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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt08

The First Avenger: Civil War

The First Avenger: Civil War

Originaltitel: Captain America: Civil War
Herstellungsland: USA, Deutschland

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Action, Fantasy, Comic, Abenteuer
Freigabe: FSK-12
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Darsteller: Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson u.a.

Preis: EUR 14,90


 

Inhalt: Die Avengers haben sich mittlerweile als globale Einsatztruppe etabliert. Auch wenn sie mitunter nicht gerade zimperlich vorgingen - sei es gegen die invadierenden Chitauri in New York oder in Antwort auf Ultrons Attacke in Sokovia- der Zweck heiligte stets die Mittel. Als aber eine jüngste Mission zahlreiche menschliche Kollateralschäden fordert, ist die Geduld genug strapaziert. Die Vereinten Nationen verabschieden ein Dekret, die sogenannten Sokovia Accords. Demzufolge müssen Superhelden ihre Kräfte in den Dienst der UN stellen, nicht unähnlich einer polizeilichen Streitkraft, wenngleich bei weitem besser ausgestattet.

 


 

 



- Kritik -
     

Nicht nur DC, sondern auch Marvel hat dieses Frühjahr seine zwei populärsten Helden aufeinander losgelassen: THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR. Was eigentlich der dritte Teil der Solofilme um Captain America sein soll, entpuppt sich eher als ein waschechter Avengers-Filme, sprich fast alle bisher bekannten Superhelden aus dem Marvel-Film-Universum tauchen irgendwie in dem Film auf. Weil das den Machern aber noch nicht genug schien, gesellen sich dazu zusätzlich aber auch noch ein paar neue Charaktere. Wieder auf dem Regiestuhl Platz genommen haben wie bei Teil die Russo-Brüder, die auch die nächsten beiden offiziellen Avengers-Filme inszenieren werden. Für Teil 2 noch teilweise zurecht gelobt und mit einer erkennbaren Handschrift, scheinen sie in diesem Film aber nun völlig zu den Hofregisseuren von Marvel geworden zu sein. Das Ziel? Ein perfektes Produkt abzuliefern. Ob dies gelungen ist kann jeder selbst seit dem 06. Oktober auch zu Hause herausfinden, denn seitdem ist der Film auf DVD, Blu-ray und 3-D Blu-ray erhältlich oder er lässt erstmal was wir dazu zu sagen haben.

Ja der Film hat über eine Milliarde Dollar eingespielt und vielerorts positive Besprechungen erhalten, doch deswegen sollten die kritischen Stimmen wohl umso lauter schreine, denn der Film offenbart ein großes Problem der aktuellen Blockbuster-Landschaft: sie erreicht die Zuschauer nicht mehr. Das mag sehr allgemein gesprochen sein, aber wenn man sich selbst als Zuschauer sieht, als Teil einer größeren Gruppe, die aus individuellen Menschen besteht, dann sollten die Meinung wohl auch noch andere teilen. THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR fokusiert die Problematiken vor allen Dingen in vielen Punkten auf die aktuellen Comicverfilmungen, die hauptsächlich nur noch von Disney/Marvel und Warner/DC kommen. Wie bereits geschrieben ist der Film eigentlich Teil 3 der Captain-America-Solofilme und hat dadurch das er den Storybogen des Winter Soldiers fortführt auch ein Alibi dafür und doch fühlt er sich mehr wie ein weiterer Ensemble-Film um die Avengers an. Diese Tendenzen hatte auch schon der zweite Film, aber noch in einem vergleichsweise kleineren Rahmen. Teil 2 versprühte auch, vor allen in den actionreicheren Momenten, die Handschrift seiner Regisseure. Auch diese in diesem Film quasi unentdeckbar im Einheitsbrei der Marvel-Filme. Wo bisher vor allen Dingen in der ersten Runde der Marvel-Solofilme sich mit  dem ersten Abenteuer von Captain America oder Thor die Möglichkeit bot verschiedene Zeiten, Welten, ja sogar Genres zu bedienen ist man mittlerweile an einem Punkt angelangt in dem die Film sehr nah einander bleiben müssen. Diese Restriktionen hat man sich selbst aufgebürdet, musste man sich noch nach dem ersten Avengers-Film der Kritik stellen, dass nun plötzlich in den Solo-Filmen ja auch bitte immer alle Avengers dabei sein müssen, da es ansonsten unlogisch wäre, wenn (mal wieder) ein Superheld alleine die Welt vor dem Untergang retten muss, wenn es doch die anderen Superhelden in diesem Universum gibt. Mittlerweile hat man das auch bei Marvel verstanden, doch verpasst es dadurch noch wirklich Geschichten um einen Superhelden zu erzählen. Man erkennt hier wird sich mehr und mehr von Sackgasse zu Sackgasse manövriert, das Publikum scheint aber leider davon noch unbeeindruckt zu sein.

THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR beruht auf einer bekannten Comicreihe, die zu einer der bedeutendsten aus dem Hause Marvel des vergangenen Jahrzehnts gehört. Mit Änderungen und eben dem Zusatz daraus einen eigentlichen Captain-America-Film zu konzipieren wurde sie nun für die Leinwand adaptiert. Es soll gar nicht nun Comic mit Film verglichen werden, doch es wird deutlich, dass der Film im Vergleich bis zum Ende versucht alles offen zu lassen. Der Zustand und die Konflikte zwischen den Figuren sind am Ende des Films anders als zu Beginn, natürlich gibt es hier eine Veränderung, doch besonders die letzten zwei Minuten offerieren, das sich eigentlich auch alles wieder schnell auf den Ursprungszustand, wenn nötig, zurückbringen lässt. Ein großer Makel des Films bleibt dabei auch die Fülle an Charakteren. Man gibt sich wohl Mühe jeder Figur eine nachvollziehbare Meinung im Kampf zwischen den beiden Parteiern zu geben, doch eine wirklich emotionale Bindung entsteht hierbei zu keinem der Figuren mehr. Die Empathiemöglichkeiten sind gleich null. Ein Problemkind der Marvelfilme der ersten Stunde sind die Bösewichte, die bzw. der auch in diesem Film einen enttäuschten Eindruck hinterlässt. Daniel Brühl als Antagonist wird unter Wert verkauft, dabei übernimmt er im Konflikt der Guten einen zentralen Punkt, der aber nie wirklich clever inszeniert wird. Was den Filmen aus dem Hause Disney/Marvel fehlt sind gute Scores. Alan Silvestri hat hierzu mal zweimal die Chance gehabt und gezeigt wie es funktionieren kann, doch seit seiner Ablösung hat es keiner mehr so wirklich geschafft durch die Musik dem Film eine zusätzliche positive Komponente abzugewinnen.

  

- Fazit -  

Ein deutlicher Rückschritt. Für Marvel, aber auch die Russo-Brüder. Man will es sich mit Niemanden verscherzen und so viele Zuschauer wie möglich erreichen. Das Drehbuch bleibt deshalb auch überraschungsarm und bietet wenig Innovationen. Die Menge an Charakteren schadet dem Film wohl am meisten, denn so entsteht keine wirkliche emotionale Bindung mehr zu irgendwem. Der einfallslose Score tut sein Übriges. Technisch gibt es nicht auszusetzen, aber dafür war auch genug Geld vorhanden.

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Userbewertung

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- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 06. Oktober 2016
BD Verleihstart: 06. Oktober 2016

Publisher: Walt Disney Studios Home Entertainment

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,39:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 148 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD HR 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 7.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte

Extras:

  • Audiokommentar von den Regisseuren Anthony und Joe Russo und den Drehbuchschreibern Christopher Markus und Stephen McFeely
  • Featurettes
  • Zusätzliche & erweiterte Szenen
  • Pannen vom Dreh

Kritik Extras
Neben dem Audiokommentar der Filmemacher gibt es eine Vorschauf auf den nächsten Film aus dem Hause Marvel: DOCTOR STRANGE. Daneben gibt es ein Gag-Reel und zusätzliche bzw. erweiterte Szenen. Den Kern bilden aber die Featurettes, worunter auch ein zweiteiliges Making Of fällt, welches leider trotz fast 50 Minuten Laufzeit mehr aus Lob für den Stoff und die Beteiligten untereinander besteht. Kurz: Mehr Werbung als Information. Daneben gibt es noch zwei kurze Featurettes, die jeweils nochmals den Weg nacherzählen, denn die FIguren Iron Man und Captain America bis zu diesem Film hinter sich gelassen haben.

Wertung: 5|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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