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Jun15

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Originaltitel: X-Men: Days of Future Past
Herstellungsland: Großbritannien, USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Action, Science-Fiction, Abenteuer, Fantasy
Freigabe: FSK 12
Regie: Bryan Singer
Darsteller: Jennifer Lawrence, Peter Dinklage, Michael Fassbender, Evan Peters, Hugh Jackman, Ellen Page u.a.

In einer apokalyptischen Zukunft werden Mutanten und Menschen, die ihnen helfen, von Regierungstruppen versklavt und bekämpft. Obwohl früheren Kontrahenten Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) mittlerweile kooperieren, können sie und die Mutanten-Rebellen den Sentinels genannten Robotern der Regierung wenig entgegensetzen: Diese können die Fähigkeiten von Mutanten absorbieren und gegen sie einsetzen. Da das Programm in großem Stil finanziert wurde, nachdem Mystique (Jennifer Lawrence) den Sentinel-Erfinder Dr. Bolivar Trask (Peter Dinklage) 1973 erschoss, kann nur eine Zeitreise die verhängnisvollen Ereignisse aufhalten. Doch niemand außer Wolverine (Hugh Jackman) ist in der Lage die Strapazen zu überstehen. Von Kitty Pryde (Ellen Page) wird sein Bewusstsein in seinen Körper des Jahres 1973 geschickt, wo er Mystique finden muss und dafür sowohl die Hilfe des jungen Professor X, Charles Xavier (James McAvoy), als auch die des jungen Magneto, Erik Lehnsherr (Michael Fassbender), benötigt...

- Kritik -

Comicverfilmungen haben immer noch Hochkonjunktur und es ist kein wirkliches Ende in Sicht. THE AVENGERS schlug 2012 ein wie eine Bombe oder eher wie ein wütender Hulk. Die Marvel-Studios werfen jedes Jahr weitere Superheldenfilme auf den Markt, arbeiten zielstrebig auf das AVENGERS-Sequel zu. THE GUARDIANS OF THE GALAXY steht auch noch für dieses Jahr in den Startlöchern. Sony schickt mit seinen THE AMAZING SPIDER-MAN Filmen einen weiteren Marvel-Recken ins Rennen und 20th Century Fox wird den Teufel tun und Ihre Lizenzrechte für die X-Men aufzugeben. Damit deckt man gerade einmal das Marvel-Universum im Groben ab. Was DC Comics auf der anderen Seite macht, ist nicht minder aktiv. 

 

Mit X-MEN – DER LETZTE WIDERSTAND (X-MEN: THE LAST STAND, 2006 schien Brett Ratner die erfolgreiche X-Men-Reihe ein wenig zu Grabe getragen zu haben. Eine Wiederbelebung erfolgt fünf Jahre später mit Matthew Vaughns X-MEN: FIRST CLASS (2011), der die Anfänge der Superhelden beleuchtete und bei Kritikern und Zuschauern gleichermaßen gut ankam. Grundsätzlich verlaufen Superheldenfilme immer nach dem gleichen Schema. Man richtet den Fokus auf Schauwerte und überlebensgroße Action, geht bei der Handlung ansonsten aber keine großen Wagnisse ein. X-MEN: FIRST CLASS bot ebenfalls einiges an Action, konzentrierte sich aber zeitgleich stärker auf die einzelnen Charaktere. 

Für den Nachfolger setzte man den X-Men-erfahrenen Bryan Singer auf den Regiestuhl. Die Besetzung ist ein Who-is-Who des modernen Hollywood-Kinos. Die Besetzung der alten Trilogie ist in größeren und kleineren Auftritten zu sehen: Patrick Stewart spielt erneut den alten Professor X und Sir Ian McKellen stülpt sich ein weiteres Mal den Helm Magenots über. Halle Berry als Storm, Anna Paquin als Rogue und Shawn Ashmore als Iceman sind ebenfalls mit von der Partie. In weiteren Rollen sind Omar Sy (Bishop), Bingbing Fan (Blink), Booboo Stewart (Warpath) und Evan Peters (Quicksilver) in Nebenrollen zu sehen. In den Hauptrollen findet man hingegen Hugh Jackman, James MacAvoy, Jennifer Lawrence, Michael Fassbender, Nicholas Hoult, Ellen Page und Peter „Tyrion Lannister“ Dinklage (Dr. Bolivar Trask). Die Besetzung ist wirklich herausragend, daher gibt es an der Front wirklich gar nichts zu bemängeln. Die Schauspieler haben ihre Figuren teilweise schon so häufig gespielt, dass sie nachgerade leben. 

Das auf dem Papier wirklich beeindruckende Aufgebot, ist in Realität jedoch längst nicht so gleichmäßig über den Film verteilt, wie man es sich erhoffen könnte. An sich könnte man X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST als dritten WOLVERINE-Ableger ausgeben, denn Hugh Jackmans Alter Ego bekommt mit Abstand die meiste Screentime.  Dicht gefolgt von James MacAvoy und Jennifer Lawrence. Die neuen X-Men-Charaktere kommen lediglich in den Zukunfts-Szenen ins Spiel und werden auch nicht groß eingeführt. Die meisten Namen werden in Nebensätzen fallen gelassen, dürften dem unbedarften Zuschauer also kaum in Erinnerung bleiben. Dabei sind die Figuren und ihre Kräfte teils wirklich spannend, wie beispielsweise Blinks Portale und wie diese im Kampf eingesetzt werden. Leider bleiben die ganzen neuen Figuren wieder einmal auf der Strecke und kommen einzig in den Actionszenen wirklich zur Geltung. Auf der einen Seite zwar bedauerlich, auf der anderen Seite allerdings auch fast unvermeidbar. Nicht ohne Grund setzte Marvel auf Einzelfilme für ihre jeweiligen Superhelden, um sie danach geballt in THE AVENGERS auf die Zuschauer loszulassen. Dafür ist die Charakterentwicklung von Professor X, Mystique und Magneto umso besser gelungen, wenngleich auch etwas plakativ und vorhersehbar. Im Vergleich zum direkten Vorgänger zieht man den Kürzeren. 

Außerdem hinterlässt der gesamte „Zeitreise“-Plot einige Logiklücken, die auch am Ende des Films nicht gänzlich gefüllt werden. Die Geschichte wirkt nicht vollends zu Ende gedacht, ist nicht konsequent umgesetzt. Insbesondere die Idee den Geist in seinen alten Körper zurück zu projizieren, um die Gegenwart zu ändern, geht nicht komplett auf. Während man in anderen Filmen Mängel im Drehbuch durch ein hohes Tempo sowie rasante Action zu kaschieren versucht, ist dies bei X-MEN nicht der Fall. An Action mangelt es beileibe nicht, aber es gibt einen ständigen Tempo-Wechsel zu verzeichnen. Nach den abwechslungsreiche Kampfszenen gibt man dem Zuschauer viel Zeit in umfangreichen Dialogszenen, um wieder zu Atem zu kommen. Hierdurch schleichen sich ein paar Längen in den 131-minütigen Film. Irgendwann wurde alles schon dreimal gesagt und wirklich Neues wird auch nicht zu Tage gefördert. 

 

Wie bereits angedeutet, verliert sich DAYS OF FUTURE PAST auch nicht in einem brutalen Effekgewitter. Wenn es jedoch zur Action kommt schöpft man aus den Vollen. Die Fähigkeiten der einzelnen Mutanten werden innovativ und abwechslungsreich eingesetzt, so dass vermutlich auch bei der vierten Sichtung noch ein paar Überraschungen auf den Zuschauer warten. Die Umsetzung ist wirklich gelungen, sowohl von der Inszenierung, als auch rein technisch, sprich hinsichtlich der CGI. Etwas ernüchternd sind jedoch die Sentinel der Zukunft. Mit ihrer „schuppigen Haut“, sehen die Wächter schlicht zu künstlich aus, heben sich visuell zu stark vom Rest ab. Dass sie zudem fast unbesiegbar sind, ist ein etwas billig anmutender Kniff, um Spannung und Dramatik aufzubauen. Die mechanischen Sentinel der Vergangenheit kommen der Comicvorlage optisch sehr nahe und passen auch besser ins Filmuniversum.  Der beste Auftritt im Film ist einem Newcomer vorbehalten, der leider nur eine kurze Szene geschenkt bekommt: Quicksilver. Warum man es in diesem Film bei dem Kurzauftritt belassen hat, können vermutlich nur die Produzenten und Drehbuchautoren erklären. Quicksilver wäre eine absolute Bereicherung gewesen und es bleibt zu vermuten, dass er in Teil 3 eine deutlich größere Rolle spielen wird. 

Die trostlose Zukunft ist desolat, düster und würde einem Terminator-Film gut zu Gesicht stehen. Den gewohnt lockeren Unterton bekommt man in der Gegenwart/Vergangenheit zu spüren. Erneut bekommt man Dramatik, Action und Humor gekonnt unter einen Hut. Wenig überraschend, denn in der Hinsicht kann man sich mittlerweile auf die Superheldenfilme verlassen. Man geht aber überraschend konventionell und risikoarm vor, verlässt sich lieber auf das altbekannt und setzt dieses gekonnt ein. 

 

- Fazit - 

An den starken Vorgänger kommt DAYS OF FUTURE PAST nicht heran. Man pumpt das Drehbuch zu konventionell mit vielen Emotionen voll, ohne wirklich etwas Neues zu erzählen. Das immense Aufgebot an Mutanten ist vorbildlich, aber auch nur eine Illusion, denn am Ende dreht sich alles um die altbekannten Figuren. Wirklich sehr bedauerlich, da die neuen Charaktere mehr Aufmerksamkeit verdient haben und auch frischen Wind mit sich gebracht hätten. Letztlich ist DAYS OF FUTURE PAST nicht ganz so rund wie der Vorgänger, aber für Comic- und insbesondere für Marvel-Fans ein Muss.

Wertung: 6.5|10

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- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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