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Kommende Reviews  

   
Dez05

Bloodsport

Bloodsport

Originaltitel: Bloodsport
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1988
Freigabe: FSK- 18
Regie: Newt Arnold
Darsteller:  Jean-Claude Van Damme, Donald Gibb, Leah Ayres, Norman Burton, Forest Whitaker u.a.

Frank Dux (Jean-Claude Van Damme), der als Kind, wenn auch nicht ganz freiwillig, bei dem japanischen Sensei Tanaka (Roy Chiao) in die Lehre gegangen ist, dafür aber heute alle Kampfstile nahezu perfekt beherrscht und sich außerdem zu den wichtigsten Mitgliedern der DIA zählen darf, reist nach Hongkong, um dort zu Ehren seines Meisters an einem geheimen Wettbewerb im Vollkontakt teilzunehmen. Seine Vorgesetzten sind davon weniger begeistert und schicken deshalb 2 Agenten (Norman Burton, Forest Whitaker) zur Vereitelung hinterher. Mit diesen beiden Amateuren weiß Frank jedoch ohne größere Probleme umzugehen, während sich dagegen im ohnehin schon sehr gefährlichen Vollkontakt-Wettbewerb ein bedrohlicher Konflikt zwischen ihm und dem Titelverteidiger (Bolo Yeung) entwickelt.

- Kritik - 

Der Kampfsport-Actionfilm hatte in den letzten vierzig Jahren viele ups and downs. Bruce Lee (Die Todeskralle schlägt wieder zu) machte das Genre in den siebziger Jahren salonfähig, doch viele schlechte Produktionen mit ähnlich klingenden Hauptdarstellern sollten folgen. Das führte nicht nur zu qualitativen Totalausfällen, sondern bescherte dem gesamten Genre einen schlechten Ruf. Erst Jahre später manövrierten Actionstars wie Chuck Norris (Mcquade, der Wolf), Steven Seagal (Nico) oder Jean-Claude Van Damme (Karate Tiger) den klassischen "Klopper-Film" wieder vermehrt auf die große Leinwand. Mit Erfolg! Während der Hochphase Mitte der achtziger Jahre, wurden  dutzendweise Actioner mit Kampfsport-Hintergrund gedreht, die dem immer gleichen Strickmuster folgten: Ein überschaubares Budget, ein hoher Härtegrad, gutgebaute Helden, die über Kampftechniken verfügten und eine hauchdünne Story, die nur die Lücken zwischen den vielen Actionszenen füllen sollte. Diese Streifen versprühten aber oftmals einen gewissen Charme, weswegen auch heute noch viele Fans die Filme jener Zeit zu schätzen wissen. Von diesem "Boom" wollten auch viele kleine Studios profitieren. Genre-Vertreter wie Michael Dudikoff, Don "The Dragon" Wilson oder Cynthia Rothrock rückten in den Fokus. Allerdings standen ihre Namen für mehr oder weniger solide B oder C Streifen, mit denen man auf dem Videomarkt das schnelle Geld verdienen konnte. Im Laufe der Zeit wurden die Produktionen immer billiger und die "kleinen" Stars verschwanden von der Bildfläche.

Die ehemals "Großen" nahmen ihren Platz im DtD-Bereich ein und verdienen damit bis heute ziemlich gutes Geld. Mittlerweile sind Produktionen dieser Art überwiegend den Videotheken-Besuchern vorbehalten. Bei der Vielzahl von unterdurchschnittlichen Produktionen bekommt der Fan glücklicherweise auch mal Perlen wie "Undisputed 2+3" von Isaac Florentine zu Gesicht. "Bloodsport" - der auf einer angeblich wahren Geschichte basiert (Beweise die das bestätigen, liegen bis heute nicht vor) - erfüllt alle Attribute, die ein Film dieser Gattung erfüllen sollte. Er war wegweisend für noch folgende, ähnlich angelegte Streifen und verschaffte Jean-Claude van Damme den Durchbruch. Dabei wäre der Low Budget Film fast im Cannon Archiv verstaubt, weil die erste Schnittfassung so schlecht war, dass man sich von einem Release keinen Erfolg versprach. Das Material wurde – auch mit viel Initiative Van Dammes – neu strukturiert. Es hat sich gelohnt! „Bloodsport“ ist einer der besten Martial-Arts Filme überhaupt und bescherte dem Studio - mit einem Einspiel von 12 Millionen Dollar - einen kleinen Box Office Hit. Die Video-Verwertung spülte noch einmal hohe Summen in die Kassen. Die Kämpfe und Choreographien können auch heute noch - in Zeiten von schnellen, hektischen Schnitten - überzeugen.  

Die Fights sind blutig und brutal. Gut getimte Slow - Motion Einlagen runden das Vergnügen ab. Besonders der Kampf zwischen Dux und Chong Li, der von Bolo Yeung verkörpert wird, ist ein Fest für jeden Fan. Yeung, der schon mit Bruce Lee drehte, mimt den perfekten Bösewicht. Die Wege von ihm und „The Muscles from Brussels“ kreuzten sich erneut bei „Double Impact“. Was bietet der Film außerdem? Eine trashige, stumpfe und teils unfreiwillig komische Geschichte, die aber völlig ausreichend ist. Die Story ist Mittel zum Zweck und dient dazu, die Beweggründe von Frank Dux zu erläutern. Nichts aufregendes, vielmehr alt Bekanntes. So erinnert beispielsweise der Chong Li Kampf mit Franks Kumpel Jackson (Donald Gibb) - der dabei sämtliche Knochen gebrochen bekommt - und der darauf folgende Racheblick Van Dammes an Chong Lis Adresse, an „Rocky 4“ (Drago boxt Apollo ins Jenseits, Rocky schaut ihn daraufhin vorwurfsvoll an). Natürlich darf auch die obligatorische Bettszene nicht fehlen, bei der es Dux mit einer Reporterin zu tun bekommt, die mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, Einlass ins Kumite zu erhalten. Er ist daraufhin ihren! „Vollkontakt-Künsten“ erlegen. Bei den Nebendarstellern sei noch Forest Whitaker erwähnt, der hier noch völlig unbekannt war. Dass er 2007 für den Film „The Last King of Scotland“ einen Oscar bekommen würde, hätte er damals wohl selbst am allerwenigsten erwartet. 

 

- Fazit -

„Bloodsport“ kann auch nach 25 Jahren immer noch begeistern. Ein unverbrauchter Van Dammage kämpft sich durch einen seiner besten Filme. Das trashig angehauchte Drumerherum muss man nicht mögen, aber die genialen Fights umso mehr.

Wertung: 7.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

8.4/10 Bewertung (8 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 28. Juni 2013
Bluray Verkaufstart: 28. Juni 2013

Publisher: MGM / 20th Century Fox

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray/Red)
Wendecover: Wendecover mit Original Kinomotiv und ohne FSK-Logo

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (DTS-HD Master Audio 1.0)
2.Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Surround)
3.Spanisch (DTS-HD Master Audio 1.0)
4.Italienisch (DTS-HD Master Audio 1.0)
5.Tschechisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
6.Polnisch (Dolby Digital 2.0 Surround)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte
- Chinesisch (vereinfacht)
- Italienisch
- Polnisch
- Spanisch
- Tschechisch

Extras:

  • Original Kinotrailer (1:39 Min.)

Kritik Extras
Bis auf dem Original Kinotrailer zum Film, hat es leider kein weiteres Bonusmaterial auf der Blu-ray geschafft. Schade eigentlich, potential wäre auf jeden Fall in Form einer Biografie, Filmposter oder weiteren Eckdaten möglich gewesen.

Wertung: 1|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.0/10 rating 1 vote
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

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