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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Sep04

The Gunman

The Gunman

Originaltitel: War Pigs
Herstellungsland: Frankreich, Großbritannien, Spanien, USA

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Action, Thriller, Drama
Freigabe: FSK-16
Regie: Pierre Morel

Darsteller: Sean Penn, Idris Elba, Javier Bardem, Mark Rylance, Ray Winstone u.a.

Preis: EUR 12,90




 

Story: Jahre nach seinem letzten Einsatz wird der Ex - Söldner Jim Terrier (Sean Penn) von seiner Vergangenheit eingeholt. Getarnt als NGO - Mitarbeiter hatte Terrier vor Jahren im Auftrag eines Wirtschaftskonzers einen tödlichen Anschlag auf einen hochrangigen Minister im Kongo ausgeführt. Doch jetzt gerät er selbst ins Visier seines ehemaligen Auftraggebers und eine tödliche Verfolgungsjagd von Afrika über London quer durch Europa beginnt. Und so muß Terrier nicht nur um sein eigenes Leben kämpfen, sondern auch um die Frau, die er liebt...

 


 

 


 

- Kritik -    

Der ursprünglich als Filmemacher erfolgreiche Luc Besson profilierte sich in den letzten Jahren vorrangig als äußerst erfolgreicher Produzent von international profitablen Actionfilmen, die er im Vergleich zu Hollywood-Produktionen mit moderaten Budets umsetzte. Er gibt dabei auch Newcomern eine Chance oder baut Talente konsequent auf, um ihnen später die Möglichkeit zu geben, selbst Regie führen zu können. Das Paradebeispiel dieses langsamen Aufbaus ist Pierre Morel, der bei Besson-Projekten wie THE TRANSPORTER (2002) für die Kameraführung verantwortlich zeichnete und mit dem bei Action-Fans geschätzten GHETTOGANGZ (2004) sein Regiedebüt gab. Bereits mit seinem nächsten Film 96 HOURS (2008) landete Morel einen weltweiten Überraschungserfolg, der bei einem Budget von 25 Millionen Dollar global mehr als 225 Millionen Dollar einspielte und ganz nebenbei Liam Neeson als Action-Star etablierte. Für FROM PARIS WITH LOVE (2010) stellte Besson dann nicht nur ein Budget von 52 Millionen Dollar zur Verfügung, sondern engagierte auch John Travolta als Zugpferd für die Hauptrolle. Trotzdem enttäuschte der kaum ausbalancierte Streifen die Fans und blieb auch finanziell weit hinter den Erwartungen zurück. 

Morel nahm sich danach eine Auszeit, wurde zwischenzeitlich immer wieder mit anderen Projekten in Verbindung gebracht, löste sich dann jedoch zumindest einstweilen von seinem "Entdecker" Besson und wurde von Erfolgsproduzent Joel Silver überzeugt, dass eine Adaption des Romans The Prone Gunman von Jean-Patrick Manchette der richtige Stoff für ihn sei.

Mit der Verpflichtung von Sean Penn, der sich das Recht zusicherte, das Drehbuch zu überarbeiten und als Produzent gelistet zu werden, folgte man dem Konzept von 96 HOURS, der mit Charakter-Darsteller Liam Neeson in der Hauptrolle ja ebenfalls ungewöhnlich besetzt wurde. Doch auch für die weiteren Parts engagierte man mit Javier Bardem, Idris Elba und Ray Winestone bekannte Namen, deren Gagen das Budget auf 40 Millionen Dollar schraubten. Gedreht wurde weltweit, darunter in Spanien, Südafrika und England. Die Erwartungen waren auf Grund des hochklassigen Casts und dem für seine rasanten Actionszenen bekannten Regisseurs sehr hoch. Doch schon in der Post Production deutete sich an, dass es zwischen Morel und Penn auf der einen, und Joel Silver auf der anderen Seite zu massiven Meinungsverschiedenheiten gekommen war, die schlussendlich dazu führten, dass Silver nicht als Produzent gelistet werden wollte und sich ausdrücklich von THE GUNMAN distanzierte. Auch an den Kassen erlitt die ambitionierte Produktion Schiffbruch und spielte nur einen Bruchteil des Budgets ein.

Dieser Flop ist nicht gänzlich nachzuvollziehen, obleich der Film unnötige und weitreichende Schwächen aufweist. Handwerklich gibt es nichts zu bemägeln. Als ehemaliger Kameramann weiß Morel, wie er aus dem Budget und den Locations das Optimum heraus holt. Die Action- und vor allem die Kampfszenen sind äußerst rauh, rasant und gelungen umgesetzt und lassen dabei auch die weitaus höher budgetierte Konkurrenz hinter sich. Gerade in den physisch anspruchsvollen Szenen kann der beeindruckend vorbereitete und durchtrainierte Penn überzeugen und empfiehlt sich nachdrücklich für weitere Genre-Auftritte. Auch Ray Winestone hinterlässt einen guten Eindruck und verleiht der Rolle mehr Wichtigkeit, als ihr eigentlich zusteht. Noch geringer fällt die Screentime von Idris Elba aus, der erst im letzten Drittel auftaucht und durch Präsenz und Charisma überzeugen kann. Schade, dass er so selten zu sehen ist.

Doch obwohl Action und Darsteller übereugen können, erweist sich THE GUNMAN in Anbetracht der Möglichkeiten insgesamt betrachtet als Enttäuschung. Das Drehbuch ist unglaubwürdig, voller Klischees, vorhersehbar und verliert die eigentliche Story völlig aus den Augen. Überzeugte 96 HOURS vor allem wegen seiner Effizienz und der Fokussierung auf den Kern der Geschichte, verliert sich Morels neuester Film in unnötigen Nebenplots, die weder die Handlung voranbringen, noch der Figurenzeichnung dienen. Eine episch ausgewalzte Lovestory - die zu einer banalen und unnötigen Dreiecksbeziehung zwischen Penn, der durchaus gefällig aufspielenden Jasmine Trinca und dem völlig überdreht aufspielenden Bardem mutiert - nimmt dem Film das Tempo und führt in dieser Form ins Nirgendwo. Zudem leidet Penns Figur auch noch unter einer mysteriösen Krankheit, die seine Fähigkeiten einschränkt. Dieser "Twist" wird jedoch nicht konsequent verfolgt, sondern vielmehr benutzt, um der eigentlich simplen Geschichte etwas mehr Bedeutung und Tiefe zu verleihen. Doch dieser Versuch geht aufgrund der Willkürlichkeit der Einbindung und dem offensichtlichen Desinteresse, diesen Ansatz konkret zu verfolgen, gänzlich nach hinten los und führt nur dazu, dass Tempo und Fokussierung einmal mehr verloren gehen. Morel und Penn wären gut beraten gewesen, wenn sie sich auf die Essenz der Geschichte konzentriert hätten: Ein ehemaliger Sniper, der mittlerweile aus dem Geschäft ausgestiegen ist, wird von seiner Vergangenheit eingeholt und muss nun nicht nur um sein Leben kämpfen, sondern auch herausfinden, wer ihn ans Messer liefern will. Mit diesem hochklassigen Cast, diesem fähigen Regisseur und diesem Budget hätte man einen gradlinigen und temporeichen Action-Reißer umsetzen können, der im besten Sinne im Fahrwasser von 96 HOURS geschwommen wäre und dessen wenig zufriedenstellende Sequels mit Leichtigkeit übertrumpft hätte. In der jetzigen Form sind Morel und Penn jedoch an den eigenen Ambitionen gescheitert, da THE GUNMAN im Kern eben nicht mehr ist, als ein gradliniger Reißer, wenngleich auch mit einem interessanten Ansatz. Schade drum, hier war sehr viel mehr möglich.

 

- Fazit - 

THE GUNMAN könnte ein erstklassiger, temporeicher Action-Reißer im Stile von 96 HOURS sein. Doch Regisseur Morel und Hauptdarsteller Penn hatten scheinbar andere Ambitionen und versuchten aus dem Stoff mehr zu machen, als er eigentlich ist. Durch die Einbindung unnötiger Nebenplots verliert die Story dann jedoch leider an Tempo und Glaubwürdigkeit. Unter dem Strich bleiben daher nur die handwerkliche Klasse, die tollen Actionszenen und der gelungene Cast. Unter diesen Voraussetzungen einfach zu wenig.

Wertung: 6|10 

Durchschnittliche Userbewertung

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- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 3. September 2015
DVD Verkaufstart: 3. September 2015

Publisher: Studiocanal

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 110 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras

  •  Trailer vor Menüstart:
    *Sicario (2:15 min.)
    *John Wick (2:20 min.)
    *The Program - Um jeden Preis (1:28 min.)
  • Featurettes:
    *Action (1:55 min.)
    *Vom Buch zu den Stars (2:10 min.)
    *Krav Maga (1:19 min.)
    *Story (2:00 min.)
  • Interviews mit:
    *Pierre Morel (5:13 min.)
    *Marc Rylance (5:00 min.)
    *Ray Winston (5:18 min.)
  • Weitere Highlights:
    *Orange Is The New Black (1:43 min.)
    *Non-Stop (2:15 min.)
    *No Turning Back (1:41 min.)
    *Es ist kompliziert (2:21 min.)
    *Lillyhammer 3.Staffel (1:31 min.)
  • Trailer:
    *The Gunman (1:54 min.)

Kritik Extras
Die Featurettes und Interviews sind in Ansätzen durchaus interessant und geben zumindest rudimentäre Einblicke in die Entsehung des Films, fallen jedoch viel zu kurz aus, um einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Interessant wäre ein Audiokommentar der Beteiligten gewesen.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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