gekurbelt. Das war bei BLOODRAYNE 3 so und so ist es auch bei dem vorliegenden Titel. Bezeichnend, dass für beide Produktionen Michael Nachoff das Drehbuch verfasste.

Die Handlung ist träge, albern, nahezu ohne jegliche Strukturierung und kopiert unbeholfen sämtliche Klischees, die man bereits in anderen Genre-Filmen vorgesetzt bekam. Mit der Story und den Möglichkeiten hat man als Filmemacher und Darsteller nur eine Chance, heil aus der Nummer raus zu kommen: Man darf die ganze Chose nicht ernst nehmen. Doch genau da liegt der Hase im Pfeffer. Boll kurbelt das Ding emotionslos runter und begeht den gleichen Fehler wie schon bei BLOODRAYNE 3: Ihm fehlt die Freude am Trash und an der entsprechenden Umsetzung. Das ist zu langweilig, um zu unterhalten und zu professionell, um unfreiwillig komisch zu sein. Selbst die betont selbstironischen Einschübe wirken fehl am Platze, unmotiviert und geplant. Zudem ist das Ganze recht zäh: Es passiert zwar ständig etwas, es geschieht aber nichts. Alles wird gestreckt, unnötig und wird umständlich erzählt und in Szene gesetzt. Die Actionszenen sind ordentlich geschnitten, aber dermaßen unaufgeregt in Szene gesetzt und choreographiert worden, dass sie im Grunde auch nicht der Rede wert sind. Und der billig anmutende CGI-Drache? Nicht mehr als ein reiner Trailer-Shoot, der das Ding interessanter erscheinen lassen sollte, als es in Wirklichkeit ist.

Loben muss man wieder einmal die Kameraarbeit von Mathias Neumann und die Musik von Jessica de Rooij, die SCHWERTER DES KÖNIGS 2 erträglicher machen. Was den Film zudem etwas aufwertet ist die Präsenz von Dolph Lundgren. Der sieht zwar auch nicht wirklich motiviert aus und bewegt sich eher uninspiriert von Szene zu Szene, doch trotzdem reicht seine Präsenz aus, den Film zumindest zeitweilig über die langweiligsten Szenen zu tragen.

 

- Fazit -

SCHWERTER DES KÖNIGS 2 nimmt sich viel zu ernst. Bei dem Drehbuch und den äußeren Bedingungen würde es nur als spaßiger Trashfilm funktionieren. Doch da alle Beteiligten so tun, als ob sie Teil eines wegweisenden Fantasyepos seien, funktioniert der Film hinten und vorne nicht. Die Story ist schwach, die Darsteller hölzern, die Actionszenen durchwachsen, die Trickeffekte lau.Boll kann mehr, das hat er bewiesen. Aber das hier ist einfach nur eine lustlose Auftragsarbeit, die ohne Spaß an der Sache heruntergekurbelt wurde. 

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.4/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 27. Januar 2011
DVD Verkaufstart: 27. Januar 2012

Label: Splendid Film
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
2.Englisch (Dolby Digital 5.1) 
3.Kommentar (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch 
- Niederländisch

Laufzeit: 97 Minuten
Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Uncut: Ja 

Extras

  • Behind the Scenes
  • Das Drehbuch
  • Audiokommentar Uwe Boll Deutsch und Englisch 

Kritik Extras
Wie immer: Der Audiokommentar ist eine Wucht. Abgesehen davon, dass seine Hunde wieder dabei sind und telefoniert wird, lohnt es wirklich, Boll zuzuhören. Da er ohne Rücksicht auf Verluste erzählt, was hinter den Kulissen geschieht. Das ist manchmal witzig, wenn er z.B. über Darsteller lästert, aber häufig eben auch sehr interessant. Das Making of hingegen ist zu kurz und das Gespräch mit Nachoff wenig ergiebig. Aber immerhin: Wenig ist besser als nichts.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
   

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