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Aug01

Skin Trade

Skin Trade

Originaltitel: Skin Trade
Herstellungsland: Kanada, Thailand, USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Action, Thriller, Drama
Freigabe: FSK-16
Regie: Ekachai Uekrongtham

Darsteller: Dolph Lundgren, Tony Jaa, Ron Perlman, Michael Jai White, Celina Jade u.a.

Preis: EUR 12,49




 

Story: Nick Cassidy (Dolph Lundgren), ein Cop aus New Jersey, hat sich dem Kampf gegen den Menschenhandel verschrieben und ermittelt den serbischen Gangsterboss Viktor Dragovic (Ron Perlman), der eine neue Ladung versklavter Mädchen in die USA schmuggeln will, über einen Hafen, der in Nicks Zuständigkeitsgebiet liegt. Nick organisiert eine Razzia, bei der Dragovics jüngsten Sohn in Notwehr erschießt. Der schwört Rache und seine Leuten verüben einen Anschlag auf Nick, bei dem dessen Frau und Tochter zu Tode kommen und der Polizist schwer verletzt wird, ehe der Gangsterboss untertaucht. Nach seiner Genesung startet der gezeichnete Nick einen Rachefeldzug auf der Suche nach Dragovic, dessen Spur ihn nach Bangkok führt, in das Revier des thailändischen Cops Tony Vitayakul (Tony Jaa), der ebenfalls gegen die Menschenhändler vorgeht...

 


 

 


 

- Kritik -    

Wie Karrieren manchmal verlaufen: Dolph Lundgren hatte trotz einiger vielversprechender Kinoprojekte in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren nie den Erfolg von Steven Seagal oder Jean Claude Van Damme und tauchte relativ schnell in den DtD-Markt ab. Doch er entwickelte sich in dieser Nische, schrieb eigene Drehbücher, führte Regie und lieferte insbesondere in den letzten Jahren überwiegend sehenswerte, weit über dem Durchschnitt liegende B-Movies ab. Van Damme - obgleich es bei ihm zwischenzeitlich Lichtblicke gab und das eine oder andere aktuelle Projekt neugierig macht - und vor allem Seagal jedoch enttäuschten ihre Fans in "schöner" Regelmäßigkeit. Unter den altgedienten Action-Recken der B-Klasse hat Lundgrens Ruf in den letzten Jahren daher wohl am wenigsten gelitten.

SKIN TRADE ist ein Wunschprojekt des Schweden und wurde bereits seit 2007 entwickelt, nachdem Lundgren eine Zeitungsartikel über einen von Menschenschmugglern zurückgelassenen Lastwagen an der amerikanisch-mexikanischen Grenze las, in dem mehrere Frauen und Mädchen tot aufgefunden wurden. Gemeinsam mit Steven Elder verfasste Lundgren ein Drehbuch und versuchte in den nächsten Jahren eine Finanzierung zu stemmen. Das Skript wurde dabei immer wieder verändert, angepasst und den Bedingungen der etwaigen Geldgeber angepasst. Konkrete Züge nahm das Projekt jedoch erst an, als man thailändische Produzenten von der Idee überzeugen konnte, was zu weiteren Skript-Anpassungen führte, an denen auch John Hyams, der mit Lundgren bei UNIVERSAL SOLDIERS: REGENERATION (2009) und UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKOMING (2012) zusammengearbeitet hatte, beteiligt war.

Rasch wurde Tony Jaa für die zweite Hauptriolle besetzt - einerseits, weil gerade sein Name für die thailändischen Produzenten interessant war, andererseits, weil Jaa auch in Amerika und Europa Dank seiner Klasse und Filmen wie ONG BAK (2003) einen guten Namen bei den Fans besitzt. Darüber hinaus hatten Jaa und Lundgren kurz zuvor für die Action-Coemdy A MAN WILL RISE (2013), der auf Grund von rechtlichen Auseinandersetzungen bislang nicht veröffentlicht wurde, vor der Kamera gestanden und sich gut verstanden. Für den Regieposten präsentierte man etwas überraschend Ekachai Uekrongtham, der zwar durch sein Debüt BEAUTIFUL BOXER (2003) auf sich aufmerksam gemacht hatte, seitdem aber nicht mehr an diesen Achtungserfolg anknüpfen konnte.
In rascher Abfolge wurde der Cast vervollständigt und ließ die Action-Fans aufhorchen: Michael Jai White, Ron Perlman, Peter Weller und Cary-Hiroyuki Tagawa sind durchaus bekannte Namen, die auf das Projekt neugierig machten.

Doch trotz der "großen" Namen und der ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte bleibt SKIN TRADE hinter den Erwartungen und Möglichkeiten zurück - enttäuscht allerdings auch nicht. Der Film legt ein ziemliches Tempo und holt aus dem Budget von gerade einmal neun Millionen Dollar wirklich alles heraus. Alleine schon eine Motorrad-Verfolgungsjagd zwischen Lundgren und Jaa bietet mehr Highlights als die unseligen Schnellschüsse, die Seagal und Konsorten über Jahre hinweg in Rumänien und Co. am Fließband drehten. Auch andere Actonszenen und zahlreiche Shootout-Szenen liegen vom Aufwand her deutlich über Genre-Durchschnitt und sind überraschend zahlreich und gut über den Filom verteilt. Zudem weiß man, was die Fans erwarten, so dass es zu Fights zwischen Lundgren und Jaa und Jaa und White kommt. Heimlicher Star des Films ist jedoch Ron Perlman, der die Standard-Bösewicht-Rolle mit Leben erfüllt und Dank seiner Präsenz jede Szene an sich reisst. Lundgren punktet mit seinem Charisma, während Jaa einmal mehr offenbart, dass er tatsächlich überhaupt kein schauspielerisches Talent besitzt. Peter Weller und Tagawa werden leider völlig verheizt und geben eher einen kurzen Cameo-Auftritt - schade, denn gerade Weller bereichert so ziemlich jeden Film, wenn man ihn nur lässt.

Die Schwächen von SKIN TRADE sind trotz des flotten Temposunübersehbar und liegen in einem schwachen Drehbuch und einer hilflosen Regie begründet. Der ursprüngliche Ansatz der Story mag gewisse Ambitionen gehabt haben, die Umsetzung hingegen ist nicht mehr als Standard. Der rächende Familienvater ist nun wahrhaftig keine neue Idee, wobei diese Ausgangsituation nicht das Problem ist. Der Subplot der Menschenhändler dient jedoch bis auf ganz wenige Momente nur noch als Aufhänger als Alibi für die Action. Zudem bleibt ein fader Beigeschmack zurück, weil einige Szenen durchaus Richtung Exploitation gehen und damit konträr zu der eigentlichen Aussage des Film stehen. Doch sowohl diese Zwiespältigkeit als auch die Standard-Story wären verschmerzbar, wenn der Film packen und mitreißen würde - doch das tut er nicht. Regisseur Ekachai Uekrongtham agiert wie beim "Malen nach Zahlen", er hakt brav alles ab, was man von einem B-Reißer dieser Güteklasse und dieser Besetzung erwarten darf, schafft es jedoch nicht, Spannung oder eine fesselnde Dramaturgie aufzubauen. Er eilt von Actionszene zu Actionszene, versteht aber nicht, dass diese nur die Basis, das Fundament sein können. Anders ausgedrückt: Die Mechanismen des Genres und des Oldschool-Action-Kinos als solches sind ihm ziemlich fremd und man wünscht sich gleich mehrfach, dass John Hyams oder ein versierter B-Filmemacher wie Roel Reine auf dem Regiestuhl Platz genommen hätte. Dass der Schnitt darüber hinaus auch noch ziemlich holprig ist, lässt erahnen, dass bei der Fertigstellung und/oder in der Post Production zudem noch einiges verändert oder gekürzt wurde.

Bei den Action-Sequenzen kann SKIN TRADE jedoch punkten - ohne wirklich herausragendes zu bieten. Klar, die Motorrad-Verfolgung ist toll und die Fights sind wirklich ordentlich bis sehenswert. Doch Choreographie und Umsetzung bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück, die die Namen White und Jaa wecken. Das liegt zwar deutlich über Genre-Durchschnitt und man sieht auch die Klasse dieser Action-Stars - wobei Jaa in den letzten Jahren sichbar abgebaut hat - doch insgesamt wäre da sicher mehr möglich gewesen. Lundgren hingegen wird in den Kämpfen recht clever eingesetzt, weil man eher seine rein physische Überlegenheit betont und auf zu fordernde Moves verzichtet - notfalls muss dann doch mal ein Double ran. Fakt ist aber, dass die Action-Ikone zwar nach wie vor in Top-Form ist, allmählich aber auch nicht mehr verbergen kann, dass er rasant auf die 60 zugeht.

Ein gerechtes Fazit für SKIN TRADE zu ziehen, fällt etwas schwer, weil einerseits genau das geboten wird, was der Fan erwartet und wesentlich mehr als man von einem DtD-Streifen erwarten kann. Am Ende wird ein Sequel angedeutet - da könnte man sicherlich einige Fehler ausmerzen.

 

- Fazit - 

Temporeich aber uninspiriert. Ambitioniert aber etwas ziellos. SKIN TRADE steckt voller Widersprüche, die das Vergnügen etwas schmälern. Reine Action-Fans kommen Dank des hohen Tempos, der zahlrechen Fights und Shootouts, sowie der prominenten Besetzung sicherlich auf ihre Kosten. Andererseits nutzt man die Möglichkeiten der Story und der Besetzung nicht aus, und das ist höchst bedauerlich. Zu viel Durchschnitt, wo mehr möglich gewesen wäre. Unter dem Strich bleibt daher nur ein temporeicher und prominent besetzter B-Reisser, der unter dem Skript und der Regie leidet. Gleichermaßen sehenswert wie enttäuschend.

Wertung: 6|10 

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (5 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 07. Juli 2015
Bluray Verkaufstart: 07. Juli 2015

Publisher: Ascot Elite

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 96 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras

  • Nach dem einlegen der Disc, laufen die Trailer:
    Big Game 02:04 Min.
    Cobbler-Der Schuhmagier 02:32 Min.
    The Voices - 02:07 Min.
  • Originaltrailer: 01-31 Min.
  • Deutscher Trailer: 01:31 Min.
  • Interviews:
    Dolph Lundgren - "Nick Cassidy" - 04:25 Min.
    Ron Perlman - "Viktor" - 03:18 Min.
    Tony Jaa - "Tony" - 00:27 Sek.
    Peter Weller - "Captain Costello" - 04:02 Min.
    Michael Jay White - "Reed" - 05:45 Min.
    Ekachai Uekrongtham - Regie - 03:31 Min.
    Michael Selby & Craig Baumgarten -  Produzenten - 05:27 Min.
  • B-Roll: 26:34 Min.
  • Trailershow:
    `71 - 01:51 Min.
    Son of A Gun - 02:19 Min.
    Operation Arsenal - 02:09 Min.

 

Kritik Extras
Die Interviews bieten keinerlei Mehrwert und das Feature B-Roll bietet unkommentierte Eindrücke vom Set. Kein Making of, kein Audiokommentar. Bedeutend zu wenig

Wertung: 3.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.0/10 rating 1 vote
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