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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Dez26

Geheimcode Wildgänse

Geheimcode Wildgänse

Originaltitel: Code Name: Wild Geese
Herstellungsland: Deutschland, Italien

Erscheinungsjahr: 1984
Genres: Action, Krieg
Freigabe: FSK 16
Regie: 
Antonio Margheriti
Darsteller: Lewis Collins, Lee Van Cleef, Ernest Borgnine u.a

Preis: EUR 6,97


Inhalt: Über einen Mittelsmann (Hartmut Neugebauer) in Hongkong engagiert die DEA (in Gestalt von Ernest Borgnine) ein Söldnerteam unter dem Kommando von Captain Wesley (Lewis Collins), um im Goldenen Dreieck das Heroindepot eines despotischen Generals zu vernichten und damit die Drogenlieferungen in die Staaten und nach Europa zu kappen. Kaum hat Wesleys Team (u.a. Lee van Cleef, Manfred Lehmann und Thomas Danneberg) das Lager dem Erdboden gleichgemacht, wird ihnen klar, dass ihre Mission gerade erst begonnen hat. Sie verlieren ihren Hubschrauber und der General schickt ihnen seine Armee auf den Hals während sie versuchen, ein zweites Lager ausfindig zu machen, dessen Existenz den bisherigen Sieg bedeutungslos machen könnte…

 


 

 



- Kritik -
 

Das italienische Kino war lange Zeit dafür bekannt, die großen Erfolge des wegweisenden amerikanischen Kinomarktes in günstigerer Form, manchmal mit Unterstützung internationaler Stars zu kopieren. In einigen Fällen gelang es ihm dabei, dem Rest der Welt eine lange Nase zu drehen. Das prominenteste Beispiel dafür ist der Italowestern, der in seiner vergleichsweise kurzen, aber enorm produktiven Blütezeit nicht nur im Schatten des US-Western existierte, sondern ihn weit überflügelte und Klassiker der Filmgeschichte wie "Zwei glorreiche Halunken" (OT: "The Good, the Bad and the Ugly") hervor brachte. 

 

Mit dem Kriegs- und Söldner-Actionfilm war man nicht ganz so erfolgreich, lieferte aber dennoch einige vielbeachtete Beiträge zu diesem Sub-Genre des Adrenalin-Kinos. Angespornt durch den großen Erfolg des britischen Kriegsfilms "Die Wildgänse kommen" (1978) wollte auch der Schweizer Produzent Erwin C. Dietrich, der in den 70ern vor allem durch seine 17 Kooperationen mit dem berüchtigten spanischen Regisseur Jess Franco erfolgreich war, ebenfalls einen Film über Söldner machen. Als er das in seinen Augen richtige Drehbuch gefunden hatte, engagierte er den italienischen Regisseur Antonio Margheriti, der schließlich "Geheimcode: Wildgänse" auf den Philippinen drehte. Der Erfolg des Filmes führte zu weiteren Söldnerfilmen Dietrichs, die erneut von Margheriti inszeniert wurden. Auch Hauptdarsteller Lewis Collins ("Die Profis", 1977-1983) kehrte jeweils wieder zurück- allerdings in wechselnden Rollen. Überhaupt war die Besetzung ein entscheidender Faktor, welcher mit dafür verantwortlich ist, dass man heute noch über "Geheimcode Wildgänse" spricht. An einer originellen Geschichte liegt es in jedem Fall nicht. 
 

Anstelle von Stars wie "James Bond" Roger Moore, Richard Burton und Richard Harris, welche in "Die Wildgänse kommen" die Hauptrollen inne hatten, besetzten Margheriti und Dietrich ihren bleihaltigen Urlaub in Tarnfarben u.a. mit dem durch zahlreiche Italowestern berühmt gewordenen Lee van Cleef ("Für ein paar Dollar mehr"), der bereits mehrfach mit Margheriti gearbeitet hatte (u.a. an "In meiner Wut wieg' ich vier Zentner", auch bekannt als "Kung Fu im Wilden Westen"). Auch Ernest Borgnine ("The Wild Bunch", "Airwolf") schaute ein paar Tage vorbei, bleibt aber leider über die meiste Zeit unspektakulär und kann erst am Ende etwas glänzen. Das cineastische Infant terrible Klaus Kinski ("Aguirre, der Zorn Gottes") liefert hingegen einmal mehr einen "typischen Kinski" ab. Interessant für Synchron-Fans ist die Beteiligung von Manfred Lehmann (die deutsche Stimme von Bruce Willis), Thomas Danneberg (die deutsche Stimme sowohl von Arnold Schwarzenegger als auch Sylvester Stallone) und Frank Glaubrecht (deutsche Stimme von Pierce Brosnan, Kevin Costner und Al Pacino) sowie Hartmut Neugebauer (der Stars wie Gene Hackman, John Goodman und William Shatner im Repertoire hat).
 

Die Spezialeffekte des Films sind typisch für Margheriti und stützen sich massiv auf Miniaturen, die häufig in die Luft gesprengt werden. Die bekannten Gesichter geben dem Film ein wenig Flair und auch die musikalische Untermalung geht in Ordnung. Margheritis Inszenierung ist ordentlich aber ohne echte Höhepunkte. Die Geschichte geht zwar für einen durchschnittlichen Söldnerfilm in Ordnung, bietet aber auch etliche Lücken und die lange Laufzeit mit vergleichsweise wenig Konzentration auf die Figuren oder inhaltliche Wendungen tun dem Film auch nicht gut. Action gibt es zwar reichlich, doch das Feuern aus allen Rohren wird schnell monoton. Es fehlt oft an einer Dramaturgie der Action. Trotzdem bietet der Film einige gelungene Momente auf, die überflüssig eingeworfene weibliche Beteiligung (eine befreite Geisel) hat noch ein halbwegs interessantes Drogendilemma und jeder dritte Oneliner funktioniert auch mal. Das klingt nicht nach viel, sorgt aber für ausreichende Kurzweil, insofern man dieser Art Film grundsätzlich interessiert gegenüber steht. 

 

-Fazit- 

Ein insgesamt bestenfalls durchschnittlicher Söldnerfilm mit zahlreicher aber monotoner Action, netten, wenn auch offensichtlichen Effekten und einer namhaften Besetzung, der man trotz aller dramaturgischen Schwächen des Films gerne bei der Arbeit zusieht. Typisches europäisches B-Film-Actionkino der 80er, von dem es wesentlich schlechtere Vertreter gibt. 

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- Blu-ray FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 13. Mai 2014
BD Verleihstart: 13. Mai 2014

Publisher: Ascot Elite (Cinema Treasures)

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 101 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
3. Französisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
4. Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
5. Spanisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
6. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras:

  • Trailer beim Start der Disc
    *Tokarev (2:39 Min.)
    *Mud - Kein Ausweg (2:25 Min.)
  • Einleitung mit Thomas Danneberg vor dem Hauptfilm (1080i) (0:22 Min.)
  • Audiokommentar mit dem Produzenten Erwin C. Dietrich
  • Original Kinotrailer (3:45 Min.)
  • Promoversion Geheimcode Wildgänse (Englisch) (24:34 Min.)
  • Featurette Söldner Stories (1080i) (27:54 Min.)
  • Manfred Lehmann: Stirb langsam auf den Philippinen (1080i) (14:24 Min.)
  • Thomas Danneberg: Söldner und Synchronstar (1080i) (17:08 Min.)
  • Interview mit Hartmut Neugebauer (1080i) (3:49 Min.)
  • Interview mit Klaus Kinski (SD) (13:01 Min.)
  • Original Film Soundtrack (dazu werden Bilder aus dem Film gezeigt)
    *The Patrol (2:42 Min.)
    *Hong Kong Theme 1 (3:31 Min.)
    *Hit and Run (1:37 Min.)
    *Queen of Rock'n Roll (2:38 Min.)
    *Destiny (4:32 Min.)
    *Discovery (0:51 Min.)
    *Juke Box (1:58 Min.)
    *Deadlock (1:29 Min.)
    *Cha-Shoen (3:35 Min.)
    *Sabotage (1:20 Min.)
    *On the Edge (3:30 Min.)
    *A long Goodbye (2:10 MIn.)
    *Face to Face (1:47 Min.)
    *A Moment Decides (2:08 Min.)
    *Revenge (1:12 Min.)
    *Hong Kong Theme 2 (1:06 Min.)
  • Fotogalerie (32 Bilder)
  • Mädchen, Machos und Moneten (ROM-Teil)Die unglaubliche Geschichte des Schweizer Kinounternehmers Erwin C. Dietrich (ca. 200 Seiten, PDF-Datei)
  • Trailershow- Kommando Leopard (2:19 Min.)
    *Der Commander (2:30 Min.)
    *Im Wendekreis des Söldners (SD) (3:30 Min.)
    *Das Kommando (Englisch) (1080i) (3:56 Min.)
    *Die Wildgänse kommen (1080i) (3:49 Min.)
    *Ein Teufelskerl (Englisch) (3:14 Min.)

Kritik Extras
"Geheimcode Wildgänse" bekam von Ascot Elite in deren "Cinema Treasures"-Reihe eine denkwürdige Neuauflage beschert, die praktisch jeden Anspruch an Bonusmaterial befriedigen dürfte. Für Verpackungsfreunde gibt es ein Wendecover ohne FSK-Label mit einem alternativen Postermotiv. Als Lesestoff auf dem Computer wird eine ausführliche Lektüre über die Karriere von Produzent Dietrich geboten. Der spricht auch einen Audiokommentar, der zwar einige Informationen liefert, allerdings auch etliche Redepausen aufweist. Diese mag man dem über 80-Jährigen aber nachsehen. Die Mini-Dokus fokussieren sich v.a. auf die deutschen Mitwirkenden an der deutsch-italienischen Produktion und lassen die Beteiligten, allen voran Manfred Lehmann und Thomas Danneberg zu Wort kommen und ihre Anekdoten teilen. Eine rd. 24 Minuten lange Promoversion des Filmes ist ebenso enthalten wie der Soundtrack mit insgesamt 16 Titeln. Auch alte Interviews mit Klaus Kinski und Manfred Lehmann ergänzen das ansonsten neu produzierte Bonusmaterial. Insgesamt rund 165 Minuten Bonusmaterial für einen so alten Titel sind eine hohe Hausnummer und feiern diesen europäischen Beitrag zum Söldner-Kino mehr als angemessen. Möchte man etwas an dieser Blu-ray kritisieren, dann nur, dass sie den Käufer zu sehr verwöhnt, da nicht alle vergleichbaren Filme so stark veröffentlicht werden.

Wertung:9|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

9.0/10 rating 1 vote
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