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Sep01

Shaolin

Shaolin

Originaltitel: Xin shao lin si
Herstellungsland: Hong Kong, China
Erscheinungsjahr: 
2011
Genre: Action, Drama
Freigabe: 
FSK-16
Regie: Benny Chan
Darsteller: Jackie Chan, Wu Jing, Andy Lau u.a.

Im Jahr 1912 tobt in China ein Machtkrieg zweier Warlords und bringt Not und großes Elend über das chinesische Volk. Der arrogante General Hou Jie (Andy Lau) plant unterdessen, seinen Konkurrenten General Song Hu zu beseitigen. Doch Hou Jies Zögling Cao Man (Nicholas Tse) hat eigene Pläne und will gleich beide Widersacher ausschalten. Auf der Flucht wird Hou Jies Tochter schwer verletzt und stirbt im Tempel der Shaolin. Hou Jie schwört daraufhin Rache. Auf den Rat des Tempelkochs Wudao (Jackie Chan) hin, besinnt er sich jedoch eines Besseren und beginnt, sich als Shaolin-Mönch ausbilden zu lassen. Unterdessen breitet Cao Man seine Schreckensherrschaft aus. Als Hou Jie schließlich im Tempel ausfindig gemacht wird, kann er sich nicht länger aus dem Konflikt heraushalten und schmiedet gemeinsam mit den Mönchen einen kühnen Plan....

- Kritik -

Das neueste Werk Benny Chans kommt mit einem üppigen Budget und namhaften Stars daher. 29 Mio Dollar soll „Shaolin“ gekostet haben und hat Andy Lau, Jackie Chan, Wu Jing und Nicholas Tse mit an Bord. Böse Zungen würden sich fragen, ob ein Großteil des Geldes nicht schon für die Gage ausgegeben wurde. So ganz unberechtigt ist die Frage sicherlich nicht und so wirklich auffällig wird das Budget nicht unbedingt im Film untergebracht. Das Aufgebot an Komparsen ist, wie von chinesischen Filmen gewohnt, eindrucksvoll, die Kostüme  schlicht, aber passend, und die Sets sind nicht unbedingt opulent, aber groß angelegt. Erst im Finale wird so richtig klar, dass das gesamte Kloster ein überaus großes Set ist, welches zu Kleinholz verarbeitet wird. Die Ausgaben sieht man dem Film sicherlich an, aber es wirkt in seiner Gesamtheit längst nicht so eindrucksvoll wie beispielsweise bei „The Warlords“, der ein ähnlich großes Budget zur Verfügung hatte.
 

Was verwundert, ist die Wahl der Darsteller bzw. wen die Darsteller mimen. Die Hauptfigur General Hou Jie wird von Andy Lau gespielt, der zwar schon in einigen Martial Arts Streifen zu sehen war, aber keinen Kampfkunsthintergrund hat. Definitiv eine fragwürdige Entscheidung, die man verhältnismäßig gut mit schnellen Schnitten und einer sauberen Choreographie ausgebügelt bekommt. Auf der anderen Seite findet man Jackie Chan nur in einer Nebenrolle, ebenso wie Wu Jing zwar präsenter ist, aber letztlich auch verschenkt wird. Ansonsten wäre da noch Yu Xing erwähnenswert, der vielleicht nicht das charismatischste Aussehen hat, aber dafür eine gelernter Shaolin Mönch ist, und ebenfalls zu selten die Möglichkeit bekommt seine Kampfkünste zu präsentieren. 



Die rasanten Kämpfe sind aber ganz klar die Highlights des Films und hier zieht man alle Register. Ob nun Langstöcke, Äxte, Fäuste, Füße oder Kochtopf abwechslungsreich sind die Kämpfe allemal und bieten etwas fürs Auge. Die Choreographie ist sauber und die Kämpfer verstehen ihre Arbeit. Aber das letzte Quäntchen fehlt am Ende doch. Corey Yuen, der erneut auf Drahtseile setzt, schöpft hier nicht das Potential der Darsteller aus und setzt zu sehr auf Hilfsmittel, die dabei nicht sonderlich gut von der Regie kaschiert werden. Ein Ärgernis, für Puristen, aber trotz alledem Kämpfe auf hohem Niveau, bei denen leider allzu häufig die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. Erfreulich ist Jackie Chans Kampfauftritt, der zwar recht spät und leider ziemlich kurz ausfällt, aber seinen humorvollen Stil berücksichtigt und sauber umsetzt. Das macht Spaß und lässt einen auch die ein oder andere übertriebene Stelle im Kampf verzeihen. Passt aber, wenn man ehrlich ist, nicht so recht in den ansonsten düsteren und teils brutalen Film. 



Das historische Epos scheint nicht so ganz die richtige Baustelle für Benny Chan zu sein. Was hier in einen Topf geworfen wird, wirkt ziemlich unrund und springt auch gerne mal in der Handlung. Während die erste Stunde recht ausgiebig, den intrigierenden General Hou Jie zeigt und dessen Schicksal, das ihn schlussendlich ins Shaolin-Kloster bringen soll, fällt sein Gesinnungswandel überaus kurz aus, fast schon wie im Zeitraffer. Die Story weist Informationsdefizite auf, die ein wenig stören und ist unschlüssig, wie viel Drama und Weisheiten man in eine Szene packen kann. Auch ist man sich nicht zu schade, ordentlich mit Pathos um sich zu werfen, was auf Dauer doch recht enervierend ist. 



Stünde noch die Frage im Raum, wie gut sich die Darsteller machen. Jackie Chan bleibt, trotz seines kurzen Auftritts, im Gedächtnis, macht Laune und spielt locker auf. Weniger überzeugend ist hingegen Andy Lau, der ein wenig steif wirkt und nur in wenigen Momenten richtig überzeugen kann. Gut, im direkten Vergleich zu Jackie Chan wird ihm auch die ganze Palette an Emotionen abverlangt, aber das sollte man von einem Hauptdarsteller erwarten können. Nicholas Tse will auch nicht so recht ins skrupellose Bild passen, das man hier versucht von ihm zu zeichnen. Die Mönche sind allesamt recht zurückhaltend in ihrer Darstellung und passen somit wunderbar ins Bild. Lediglich die diversen Weisheiten, die sie zum Besten geben, wirken leicht aufgesetzt. 



„Shaolin“ zieht sich mit seinen über 2 Stunden ein wenig hin, verteilt aber immerhin die Kämpfe recht elegant über die Laufzeit, so dass diese Längen nicht zu stark ins Auge fallen. Das Finale ist im wahrsten Sinne des Wortes explosiv und punktet durch Opulenz und Schauwerte. Ansonsten gibt es aber wenig, was erinnerungswürdig ist und so versumpft „Shaolin“ etwas, ohne richtig schlecht zu sein.  
  


- Fazit -

Potential verschenkt. Zu schade, da hat man ein wunderbares Aufgebot an Stars, eine solide Story und einen bekannten Action-Choreographen und kann sich nicht auf eine klare Linie einschießen. Langatmig und voller Pathos, retten die diversen Kämpfe den Film ins gehobene Mittelmaß. Hätte man hier ein wenig mehr Mut zum Realismus bewiesen, wären möglicherweise mehr Punkte drin gewesen, so bleibt ein durchwachsener Film, der immerhin Jackie Chan und Wu Jing zu bieten hat. 

Bewertung: 6.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

 - DVD Facts & Extras -

 

DVD Verleihstart: 07.10.2011
DVD Verkaufstart: 07.11.2011 

Label: NEW KSM
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 16:9 (2,35:1) 
Laufzeit: ca. 124 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Original Trailer (2:02 Min.)
  • 5 Trailer zu weiteren Titeln
  • 2 Trailer beim Start der DVD


Kritik:
Leider stand für die Kritik lediglich ein Presse-Screener zur Verfügung, der über keinerlei Extras verfügte.   

Bewertung: x.x | 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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