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Okt01

Sucker Punch

Sucker Punch

Originaltitel: Sucker Punch
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Action, Fantasy
Freigabe: FSK-16
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone, Vanessa Hudgens, Jamie Chung, u.a.

Babydoll überwindet die Fesseln von Raum und Zeit, lässt sich von ihrer Fantasie beflügeln, wenn ihre unglaublichen Abenteuer die Grenzen zwischen Vorstellung und Wirklichkeit verwischen. Man hat Babydoll gegen ihren Willen eingesperrt. Aber sie gibt nicht auf und kämpft um ihre Freiheit: Sie drängt vier weitere Mädchen – die freimütige Rocket (Jena Malone), die gerissene Blondie (Vanessa Hudgens), die treu ergebene Amber (Jamie Chung) und die zurückhaltende Sweet Pea (Abbie Cornish) –, gemeinsam gegen das schreckliche Schicksal aufzubegehren, das ihre Wächter Blue (Oscar Isaac), Madam Gorski (Carla Gugino) und High Roller (Jon Hamm) für sie vorgesehen haben. Unter Babydolls Führung starten die Girls einen fantastischen Feldzug gegen Widersacher wie Samurais und Feuerdrachen, wobei sie jederzeit über ein virtuelles Waffenarsenal verfügen können. Gemeinsam müssen sie entscheiden, welche Opfer sie bringen wollen, um ihr Leben zu retten. Nur dann haben sie eine Chance, mithilfe eines Weisen (Scott Glenn) ihre Freiheit wiederzuerlangen...

- Kritik -

Der einstige Werbefilmer Zack Snyder ist weder besonders lange im Filmgeschäft tätig, noch hat er eine ausufernde Filmographie vorzuweisen. Trotzdem zählt Snyder, der sein Regiedebüt 2004 mit dem Romero-Remake DAWN OF THE DEAD feierte, mittlerweile zu den innovativsten Filmemachern unserer Zeit und konnte mit 300 auch einen überragenden Erfolg an den Kassen feiern. Von diesem Erfolg zehrt er bis heute, denn alles was danach kam, blieb unter den Erwartungen. Die fulminante Comicadaption WATCHMEN begeisterte zwar Kritiker und Fans, lockte jedoch nicht die breite Masse ins Kino. Auch der Animationsfilm DIE LEGENDE DER WÄCHTER wurde von der zahlenden Masse überwiegend links liegen gelassen. Trotzdem erhielt SUCKER PUNCH ein stattliches Budget von über 80 Millionen Dollar. Doch nicht nur das: Mit dem Erfolg von 300 im Rücken ließ man Snyder diesmal auch das Drehbuch schreiben und gewährte ihm die kreative Kontrolle. Nach dem finanziellen Desaster – und nichts anderes ist ein Einspiel von knapp 90 Millionen Dollar in Relation zu diesem Budget – dürfte Snyder dieses Privileg wohl auch vorläufig das letzte Mal genossen haben.

Und das völlig zu Recht. Und auch Snyder - der sich eher darüber beschwert, dass gerade die US-Zuschauer und Kritiker seinen Film nicht verstünden – sollte einsehen, dass er zwar ein Regisseur mit einer scheinbar grenzenlosen visuellen Vorstellungskraft ist, jedoch in Sachen Drehbuchentwicklung, Dramaturgie und Charakterisierung ungeschickt und ziellos agierte. Eigentlich hätte alles so einfach sein können: Recht attraktive Darstellerinnen prügeln sich leicht bekleidet durch den Film, treffen dabei auf Drachen, Orcs und weiteres Getier. Das Ganze in diesem einmaligen Stil Snyders, der die Künstlichkeit der CGI stilistisch und konsequent nutzt, eine Prise Selbstironie und gehörig Tempo: Was soll da schief gehen?
 
 
Wäre das die Prämisse von SUCKER PUNCH - vermutlich auch gar nichts. Doch Snyder reicht das nicht : Er will eine Geschichte zu erzählen, wo es nichts zu erzählen gibt. Will einen Rahmen bieten, den keiner will, den der Film nicht braucht und im Gesamtpaket sogar schadet. Inhaltlich fehlt es an Substanz, und schlimmer noch: Die ganze Dramaturgie ergibt hinten und vorne keinen Sinn, wirkt unnötig aufgeblasen, um das strukturelle Nichts zu kaschieren. Der Regisseur selbst betont, dass man die Figuren mögen muss, damit man seine Vision versteht. Sorry Zack, aber diese plakativen Abziehbilder lassen völlig kalt, sind einem egal und machen im kompletten Film auch keine Entwicklung durch. Wie soll man dann mit diesen überstilisierten Plastikfiguren mitfühlen, die teilweise nur der Staffage dienen und auch nicht ideal besetzt sind? Das wäre ja alles kein Problem, wenn SUCKER PUNCH ohne Ambitionen optisch nur in die Vollen gehen würde, aber das will er ja eben nicht. Snyder will, dass es ein homogenes Ganzes ergibt, in der die Action durch die Story begründet wird. Und nicht nur auf dieser Ebene übernimmt er sich und scheitert am eigenen Anspruch kläglich. Aufgrund des Fehlens jeglicher Selbstironie wird die Szenerie mehr als nur einmal recht albern und zerfällt in mehrere Einzelstücke die nie ein Ganzes ergeben. Dramaturgie? Roter Faden? Spannungsaufbau? Nix da. Würde der Film diese Ansprüche nicht selbst hervor rufen, könnte man damit leben, aber aufgrund der Tatsache, dass Regie und Drehbuch in fast schon hilfloser Manier auf die eigenen Schwächen mit dem Zeigefinger hinweisen, kann man diese Makel nicht übersehen.
 
 
Visuell hingegen kann Snyder auch diesmal wieder überzeugen. In der gewollten Videogame-Optik zaubert er erneut prächtige Bildkompositionen auf die Leinwand/Bildschirm, die man in dieser Form nur von ihm sieht. Aber einerseits fehlt ihm auch hier das nötige Fingerspitzengefühl, da  er u.a. die Slow-Motion-Effekte - mittlerweile sein Markenzeichen - etwas zu penetrant einsetzt. Fraglos sieht das immer noch atemberaubend aus und zählt sicherlich auch zu den Stärken von SUCKER PUNCH, doch an die „geniale Schlichtheit“ von 300 kommt Snyder diesmal nicht heran. Es wirkt fast, als agiere er mit angezogener Handbremse, die ihn im letzten Moment immer daran hindert, wirklich in die Vollen zu gehen. Snyder ist wie ein kleiner Junge im Spielwarenladen, der sich seine Sachen mit allen möglichen Kram vollstopft, dann aber nicht weiß, was er damit machen soll. Er bedient sich überall, bringt  die einzelnen Teile aber nicht zusammen und schlussendlich auch nicht zu Ende. Der Verdacht liegt nahe, dass sich der Geek-Regisseur Snyder vom Drehbuchautor Snyder eingeengt fühlte. Die Action und die visuelle Seite können somit zwar punkten und im Ansatz überzeugen, doch auch in der Hinsicht wäre mehr drin gewesen. Faszinierend jedoch nach wie vor, mit welcher Konsequenz und Sicherheit Snyder seine Bilder mit Musik unterlegt. Das ist er ebenso stilsicher wie bei dem Umgang und der Einbindung der CGI als Kunstform. Ändert aber nichts am Gesamteindruck: Aus den unterschiedlichsten Gründen ist man als Zuschauer von Snyder´s schlechtesten Film enttäuscht. Mal sehen, ob seine SUPERMAN Version, bei der er nicht das Drehbuch beisteuert, wieder besser ausfällt. Man darf aber wohl davon ausgehen, dass er für diesen Job einige Kompromisse eingehen muss. Vielleicht die erste Konsequenz aus dem finanziellen Scheitern seiner letzten Produktionen? Im Fall vonSUCKER PUNCH sollte er sich die Schelte von Publikum und Kritikern jedoch ernsthaft zu Herzen nehmen, bevor aus ihm ein zweiter Shyamalan wird.
 
 
- Fazit -
SUCKER PUNCH bleibt weit hinter den Erwartungen zurück und sitzt zwischen allen Stühlen. Den Geeks zu ernst und kopflastig, dem normalen Zuschauer zu abgefahren, zudem nicht unbedingt ideal besetzt. Snyder versucht aus dem Film etwas zu machen, was er nicht ist – seine Ambitionen waren offensichtlich hoch, sein Fall aber auch. Aufgrund der nach wie vor überzeugenden Optik, einiger guter Actionszenen und der passenden musikalischen Untermalung gerade noch
 
Bewertung: 5 | 10

Ein Wort noch zur Veröffentlichung generell. Snyder schnitt etwa 18 Minuten freiwillig aus dem Film heraus, damit er die wirtschaftlich wichtige PG-13-Freigabe erhielt. Diese Fassung wurde auch in Deutschland gezeigt und wird nun auch entsprechend auf DVD ausgewertet. Die Blu-Ray-Veröffentlichung beinhaltet jedoch auch den Extended Cut, also die Ur-Fassung vor den Kürzungen, und bietet auch etwas mehr Extras.  Warum dieser EC nur auf BD ausgewertet wird, liegt zwar klar auf der Hand, macht die Sache aber nicht besser.

Durchschnittliche Userbewertung

7.1/10 Bewertung (14 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart:
 05.08.2011


Label: Warner
Verpackung: Keepcase
Wendecover: Nein

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 105 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 
3. Französisch (Dolby Digital 5.1)
4. Spanisch(Dolby Digital 2.0)

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Englisch für Hörgeschädigte
- Französisch
- Niederländisch
- Spanisch

Extras 

  • Sucker Punch: Animierte Kurzfilme (10:54 Min.)
  • Sucker Punch: Hinter dem Soundtrack (2:33 Min.)
  • Feudal Warriors (2:33 Min.)
  • The Trenches (2:49 Min.)
  • Dragon (2:48 Min.)
  • Distant Planet (2:44 Min.)

Kritik Extras
Kein Audiokommentar? kein Making of? Keine Interviews? Zugegeben: Die Kurzfilme sind durchaus mal einen Blick wert - aber das kann doch nicht alles gewesen sein. Das Special zum Soundtrack ist aufgrund der Kürze nicht ernst zu nehmen. Das Bonusmaterial ist überraschend schlicht und bietet kaum Informationen.

Bewertung: 3.5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.5/10 Bewertung (2 Stimmen)
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