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Apr25

Ip Man 3

Ip Man 3

Originaltitel: Yip Man 3
Herstellungsland: Hongkong

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Action, Drama, Asia
Freigabe: FSK-16
Regie: Wilson Yip
Darsteller: Donnie Yen, Lynn Hung, John Zhang u.a.

Preis: EUR 14,99


 

Inhalt: Kung Fu-Großmeister Ip Man (Donnie Yen) führt mittlerweile ein ruhiges, zurückgezogenes Leben mit seiner Familie, seiner gesundheitlich geschwächten Frau Wing-sing (Lynn Hung) und seinem Sohn Ip Ching. Doch damit ist es schnell wieder vorbei als sich eine Bande brutaler Gangster unter der Führung des korrupten US-Bauspekulanten Frank (Mike Tyson) gewaltsam immer mehr Land unter den Nagel reißen will. Das kann Meister Ip nicht tatenlos geschehen lassen! Denn die Ganoven haben es auf das Gelände der Schule seines Sohnes abgesehen und Ip Man kommt gerade noch rechtzeitig, um den Direktor der Schule vor Schlägern zu retten, die ihn dazu bringen wollen, sie zu verkaufen. Zusammen mit seinem Schüler, dem begabten Wing-Chun-Wettkämpfer Cheung Tin-chi (Jin Zhang) und dem Vater von Ip Chings Klassenkameraden Cheung Fong kämpft Meister Ip Man nun für Gerechtigkeit und versucht mit allen Mitteln, die Schule vor dem habgierigen Frank zu retten.

  


 

 



- Kritik -
    

Fans des asiatischen Kinos kennen Donnie Yen sicherlich schon seit einigen Jahren, u.a. durch seine Auftritte in ONCE UPON A TIME IN CHINA II (1992), IRON MONKEY (1993) oder WING CHUN (1994).  Auch einige kleiner Hollywood-Auftritte zieren Yens Vita wie BLADE II (2002) und SHANGHAI KNIGHTS (2003). Noch größere Bekanntheit erzielte er mit den Martial Arts Krachern SPL: KILL ZONE (2005) und FLASH POINT (2007). In seine wohl bekannteste Rolle schlüpfte er jedoch 2008, als er Ip Man verkörperte, dem Vorreiter des modernen Wing Chuns und bekannt als Meister Bruce Lees. Zwei Jahre später erschien IP MAN 2 (2010) und dabei wollte es Donnie Yen auch bewenden lassen. Yen, der Ende des Jahres im Star Wars Spin-Off ROGUE ONE (2016) zu sehen sein wird, ließ es sich jedoch nicht nehmen, 2015 doch noch einmal in seine Paraderolle zu schlüpfen und liefert mit IP MAN 3 das Ende der Trilogie ab. 

Nicht nur Donnie Yen auch To Yu-Hang sowie Anthony Wong und Tony Leung mimten in der jüngsten Zeit den Kampfkunst-Meister Ip Man. Doch weder IP MAN ZERO (2010), noch IP MAN: FINAL FIGHT (2013) oder Wong Kar-Wais THE GRANDMASTER (2013) konnten es auch nur ansatzweise mit Wilson Yips IP MAN 1 & 2 aufnehmen. Für die Kampfchoreographie konnte man bei den beiden Vorgängern Action-Veteran Sammo Hung gewinnen, der in Teil 2 auch gleich eine wichtige Rolle einnahm. Bei Teil 3 setzte sich erneut Wilson Yip auf den Regiestuhl, jedoch holte man dieses Mal Yuen Woo-Ping als Stunt Koordinator mit an Bord. Woo-Ping ist seit über 50 Jahren im Geschäft und hat mit der Elite des asiatischen Actionkinos zusammengearbeitet. Und auch wenn seine letzte Arbeit an CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON: SWORD OF DESTINY (2016) leider nicht ganz so überzeugend war, so kann man zumindest nicht behaupten, dass der Austausch Hungs ein Rückschritt war. Am Ende zeigt sich natürlich ein Stilwechsel, jedoch ist dieser definitiv nicht negativ zu werten. 

Ip Man lebt mittlerweile ein recht zurückgezogenes Leben in Hong Kong. Als berühmter Kampfkunstlehrer genießt er größten Respekt. Mit sich und seinem Leben im Einklang, geht er seinem Tagesgeschäft nach, lehrt in seiner Wing Chun Kampfkunstschule, trifft sich mit Freunden und versucht auch Zeit für seine Frau und seinen Sohn aufzubringen. Doch so sehr sich auch um Ruhe bemüht, so wenig Einfluss hat er auf die Verbrechen, die in Hong Kong begangen werden. Als die Schule seines Sohns ins Visier genommen wird, stellt er sich den Gangstern entgegen und scheut auch nicht davor zurück, seine Kampfkünste einzusetzen. 

Erneut basiert IP MAN 3 nur recht lose auf dem Leben des echten Großmeisters. Während die Handlung in Teil 1 durch die Besetzung der Japaner recht groß und politisch angelegt war, sind sowohl Teil 2, als auch Teil 3 deutlich kleiner in ihrer Geschichte. Doch wo Teil 2 recht konsequent in seiner Erzählung war, zeigt sich bei IP MAN 3 eine gewisse Unentschlossenheit. Zunächst geht es um den Mob-Boss Frank (Mike Tyson), der illegale Untergrundkämpfe abhält und durch Gewalt versucht sein Imperium zu erweitern. Gleichzeitig stolpert Ip Man über Cheung Tin-chi (Jin Zhang), der ebenfalls ein Wing Chun Meister ist und in besagten Untergrundkämpfen seinen Lebensunterhalt verdient. Zufälligerweise besucht Tin-chis Sohn dieselbe Schule wie Ip Mans Sohn. Zu guter Letzt geht es auch um Ip Mans Beziehung zu seiner Frau Cheung Wing-sing (Lynn Hung), die er stark vernachlässigt und die zudem noch erkrankt. Leider verliert sich die Geschichte in ihrem Aufbau und zerfällt so in drei Einzelteile, die nur wenig miteinander zu tun haben. 

Die Handlung um Mike Tyson fühlt sich deplatziert an, insbesondere weil er als Antagonist kaum von Bedeutung ist, auch wenn man beim Marketing einen anderen Eindruck erweckt hat. Dass der ehemalige Schwergewichtsweltmeister, der hier seine erste Rolle in einem Actionfilm hat, schauspielerisch doch stark limitiert ist, macht die Situation nicht besser. Auch das Aufeinandertreffen hat in der Geschichte längst nicht diesen epischen Charakter, wie man es sich erhofft, auch wenn die Choreographie durchaus eindrucksvoll ist. Letztlich dient Frank jedoch nur dazu, Cheung Wing-sing in die Handlung einzuführen, der am Ende der richtige „Gegenspieler“ Ip Mans ist. Leider versäumt man es, der interessanten Figur mehr Tiefe zu verleihen. Dass der Rikschafahrer eine zwiegespaltene Persönlichkeit ist, zeigt sich bereits darin, wie er mal gegen, mal mit Ip Man arbeitet. Welche Schicksalsschläge den Meister ereilten, wird nicht näher beleuchtet. 

Ip Mans private Probleme waren auch in den beiden Vorgängern immer Teil der Handlung. Dieses Mal konzentriert man sich im letzten Drittel noch viel stärker auf diesen Aspekt. Donnie Yen und Lynn Hung spielen in diesen Szenen minimal und mit viel Gefühl auf und lassen die Beziehung gerade deshalb so authentisch wirken. Mit kleinen Gesten und großen Handlungen spielt man hier sehr gelungen mit den Emotionen und lässt den sonst so erhabenen, fast schon makellosen Ip Man, menschlicher und verletzlicher wirken. Eine gelungene Vorstellung auch von Donnie Yen. 

Letztlich dient die Story natürlich in erster Linie dazu, möglichst viel Raum für Kämpfe zu bieten. In dieser Hinsicht steht IP MAN 3 seinen Vorgänger in nichts nach. Die Kämpfe sind ausufernd, opulent, stark choreographiert, technisch ausgefeilt und abwechslungsreich. Einzig bei der Inszenierung schwächelt der 3. Teil zuweilen etwas. Dies liegt in erster Linie daran, dass man etwas zu verspielt mit der Kamera ist und damit nicht immer das übersichtlichste Bild schafft. Während man im amerikanischen Kino mit bestimmten Kameraeinstellungen und Schnitten ein wenig trickst, um die Action, gerade im Mann gegen Mann Bereich, sauber zu inszenieren, ist dies im asiatischen Kino auf Grund des Erfahrungsschatzes der Beteiligten, in der Regel nicht in diesem Ausmaß notwendig. Überraschenderweise finden sich in IP MAN 3 jedoch immer wieder Szenen, in denen die Übersichtlichkeit leidet und der Schnitt etwas zu stark bemüht wird. Allerdings ist dies wirklich jammern auf allerhöchstem Niveau. An anderer Stelle profitiert der Film gar von der Inszenierung. Hier seien insbesondere der starke Kampf gegen einen Muay Thai Kämpfer genannt und auch das Finale. Die Choreographie ist akribisch ausgearbeitet und detailversessen. Ob nun Chi Sao, Bruce Lees berühmter Inch Punch, der Kontrast zwischen westlicher und östlicher Kampfkunst, die unterschiedlichen Wing Chun Stile und Waffen. Ob nun zwei Kontrahenten gegeneinander antreten oder eine Massenschlägerei ausbricht, alles ist bis ins letzte Detail durchgeplant und entzückt das Herz des Martial Arts Fans. Neben Donnie Yen ist aber auch Jin Zhang absolut erwähnenswert. Der Schauspieler, hatte bereits in THE GRANDMASTER einen Auftritt und stand auch in LETHAL WARRIOR (SAAT PO LONG, 2015) dem Nachfolger von SPL: KILL ZONE seinen Mann im Kampf gegen Wu Jing und Tony Jaa. Auch hier macht er eine wahnsinnig gute Figur und zeigt, seine Technik. Noch beeindruckender werden die Leistungen, wenn man bedenkt, dass Jin Zhang bereits 41 und Donnie Yen sogar 52 ist. Davon spürt man im Film jedoch nichts. Hier haben sich zwei Meister ihres Faches gefunden und fordern sich heraus.

  

- Fazit -  

Ein würdiger Abschluss einer herausragenden Trilogie. IP MAN 3 fällt auf Grund der etwas inkonsistenten Handlung leicht hinter den Vorgängern zurück, ist aber fast auf Augenhöhe mit Teil 2 und damit immer noch ein sehr guter Genre-Film. Abwechslungsreiche und brachiale Kämpfe, ausgefeilte und perfekt ausgeführte Techniken. Ein Kampfspektakel, dass, bereits wie die Vorgänger, ein Muss für Kampfkunst-Fans ist.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- Blu-ray FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 23. Mai 2016
BD Verleihstart: 23. Mai 2016

Publisher: NewKSM

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray) im Schlauchschuber
Wendecover: Ja, ablösbarer FSK-Sticker

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 105 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Kantonesisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras:

  • Featurettes
  • Interviews

Kritik Extras
Ein paar kurze Featurettes und zwei Interviews. Leider relativ mager von der Ausstattung.

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
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Sascha Weber

   

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