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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai26

Bad Asses

Bad Asses

Originaltitel: Bad Asses
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Action
Freigabe: FSK 16
Regie: Craig Moss

Darsteller: Danny Trejo, Danny Glover, Andrew Divoff u.a.

Im Sequel zum Kultfilm "Bad Ass" ist wieder knallharte Action angesagt - mit Danny Trejo ("Machete") und Danny Glover ("Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis"), zwei alternden, aber deswegen nicht weniger schlagkräftigen "Teufelskerlen"! Vietnamveteran Frank Vega (Trejo) managt inzwischen ein Sozialzentrum in Los Angeles, wo er jungen Boxern beibringt, wie sie innerhalb und außerhalb des Rings überleben können. Als sein bester Schüler in schlechte Gesellschaft gerät und später tot aufgefunden wird, nimmt Frank zusammen mit seinem Kumpel Bernie (Glover) die Angelegenheit in die eigenen Fäuste. Die beiden stellen ein für alle Mal klar, dass Gerechtigkeit kein Alter kennt!

- Kritik -  

Kann sich noch jemand an die Herren Matthau und Lemmon erinnern? Ob nun in 'Extrablatt', 'Ein seltsames Paar', 'Grumpy Old Men' oder 'Tango gefällig?', zusammen waren die beiden Schauspiellegenden ein unschlagbares Komikerduo, da spielte letztendlich die Qualität der Filme auch nur eine untergeordnete Rolle, solange das durch und durch charismatische, homogene Gespann gemeinsam agierte, war der Rest ziemlich schnuppe, ganz einfach weil die Chemie stimmte.



Und was hat das bitteschön mit einem Actionfilm rund um zwei rüstige Senioren im Charles Bronson-in-'Ein Mann sieht rot'-Modus zu tun? Na eben diese Chemie! Ja, ok, die Klasse von Walter Matthau und Jack Lemmon wird selbstverständlich zu keinem Zeitpunkt erreicht, geschenkt, das wäre so, als würde man von einem Eichhörnchen verlangen, Einsteins Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik zu verknüpfen. Dennoch gelingt es Regisseur und Autor Craig Moss, der bereits den Vorgänger 'Bad Ass' inszenierte, sein Hauptdarstellerpaar Danny Trejo ('Bad Ass', 'Machete') und Danny Glover ('Lethal Weapon 1-4', 'Shooter') auf eine Weise agieren zu lassen, die trotz der Thematik um Selbstjustiz und skrupellose Drogenkartelle ungeheuer sympathisch wirkt. Spaß lautet die Marschroute und Harmonie das Erfolgsrezept des Films. Bedeutungsschwangere Dialoge oder eine Geschichte, die zum philosophieren anregt sucht man hier zum Glück vergebens, denn was zählt ist der Drang zu unterhalten, zugegeben auf sehr seichtem Niveau, sowohl was den tonalen Pfad-, als auch die handwerklichen Mittel anbelangt.



Das Geld, um optische Leckerbissen oder halbwegs glaubwürdige Spezialeffekte zu präsentieren, fehlt an allen Ecken und Enden und so macht man kurzerhand aus der Not eine Tugend, indem man sich in modern angehauchte Trash-Gefilde begibt, irgendwo zwischen Grindhouse und B-Action angesiedelt. Auf diese Art kaschiert man dann auch liebevoll diverse Totalausfälle, wie z.B. ein höchst lächerlich animierter Helikopterabsturz.



Andererseits standen wiederum genügend finanzielle Mittel zur Verfügung- hier wurden die Prioritäten offenbar weise gestezt- um ein echtes Schwergewicht mit der Rolle des Oberschurken zu betrauen: Andrew Divoff ('Wishmaster', 'Jagd auf Roter Oktober' ), Hollywood-Fiesling vom Dienst, dem der Teufel offensichtlich ins Gesicht geschnitten wurde, trumpft hier als Drogenboss ohne Gewissen köstlich auf und gesellt sich somit zu Trejo und Glover als Stützpfeiler des Films hinzu.



Anscheinend hat man aus den Fehlern des Erstlings gelernt, seine Schwächen erkannt, die merklich darin begraben lagen, dass Hauptdarsteller Trejo alleine nicht genügt, um einen solchen Film zu tragen. Immer, wenn ihm sein Sidekick Glover weggenommen- und versucht wird, den Mexikaner solitär und zudem etwas emotionaler zu positionieren, geht das Vorhaben konsequent in die Hose und Trejo merkt man diese unangenehme Verantwortung in Form von spürbarer Anspannung und durch den Bildschirm an.



Dagegen ist all der Stress in Trejos Gesicht wie weggezaubert, sobald ihm sein Partner Glover wieder zur Seite steht, ein bemerkenswerter Umstand, den man in dieser Intensität bisher noch in keinem anderen Film bewundern konnte und es ist schön, dass diese schwächeren Momente weitestgehend vermieden wurden.



Retrospektiv muss sich diese Rezension beinahe wie die Beschreibung eines Films aus dem Genre des Charakterkinos lesen, dass dem bei weitem und selbstredend nicht so ist, macht der immense Actionanteil aus. Es wird durchaus ansprechend choreographiert gekämpft, geschossen und eine Menge Blut vergossen, auch die ein oder andere Explosion findet natürlich ihren Platz im Geschehen, wobei in diesem Fall praktische Effekte wünschens- und auch sehenswerter gewesen wären, ohne das Sujet des Films in eine Richtung zu dirigieren, die nicht gewollt war.



So bekommt das Publikum knappe 90 Minuten augenzwinkerndes Actionkino geboten, welches sich in Sachen Spaßfaktor und Unterhaltungswert kaum vor seinen hoch budgetierten Kollegen zu verstecken braucht, dem aber ein paar strategisch sinnvoll investierte Dollar mehr gut zu Gesicht gestanden hätten. Nichts desto trotz ist der Film eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger und macht vieles richtig, respektive besser. Ein dritter Teil befindet sich übrigens bereits in der Post-Production und soll 2015 starten. Das Altersheim darf also gerne noch warten.

 

- Fazit -

'Bad Ass 2: Bad Asses' ist kurzweiliges, charmant- witziges Low-Budget-Actionkino mit Herz und einem sympathischen Hauptdarstellergespann zum schießen. Diese alten Haudegen gehören noch lange nicht in Rente!

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.3/10 Bewertung (8 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 23.05.2014
DVD Verkaufstart: 23.05.2014

Publisher: 20th Century Fox

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph/16:9)
Laufzeit: ca. 87 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Italienisch (Dolby Digital 5.1)
4. Französisch (Dolby Digital 5.1)
5. Spanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte
- Dänisch
- Finnisch
- Französisch
- Italienisch
- Niederländisch
- Norwegisch
- Schwedisch
- Spanisch

Extras

  • Making-Of (09:37 mins)

Kritik Extras
Die Extras sind mit einem knapp 10 minütigen Making-Of sehr knapp bemessen und enttäuschend, allerdings handelt es sich bei dem Film um eine Low-Budget-Produktion, die noch dazu ausschliesslich auf DVD erscheint und so ist dieses Manko ein klein wenig zu verschmerzen.

In Sachen Bild- und Tonqualität bewegt man sich auf DVD-Standard-Niveau, welches durchweg als grundsolide zu bezeichnen ist, was ebenfalls für den 5.1-Sound gilt.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 rating 1 vote
Ralf Enderlein

Ralf Enderlein

   

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