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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb06

Die glorreichen Sieben

Die glorreichen Sieben

Originaltitel: The Magnificent Seven
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Western, Action
Freigabe: FSK-16
Regie: Antoine Fuqua

Darsteller: Denzel WashingtonChris PrattEthan Hawke u.a.

Preis zum Test: EUR 14,99


 

Inhalt: Sieben Revolverhelden werden von der Stadt Rose Creek angeheuert, um die unschuldigen Bewohner der mexikanischen Siedlung gegen den gefährlichen Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard) zu beschützen. Der skrupellose Geschäftsmann hat die arme Ortschaft fest in seiner Kontrolle und hat es nun auch auf die Ernte der fast mittellosen Bauern abgesehen. Also kratzen die Dorfbewohner rund um Emma Cullen (Haley Bennett) ihre letzten Ersparnisse zusammen und bieten den glorreichen Sieben im Gegenzug für ihren Schutz ihre letzte Habe an.Die sieben angeheuerten Söldner, Outlaws und Revolverhelden sind auf den ersten Blick vielleicht nicht die beste Wahl. Doch Josh Farraday (Chris Pratt), Sam Chisolm (Denzel Washington), Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), Billy Rocks (Byung-hun Lee), Jack Horne (Vincent D'Onofrio), Red Harvest (Martin Sensmeier) und Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo) würden so ziemlich alles für Geld tun. Die Frage ist nur, ob allein die monetäre Motivation hier ausreichen wird.

 


 

 



- Kritik -
     

Hollywood, die Fabrik der Träume. Wer sonst könnte es schaffen eine Geschichte aus dem Japan des 16. Jahrhunderts in das Genre des Western zu überführen? Mit DIE GLORREICHEN SIEBEN (The Magnificent Seven – 1960) adaptierte man Akira Kurosawas DIE SIEBEN SAMURAI (Shichinin no samurai – 1954). Ein Film, der das Konzept seines Vorbildes in völlig neue Umstände verwebt und nur an ein paar wenigen Stellen Schnittmengen aufweist, schließlich hat man es hier mit einem Western zu tun und keinem Jidai-geki-Film mehr. Vor Kurzem durften wieder sieben Helden als DIE GLORREICHEN SIEBEN (The Magnificent Seven – 2016) über die Leinwand reiten. An Regisseur Antoine Fuqua dachte man spontan wahrscheinlich nicht als Ersten, wenn es sich um ein Remake eines Western-Klassiker handelt. Doch hinter dem Filmemacher verbirgt sich ein großer Westernfan, der als Kind mit seiner Großmutter schon wahre Western-Marathons miterleben durfte. Bereits seit 2012 befand sich der Film in der Vorproduktion und hatte lange Zeit Tom Cruise für die Hauptrolle vorgesehen. Auch Namen wie Kevin Costner, Morgan Freeman oder Matt Damon geisterten in dieser Zeit durch die Presse. Anfang 2014 stoß Fuqua zu dem Projekt dazu und sah eine Relevanz auch heute noch in der Idee, dass sich eine Gruppe gegen Tyrannei stellt. Beim Casting ließ man ihm freie Hand und so besticht sein Ensemble nun mit viel Diversität. Es sei mal dahingestellt inwiefern dies auch tatsächlich in der Zeit in der der Film spielt in dieser Form auch realistisch gewesen wäre. Fuqua ist und war davon überzeugt, dass es was man mittlerweile aus der Geschichte weiß auf plausible Weise wiederspiegelt. Bevor er die Regie übernahm plante das Studio noch mit einem kompletten Cast aus weißen Schauspielern. Denzel Washington tritt diesmal in die Fußstapfen von Yul Brynner. Sony hat den Film mittlerweile auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.

 Das Western-Genre ist nicht tot zu bekommen. Die Geschichten über Cowboys und die Gesetzlosen bleibt eine bekannte und beliebte Mär in den Kinosälen. Ethan Hawke beispielsweise war im Januar sogar zweimal in einem Western zu sehen. Auch Schauspieler scheinen also immer wieder von solchen ikonischen Rollen angezogen zu werden. Fuquas THE MAGNIFICENT SEVEN orientiert sich sehr nah an seinen Vorbildern. Mit scheißgetränkten, markigen Gesichten reiten seine Helden hier durch Postkartenlandschaften und über staubige Straßen. Der Film sieht gut aus und hat nur in ein paar wenigen Momenten einen Überfluss an sichtbaren CGI-Einsatz. Das Changieren zwischen Tragik und Komik scheint wohl immer etwas unorganisch, vergleicht man die Eröffnungssequenz mit der Einführung des Bösewichtes - Peter Saarsgard mal wieder charismatisch, wenn auch wenig neu - .mit beispielsweise dem Auftreten der Figur von Chris Pratt. Der Ton des Films scheint somit eher lockerer angelegt zu sein, überrascht dann doch aber immer wieder mit ernsteren oder düsteren Momenten. Löblich sei zu erwähnen, ohne direkt zu spoilern, dass man im letzten Drittel ähnlich den vergangenen Verfilmungen seine Helden nicht komplett den Abspann miterleben lässt.

Interessanterweise hat sich Denzel Washington zur Vorbereitung auf den Film nur Kurosawas Original angeschaut, nicht aber Sturges Remake, da er laut eigener Aussage so nicht ständig im Zwist mit sich selbst stand darauf zu achten nicht Brynners Spiel irgendwie zu wiederholen. Steve McQueens Rolle wird zumindest in Teilen von Chris Pratt übernommen, der diese aber lockerer und humorvoller auslegt. Ethan Hawke tritt ein wenig in die Fußstapfen von Robert Vaughns Rolle, aber ansonsten sind nur wenige Parallelen zwischen den Charakteren wiederzufinden. Ähnlich aber, wie schon bei Sturges Fassung, sind es einzig Washingtons und Pratts Rolle, die etwas Hintergrund erhalten, der aber mehr Staffage bleibt. Bei den restlichen Mitglieder der Gruppe versucht man das wenig bis gar nicht. Es bleibt bei halbgaren Versuchen, wie bei Ethan Hawkes Figuren, aber ansonsten findet man hier mehr funktionale, denn wirklich vielschichtige Figuren. Auf musikalischer Ebene hört man das Originalthema von Bernstein nur in einer Neuinterpretation im Abspann wieder. Die Komposition der Filmmusik war die letzte Arbeit des bei einem Flugzeugabsturz verunglückten James Horner. Sein langjähriger Freund und Kollaborateur Simon Franglen sprang deshalb ein um seine bereits begonnene Komposition für den Film fertigzustellen, die in Teilen auch noch sehr an sein Werk erinnert. Die Einnahmen und die Meinungen von Kritikern und dem generellen Publikum befanden sich für den Film auf einem soliden Niveau. Vielerorts wurde hervorgehoben, dass die eigentlich relevanten Themen auf Kosten der Actionunterhaltung vernachlässigt werden. Wobei vor allen Dingen die Actionszenen des Films lobende Erwähnung finden. Und wenn schließlich das Remake vom Remake dazu führt, neue Zuschauer an das Original von Akira Kurosawa zu führen oder zumindest au Sturges Interpretation hat Fuquas Film aus filmhistorischer Sicht einen fruchtbaren Dienst erwiesen, auch wenn es womöglich wieder schnell vergessen sein wird.

  

- Fazit -  

Ordentliches Remake, das am Ende schlichtweg seine Daseinsberechtigung nicht wirklich untermauern kann. Genrefans werden zufrieden sein und auch sonst kann man den Film als schlichtweg ordentlich bezeichnen, aber eben ohne jedwede bleibende Note.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 26. Januar 2017
BD Verleihstart: 26. Januar 2017

Publisher: Sony Pictures Home Entertainment

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,39:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 133 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch

Extras: 

  • Die Art der Vergeltung mit Antoine Fuqua und den Sieben
  • Die Sieben und Regisseur Antoine Fuqua besprechen Schlüsselszenen und die Produktion dieses besonderen Films
  • Gelöschte Szenen
  • Revolverhelden
  • Die Übernahme von Rose Creek
  • Regiearbeiten des Films
  • Der Schuft
  • Bogue
  • Die Sieben Glorreiche Musikstücke 

Kritik Extras
Der Film hat zuallerst als besonderes Feature einen sogenannten "Rache-Modus", den man während des Films dazuschalten kann. Dabei werden während des Films zusätzliche Blicke hinter die Kulissen und Kommentare zu Szenen freigeschaltet. Insgesamt beläuft sich die Laufzeit dieses Materials auf etwa 40 Minuten. Ansonsten findet man im Bonusmaterial einige kleine Featuettes über den Dreh, die neben weiteren Infos zur Herstellung des Films, auch wieder viel Lob von Teammitglied zu Teammitglied verteilen.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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