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Apr22

Ninja - Pfad der Rache

Ninja - Pfad der Rache

Originaltitel: Ninja: Shadow of a Tear
Herstellungsland: USA, Thailand
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Thriller, Action, Krimi
Freigabe: FSK-18
Regie: Isaac Florentine
Darsteller: Scott Adkins, Vithaya Pansringarm, Kane Kosugi, Tim Man, Charlie Ruedpokanon u.a.

Der amerikanische Ninjitsu-Experte und einstiger Ninja Casey Bowman (Scott Adkins) betreibt zusammen mit seiner Frau Namiko (Mika Hijii) eine Kampfkunstschule in Japan. Sie ist schwanger und die beiden leben glücklich und zufrieden. Eines Abends begibt sich Casey noch einmal außer Haus, um etwas zu Essen zu besorgen. Bei seiner Rückkehr findet er Namiko tot vor, brutal ermordet von einem Unbekannten. Während der Beerdigung trifft er auf seinen alten Freund Nakabara (Kane Kosugi), der ihm anbietet mit zu ihm nach Thailand zu kommen und in seiner Schule zu arbeiten. Casey willigt ein, denn die Spur des Killers führt ebenfalls zu dem Staat in Südostasien. Von Rache getrieben folgt er den Anhaltspunkten schließlich bis ins angrenzende Burma, wo er endlich die Hintergründe zum blutigen Attentat aufdeckt. Nun beginnt der ausgezeichnete Kämpfer mit seinem äußerst brutalen Rachefeldzug und dezimiert dabei die Mitgliederzahl eines internationalen Drogenringes…

- Kritik -  

Das Duo Isaac Florentine (Fight of the Dragon, The Sheperd) und Scott Adkins (The Expendables 2, Hooligans 3 – Never Back Down) beglückt seine Fans schon seit einigen Jahren mit richtig guten Martial-Arts-Actionfilmen, wie es sie noch in den guten alten Zeiten zuhauf zu sehen gab. Zu den bisher stärksten gemeinsamen Produktionen muss man „Undisputed II und III“ zählen, mit denen Scott Adkins in der Rolle des Russen „Boyka“ endgültig in Van Damme´s Fußstapfen trat und Florentine wiederholt unter Beweis stellte, welch ein überaus talentierter Regisseur er ist. Zusammen drehten sie 2009 „Ninja – Revenge Will Rise“, der – trotz einiger Schwächen - überwiegend gut ankam und sich zu einem Heimkino-Hit entwickelte. Dank Studios wie „Nu Image“ und Produzenten wie Boaz Davidson oder Danny Lerner, können sich Liebhaber des Genres immer wieder auf gut gemachte B-Movie Perlen freuen, auch wenn es immer schwieriger wird, derartige Produktionen zu stemmen. Fünf Jahre nach dem ersten Teil kommt nun die lang erwartete Fortsetzung in den Handel. Die Frage ist: Kann „ Ninja - Pfad der Rache“ die hohen Erwartungen der Fans erfüllen und bügelt er dabei die kleineren Mängel des Vorgängers aus?

Die große Schwäche des Erstlings war sicher die Story. Ist man aber ehrlich zu sich selbst, möchte man doch bei einem Titel wie „Ninja“ Action, Blut, Kämpfe und Klingen sehen. Das konnte der Film durchaus liefern. Um es vorweg zu nehmen: „Ninja 2“ schafft es nicht, diese Attribute zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen. Im Vergleich zieht er in vielen Punkten deutlich den Kürzeren. Es fehlt an Atmosphäre, einem charismatischen Bösewicht, Abwechslung und vor allem Ninjas! 

Was den ersten – sicher nicht fehlerlosen - Streifen auszeichnete war, dass dieser überwiegend in der Dunkelheit spielte und somit zu großen Teilen eine würdige Ninja- Atmosphäre aufbaute. Zudem kamen Wurfsterne, Giftpfeile oder Schwerter zum Einsatz, was auch den Blutpegel deutlich nach oben katapultierte. Scott Adkins, der zwar zurückhaltend, aber glaubwürdig agierte, glänzte mit tollen Fights und hatte mit Tsuyoshi Ihara (13 Assassins) einen würdigen Gegenspieler. Die Schauplätze boten Abwechslung, denn die Kontrahenten bekämpften sich mal mit, mal ohne Ninja - Montur auf Dächern, Gebäuden oder in einer U-Bahn. Auseinandersetzungen gegen eine Überzahl von Feinden rundeten den Streifen zufriedenstellend ab. 

Keine Panik! Vieles dieser Dinge findet man auch im zweiten Teil wieder und zumindest was die Kämpfe angeht, kann er das Original  stellenweise sogar toppen. Martial-Artist Scott Adkins – der deutlich präsenter daher kommt -  kämpft sich in Top-Form durch eine Vielzahl böser Buben. Die Fights sind – wie bei Florentine-Filmen üblich – hervorragend choreografiert und sorgen beim Zuschauer für feuchte Hosen. Hauptsächlich mit Händen und Füssen agierend, zeigt der Karateka, dass er zumindest im B-Bereich mittlerweile zu den beliebtesten Stars gehört. Der Blutgehalt fällt entsprechend deutlich geringer aus, was aber in diesem Fall nicht negativ zu bewerten ist. Negativ fällt vielmehr auf, dass sich die Sets kaum unterscheiden, was darauf schließen kann, dass sich das Budget gegenüber dem ersten Abenteuer, nochmal verringert haben dürfte. Die Story dümpelt vor sich hin, die Szenerie ist teils öde (kaum Szenen in der Nacht) und es fehlt an Tempo, doch die wirklich sehenswerten und spektakulären Kämpfe – welche über die gesamte Lauflänge gut verteilt wurden – entschädigen für so manchen Leerlauf. Trotz der vielen Action hat man das Gefühl, dass „Ninja – Pfad der Rache“ nicht so richtig in die Gänge kommt. Man verlässt sich zu sehr auf seinen Hauptprotagonisten, der seine Sache zwar sehr ordentlich macht, dem es aber an einem echten Kontrahenten und einer brauchbaren Geschichte mangelt. So hangelt er sich von Actionszene zu Actionszene – getrieben von Rache – und macht dabei nur geringfügig vom Ninja-Kostüm gebrauch. Kleinere Bezüge zu den Themen Ehre, Gebräuche und Tradition sind gut gemeint, werden aber nur uninspiriert umgesetzt.

Tipp 1:

Wenn ihr mehr über Scott Adkins, „Ninja“ und vieles andere erfahren möchtet, dann bietet dieses informative Interview sicher sehr interessanten Stoff:

Interview von iconvsicon.com (click)

Tipp 2:

Ihr könnt von „Ninja-Filmen“ nicht genug bekommen? Dann ist folgender Trailer ein Must See! (zwinker)

Link zu youtube.com (click)

Tipp 3:

Regisseur Issac Florentine hat BGT-Redakteur Tobias Hohmann ein BGT-Exklusiv-Interview gegeben. Teil 1 und 2 des Interviews findet ihr auf folgenden Links:

BGT-Exklusiv-Interview Teil 1 (click)

BGT-Exklusiv-Interview Teil 2 (click) 

                      - Fazit -

Action-Fans kommen – mit Abstrichen – auf ihre Kosten. Isaac Florentine liefert mit „Ninja – Pfad der Rache“ eine bestenfalls solide Fortsetzung ab. Der Regisseur, der sich zwar als Auftragsarbeiter sieht, aber stets mit viel Engagement und Herz bei der Sache ist, gelingt es nicht, der zugegeben löchrigen Geschichte seinen Stempel aufzudrücken. Vor allem fehlt es der Produktion an Atmosphäre und Spannung. Was bleibt, sind spektakuläre Kämpfe, ein super aufgelegter Scott Adkins und die Hoffnung, dass ein Studio wie „Nu Image“ weitere Projekte in Auftrag gibt, die an die kultige „Cannon-Ära“ erinnern und Filmemacher wie Florentine weiterhin die Möglichkeit bekommen, ihr Talent in Filme auszudrücken, wenn möglich mit höherem Budget.  

Wertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 28. Februar 2014
Bluray Verkaufstart: 28. Februar 2014

Publisher: Splendid Film
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 95 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (
DTS-HD 5.1)
2.Englisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Niederländisch

Extras:

  • Trailer vor Menüstart
    *Bounty Killer ( 01:37 mins)
    *The Colony (02:16 mins)
  • Featurette (06:59 mins) (untertitelt)
  • B-Roll (05:10 mins)
  • Trailer
    *Bounty Killer ( 01:37 mins)
    *The Colony (02:16 mins)
    *Ninja (02:18 mins)
    *Killing Season (02:22 mins)
    *Vikingdom - The Blood Eclipse (01:09 mins)
    *Armour Of God: Chinese Zodiac (02:35 mins)
    *Afterparty (01:32 mins)
    *Ip Man - The Final Fight (02:13 mins)

Kritik Extras
B-Roll und Featurette geben einen kleinen Einblick in die Produktion. Dabei kommen auch Scott Adkins und Isaac Florentine zu Wort. Die Laufzeit ist allerdings zu kurz um wirklich viele und interessante Informationen zu erhalten. 

Wertung: 4.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.0/10 rating 1 vote
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

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