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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb03

Arena

Arena

Originaltitel: Arena
Herstellungsland: USA   
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Action, Thriller

Freigabe: FSK-18
Regie: Jonah Loop

Darsteller: Samuel L. Jackson Nina Dobrev Kellan Lutz James Remar Daniel Dae Kim u.a.

David hat den Unfalltod seiner Freundin nicht verwunden, fühlt sich schuldig, und ergibt sich dem Alkohol in üblen Kaschemmen. Als er dort auf eindrucksvolle Weise einen sehr viel stärkeren Gegner niedermacht, wird er anschließend von einer schönen Frau verführt, betäubt und ein (unterirdisches?) Verlies verbracht. Dort stellt man ihn vor die Wahl, in einer illegalen Gladiatorenarena vor Internetpublikum entweder zu töten oder getötet zu werden, worauf David nach einigem Zögern ersteres vorzieht. Doch wartet er nur auf eine Chance, sich über seine Peiniger zu erheben.

- Kritik -
 

1989 produzierte Full-Moon-Gründer den trashigen, aber recht unterhaltsamen Sci-Fi-Klopper ARENA – NUR EINER ÜBERLEBT. Der Low-Budget-Streifen hatte einen ganz eigenen Charme und genießt bei Fans einen ziemlich guten Ruf. Knapp 20 Jahre später wagte sich Regie-Neuling Jonah Loop, der bislang als Visual-Effects-Künstler arbeitete, ebenfalls an einem Film mit dem Titel ARENA wobei die beiden Produktionen überhaupt nichts miteinander zu tun haben - und konnte dabei nicht nur auf ein ordentliches Budget , sondern auch auf eine ordentliche Besetzung zurückgreifen, deren prominentester Name sicherlich Samuel L. Jackson ist. Aber irgendetwas muss da gehörig schief gelaufen sein.

Manchmal sieht man einen Trailer oder Cover und hat sofort ein schlechtes Gefühl. Im Falle von ARENA trifft beides zu, und man fragt sich noch vor der Betrachtung des Films, wie ein Mime von der Klasse eines Samuel L.  Jackson da hinein geraten konnte. Dabei machte das Projekt auf dem Papier gar keinen schlechten Eindruck: Neben Jackson findet man noch Twilight-Star Kellan Lutz, die aus diversen Serien bekannten Daniel Dae-Kim und Nina Dobrev, sowie den Routinier James Remar und Derek Mears – der Jason Voorhees aus dem Remake zu FREITAG DER 13 – auf der Castliste wieder. Die Story klingt zwar belanglos, aber das muss ja in erster Instanz noch nichts heißen – erst recht nicht, wenn man 10 Millionen Dollar zur Verfügung stellte, um das Gekloppe adäquat in Szene zu setzen. Doch das Drehbuch von Robert Martinez und Michael Hultquist stellte das Studio nicht zufrieden, so dass Tony Giglio (Death Race 2) verpflichtet wurde, um das Ganze zu überarbeiten. Nach Betrachtung des Films dürfte er dafür nicht viel Zeit gehabt haben.



Die Story ist flach, stumpf, völlig vorhersehbar und trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – eines Plottwists am Ende durch und durch unlogisch. Gür einen Genrefilm immer noch nicht weiter tragisch, doch ARENA rattert seine x-beliebige Story so gelangweilt und desinteressiert  runter, dass nie Spannung entsteht, man nie mit den Reißbrettfiguren mitfiebern kann. Dem Film fehlt es an Herz und an einer Hauptfigur, mit der man mitfühlt. Kellan Lutz bringt zwar die physischen Anforderungen mit und ist in den Actionszenen durchaus präsent, aber er ist kein Typ, kann einen Film nicht tragen und bleibt äußerst blass. Jackson versucht durch gnadenloses Overacting seiner lahmen Rolle noch ein Fünkchen Klasse zu verleihen, doch selbst er geht unter. Der Stoff böte durchaus Möglichkeiten, mehr als nur Action zu zeigen, doch entweder versucht man das gar nicht, oder es geht gnadenlos in die Hose. Was dabei aus visueller Sicht überrascht, ist die Schlichtheit der Sets und Kulissen. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man das  für eine äußerst preisgünstig hergestellte Independent-Produktion halten, denn zu 80% spielt alles offensichtlich nur im Studio mit minimalistischen Sets.

Blieben noch die Fights. Die sind ordentlich, sofern man kein choreographiertes Action-Ballett erwartet, sondern vielmehr den groben Stil mag. So blutig, hart und konsequent ging es schon lange nicht mehr zur Sache: Hier brechen Knochen, fliegen Schädel, wird mit Kreissägen und Nagelpistolen aufeinander eingedroschen, dass es mitunter schon ein wenig zu viel des Guten wird. Zimperliche Gemüter dürften ziemlich geschockt sein, was hier mit dem menschlichen Körper so alles angestellt wird. Visuell ließ man sich einiges einfallen, da die Kämpfer in immer anderen virtuell animierten Kulissen aufeinander losgehen. Das ist sogar ganz nett gemacht, wirkt bisweilen aber sehr künstlich und erinnert nicht selten an 300 oder diverse Videospiele, in denen sich der Kämpfer von Level zu Level prügeln muss.  Was der Dynamik des Handlungsverlaufs, der sich prinzipiell nur von einem Fight zum nächsten hangelt, jedoch gar nicht gut tut, ist der Umstand, dass man die einzelnen Kämpfe nicht ganz, sondern nur bruchstückhaft zeigt. Dafür gibt es reichlich  nackte Haut – man setzte voll auf das Prinzip Nacktheit und Gewalt gehen immer. Doch die Gleichung geht nur in Ansätzen auf, denn auch bei einer herunter geschraubten Erwartungshaltung macht der Film zu wenig aus seinen Möglichkeiten, verschwendet seinen prinzipiell  guten Cast und lässt eine gewisse Emotionalität vermissen, die Filme dieser Art nun einmal brauchen, um zu funktionieren.
 

- Fazit -

Die Story ist unausgegoren und altbekannt, der Cast wird verschenkt, das Budget wanderte weiß Gott wohin. Unterm Strich bleiben somit nur brachial in Szene gesetzte Fights, die ungewöhnlich hart und blutig in Szene gesetzt wurden. Wem das und nackte Haut reichen, wird mit ARENA gut bedient sein. Insgesamt betrachtet, ist das jedoch gerade im Anbetracht der grundsätzlichen Möglichkeiten einfach zu wenig. Nur etwas für ganz hartgesottene Action-Fans.

Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.2/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 28. Dezember 2011
DVD Verkaufstart: 12. Januar 2012

Label: Sony Pictures
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
2.Englisch (Dolby Digital 5.1) 
3.Französisch (Dolby Digital 5.1)
4.Italienisch (Dolby Digital 5.1)
5.Spanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Englisch für Hörgeschädigte
- Arabisch
- Finnisch
- Französisch
- Hindi (Indisch)
- Italienisch
- Niederländisch
- Norwegisch
- Schwedisch
- Spanisch
- Türkisch

Laufzeit: 90 Minuten
Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Uncut: Ja 

Extras
Keine 

Kritik Extras
Gar nichts. Erschreckend.

Bewertung: | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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