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Jan02

Street Gangs

Street Gangs

Originaltitel: Urban Fighter
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Action, Thriller, Martial Arts
Freigabe: ab 18
Regie: Mike Möller
Darsteller: Mike Möller, Volkram Zschiesche, Oliver Juhrs, Mathis Landwehr, Alister Mazzotti, Nico Sentner u.a. 

 

In den Straßen herrschen Gewalt und Angst. Gangs bekriegen sich und verbreiten Terror unter der Bevölkerung. Allen voran die "Bloods" und ihr Anführer Slater (Volkram Zschiesche). Auch Biker Mikey (Mike Möller) und seine Freunde geraten immer wieder zwischen die Fronten bis einer von ihnen (Mathis Landwehr) einen Schritt zu weit geht und von Slater getötet wird. Getrieben von dem Wunsch nach Rache versucht Mikey sich Slater und die Bloods auf die einzig mögliche Weise vorzunehmen und tritt in den von den Gangs veranstalteten Underground-Fights an. Zunächst mit mäßigem Erfolg. Doch mit eisernem Willen trainiert er weiter, kämpft immer härter bis es schließlich zur finalen Konfrontation mit Slater kommt…

- Kritik -

Bei "Street Gangs" handelt es sich um die deutsche Independent-Produktion "Urban Fighter", die eine lange und beschwerliche Entstehungsgeschichte hinter sich hat und es vor allem einem Mann zu verdanken hat, dass sie schlussendlich zu einem fertigen Film wurde; Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent Mike Möller. Möller ist seit einem Einsatz in der kurzlebigen Martial Arts-Serie "Der Puma" (2000) in der deutschen Stuntszene aktiv (u.a. "Resident Evil", "Pandorum") und auch immer wieder in meist kleineren Rollen vor der Kamera zu sehen gewesen. Seinen ersten Darsteller-Auftritt absolvierte er als Gefängnisinsasse im Steven Seagal-Film "Halbtot - Half Past Dead" (2002), zuletzt war er mehrfach in der Martial Arts-Serie "Lasko – Die Faust Gottes" neben Mathis Landwehr zu sehen. Landwehr alias Lasko ist denn auch in einem Gastauftritt in "Urban Fighter" zu sehen, dem Regiedebüt Möllers.

Überhaupt scheint für "Urban Fighter" der Leitspruch "Mike Möller ruft und Alle kommen." zu gelten, denn hier versammelte sich wahrlich ein Who is Who der deutschen Fighter und Stuntmen-Elite und zeigt quasi nonstop ihr Können. Ein gut choreografierter Kampf folgt hier dem nächsten und jedes Mal, wenn man denkt, man habe nun jeden möglichen Move und Kampfstil gesehen, wird man umgehend eines Besseren belehrt. Im Grunde liefert "Urban Fighter" einen einzigen durchgehenden Showdown, der die meisten seiner Vorbilder –vornehmlich asiatische und amerikanische Action-B-Movies aus den 80er- und 90er-Jahren- in Sachen kämpferisches Können wie unbeholfenes Kinderturnen aussehen lässt.

Wo Licht ist findet sich aber meist auch Schatten und der ist hier die Geschichte oder das Feigenblatt, welches sich als solche bezeichnet. Die verschiedenen Schlägereien und Turnierkämpfe sind mehr schlecht als recht zu einer Story zusammen geklebt worden, die sich um Terror-Gangs und eine zynisch mit Menschenleben spielende Gesellschaft rankt. Vor allem gegen Ende und durch die Rahmenhandlung im Gefängnis verdichtet sich das Ganze zwar noch halbwegs gelungen zu einer Verschwörung, die sogar ein wenig neugierig darauf macht, wie sich die Ereignisse wohl weiter entwickeln. Damit kann man aber nicht retten, was zuvor an Figurenzeichnung und Dramaturgie fehlte.

Einem Actionfilm eine dünne Handlung vorzuwerfen mag indes kleinlich erscheinen, doch bei einer Laufzeit, die deutlich über vergleichbaren Produktionen liegt, fällt dies eben umso mehr auf, selbst wenn man von einem Kampf direkt in den nächsten geworfen wird. Inszenatorisch erweist sich der Film als solide, auch wenn man nicht ganz verbergen kann, dass zwischen verschiedenen Sequenzen ordentlich Zeit verstrichen ist und der Film nicht am Stück gedreht wurde.

Während man den meisten Darstellern leider deutlich ansieht, dass sie eigentlich keine sind (sondern eben Stuntmen und/oder Fighter), gibt es auch Lichtblicke wie Volkram Zschiesche als Antagonist Slater, dem man mehr Screentime gewünscht hätte. Der Veteran von "Kampfansage – Der letzte Schüler" (2005, ebenfalls mit Mathis Landwehr und Mike Möller) setzt deutlich Akzente und spielt seine Kollegen konstant mühelos an die Wand. Auch Michael Bornhütter ("The International", "Halbtot") als Obdachloser, der Mikey sein Durchhalte-Mantra eintrichtert, bleibt in Erinnerung. Mike Möller selbst vermag das Potential als Actionstar zu zeigen, das in ihm schlummert. Natürlich brilliert er vor allem in den zahlreichen Kampf- und Trainingssequenzen, verfügt aber auch über die Ausstrahlung, einen Film tragen zu können. So macht "Urban Fighter" am Ende vor allem gespannt darauf, was man von Mike Möller und seinem Team als nächstes zu sehen bekommt.

 

 - Fazit -

Es ist erstaunlich mit wie wenig Handlung man über 100 Minuten Laufzeit kurzweilig zu füllen vermag, wenn man nur genug Choreographien im Kopf hat. Dieser Independent-Martial Arts-Kracher zeigt, was die Elite der hiesigen Stunt- und Fighter-Szene an kämpferischer Finesse und Artenvielfalt zu bieten hat. So erweist er sich nicht nur als Reminiszenz an das Actionkino der 80er und 90er Jahre, bringt kleine Anspielungen für Insider und verbeugt sich selbst vor Ikonen wie Bruce Lee sondern bietet auch eine Bestandsaufnahme von Kampfstilen, welche das Herz des Kampfsportlers und Actionfilm-Fans höher schlagen lassen. Auf die Spielzeit des Films bezogen ist der Kampfanteil so hoch, dass dem Zuschauer kaum eine Verschnaufpause bleibt, was zumindest den Vorteil hat, dass er nicht in die Verlegenheit kommt, über fehlende Handlung oder Charakterentwicklung nachzudenken. Wer dies dennoch versucht wird an "Urban Fighter" nur noch wenig Freude haben. So ist der Film nicht mehr und nicht weniger als das, was er zu sein vorgibt; ein "Best of" der Handkantenschläge, Würfe und Tritte, welches einem den Schweiß auf die untrainierte Stirn treibt. Und eine Empfehlung Möllers als neuen Actionfilm-Star.

Wertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (11 Stimmen)

- BD Facts und Extras -

 

BD Verleihstart: 27. Juli 2012
BD Verkaufstart: 27. Juli 2012

Publisher: 8-Films / WVG
Verpackung: Keep Case (Amaray)

Wendecover: Ja 

Ton:
1. Deutsch (DTS HD 5.1)

2. Englisch (DTS HD 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 2,35:1 
Laufzeit: ca. 102 Minuten

Uncut: Ja

Extras:

  • Martial Arts Choreography
  • Outtakes / Bloopers
  • Bildergalerie
  • Teaser & Trailer 

Kritik Extras
Die Sonderausstattung kann sich durchaus sehen lassen. Ein Feature zeigt die Martial Arts Choreographien in der Trainingshalle, die praktisch als Blaupause zu den zahlreichen Kämpfen im Film dienten. Die rund 8 Minuten langen Outtakes sind amüsant und manches Mal, der Natur des Films entsprechend, für die Gezeigten auch schmerzhaft. Dazu gibt es eine nette Bildergalerie mit verschiedenen Behind-the-Scenes-Fotos sowie Teaser, Trailer und internationalen Trailer zum Film. Einzig ein Making of oder ein Audiokommentar, welche auf die lange und schwierige Entstehungsgeschichte des Films eingehen, vermisst man. Ansonsten vorbildlich. 

Wertung: 6.5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

10.0/10 Bewertung (6 Stimmen)
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