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Filmtipp  

   

Gewinnspiel #1  

   

Kommende Reviews  

   
Aug25

Special ID

Special ID

Originaltitel: Dak Siu San Fan
Herstellungsland: China

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Action, Krimi
Freigabe: FSK 16
Regie: Clarence Fok
Darsteller: Donnie Yen, Andy On, Jing Tian, Zhang Hanyu, Collin Chou u.a.

 

Nur noch dieser eine Job, dann will der Hongkonger Polizist Zilong Chen (Donnie Yen) endlich aussteigen. Seit Jahren ermittelt er undercover in der ortsansässigen Mafia, und droht nun aufzufliegen. Bevor er gehen kann, soll er jedoch den Überläufer Sunny (Andy On) erledigen. Mit Hilfe der Polizistin Fang Jing (Tina Jing) macht sich Zilong auf die Jagd nach dem Gangster. Hunderte gebrochene Knochen pflastern den Weg der beiden knallharten Profis.

- Kritik -  

Chen Zilong (Donnie Yen) arbeitet seit einigen Jahren undercover und versucht die Triaden zu infiltrieren. Seine Vorgesetzten sind fordernd und bevor er dem gefährlichen Job den Rücken kehren kann, soll er noch den großen Fisch Cheung Mo-Hung (Collin Chou) auffliegen lassen. Mo-Hung hat jedoch ganz andere Pläne mit Zilong. Er verlangt von Zilong, dass er herausfindet, ob der Aufsteiger Sunny (Andy On) mit oder gegen den Gangsterboss arbeitet. 

Wie man das gefährliche Katz-und-Maus-Spiel von Undercover-Polizisten spannend inszeniert wurde bereits vor einigen Jahren mit INFERNAL AFFAIRS (2002) gezeigt. Die Geschichte und das moralische Dilemma, das damit einhergeht, waren so überzeugend, dass Martin Scorsese sich zu seinem Remake THE DEPARTED (2006) hinreißen ließ, welches prompt mit dem Oscar für „Bester Film“ ausgezeichnet wurde. Auch DONNIE BRASCO (1997) widmet sich mit einer unglaublichen Intensität diesem Thema und basiert dabei auf einer wahren Begebenheit. Bei SPECIAL ID scheitert man jedoch an den eigenen Ambitionen. 

Donnie Yen ist ein absoluter Star, ein Publikumsmagnet und fast immer ein Garant für rasante Unterhaltung. Dass er sich auch auf ruhigere Töne versteht und Emotionen transportieren kann, zeigte er auch recht eindrücklich in IP MAN (2008). Auf dem Papier könnte SPECIAL ID ein recht intensives Drama sein, welches mit unterhaltsamer Action aufgepeppt wird. Der Trailer verspricht hingegen viele Kämpfe und ordentlich Wumms. Der Film kann weder das eine, noch das andere bedienen. Das Action-Drama ist ein recht unbeholfenes Stück Film geworden, bei dem das Drehbuch die stärksten Schwächen aufweist. 

Dem Zuschauer wird es nicht gerade leicht gemacht, sich im Setting zurechtzufinden. Dass Zilong undercover tätig ist, wird recht schnell klar. Dass er ein Autoritätsproblem hat, welches ihn überhaupt erst in die Situation brachte, auch daraus macht man kein Geheimnis. Doch die restliche Dynamik der Unterwelt ist ein wenig verworren. Namen werden in den Raum geworfen, Strippenzieher erwähnt und Spannungsfelder angedeutet. Das gesamte Milieu bleibt jedoch schwammig und unausgegoren. Es fehlt an Bezugspunkten, klaren Standpunkten sowie Informationen zu den wichtigen Personen und welche Gefahr sie für Zilong darstellen. 

Auf der Seite des Gesetzes ist alles noch viel unklarer. Neben Zilongs direktem Vorgesetztem und seiner neuen Kollegin Fang Jing (Tian Jing) kommt er eigentlich mit niemandem so richtig ins Gespräch. Außerdem wirkt seine Undercover-Story wie ein offenes Geheimnis, das weder die Polizei, noch die Triaden wirklich überraschen dürfte. Auf offener Straße diskutiert Zilong mit Polizisten und schließt sich auch schnell einem Überfallkommando an, das einen Gangster gefangen nehmen soll. 

Den moralischen Zwiespalt den das Undercoverleben bei einem eigentlich rechtschaffenen Bürger so mit sich bringt, gewährt man wenig Spielraum. Zumeist muss hierfür Zilongs Mutter herhalten. Ob in Flashbacks oder im direkten Dialog am Telefon. Die Umsetzung ist plump und oberflächlich. Auch das aufgesetzte Techtelmechtel zwischen Zilong und seiner jungen Kollegin will nicht ins Gesamtkonzept passen. Die Figuren sind einfach nicht fein genug ausgearbeitet, funktionieren rein nach Schema F. Ein simples Schwarz-Weiß-Denken, ohne psychologische Tiefe. Mitfiebern kann man dabei leider nicht. Zusätzlich verhaspelt sich SPECIAL ID zuweilen in skurrilen Slapstick-Einlagen, die dem Setting vollends schaden und gerade bei Yen nicht authentisch wirken. 

 

Story und Charaktere sind somit leider eher enttäuschend und bestenfalls zweckdienlich. Bleibt die Hoffnung bei der Action. Im Trailer werden leider schon die wichtigsten Szenen gezeigt. Donnie Yen, der hier auch die Kampfchoreographie übernimmt, liefert immerhin grundsolide Arbeit ab. Mittlerweile hat sich Yen als Choreograph ohnehin einen eigenen Stil angeeignet, der überaus bodenständig und brachial ist. Schnell und abwechslungsreich, schlägt man sich die Körper wund. Allzu verspielt geht er dabei nicht vor, was der Authentizität dienlich ist. Außerdem zeigt er erneut, dass die Mixed Martial Arts eines seiner Steckenpferde sind, welche er mit Leidenschaft inszeniert. Definitiv gelungen. Leider gibt es von der Sorte relativ wenige Szenen zu genießen. Ein kleiner Wermutstropfen sind auch die Shoot-Outs, die leider längst nicht so bodenständig wie die Kämpfe sind. Davon gibt es aber noch weniger zu bestaunen. Insgesamt somit auch an der Front eher enttäuschend, jedoch weniger hinsichtlich der Inszenierung, sondern rein vom Umfang her.

  

- Fazit - 

Ein wenig enttäuschend ist das schon, was Donnie Yen hier unter der Regie von Clarence Fok abliefert. Wobei ehrlicherweise gesagt werden muss, dass die beiden solide Arbeit abliefern. Die eigentlichen Mängel liegen im Drehbuch verborgen. Yens Choreographie ist bodenständig und brachial, die Regie hat die Action gut unter Kontrolle und  zaubert auch sonst recht gelungene Bilder auf den Fernseher. Leider hapert es gewaltig an der Story, den Charakteren, der Spannung und der Atmosphäre. SPECIAL ID ist austauschbare Ware, ohne nennenswerte Highlights.

Wertung: 5.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.3/10 Bewertung (6 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 14. August 2014
DVD Verkaufstart: 14. August 2014

Publisher: Universal

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 95-Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Extras
keine

Kritik Extras
Keine Extras, keine Punkte.

Wertung: 0|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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