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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt24

Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn

Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn

Originaltitel: Victor Frankenstein
Herstellungsland: USA, UK, Kanada

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Action, Fantasy, Abenteuer
Freigabe: FSK-16
Regie: Paul McGuigan
Darsteller: Daniel Radcliffe, James McAvoy, Jessica Brown Findlay u.a.

Preis: EUR 13,99


 

Inhalt: Victor Frankenstein (James McAvoy) ist Igors (Daniel Radcliffe) Erlösung. Der junge Mann mit der dunklen Vergangenheit wird erst aus seiner Einsamkeit erlöst, als der wissensdurstige Medizin-Student ihn unter seine Fittiche nimmt. Unter der Obhut des brillanten Wissenschaftlers blüht Igor auf. Endlich hat er Chancen bei seiner großen Liebe Lorelei (Jessica Brown Findlay), gerät allerdings auch ins Visier des Inspektors Roderick Turpin (Andrew Scott). Als Victors Assistent wird Igor zum Augenzeugen der erstaunlichen Arbeit seines Freundes und erlebt mit, wie dieser aus toter Materie Leben erschafft.

 


 

 



- Kritik -
     

Etwas irreführend mag der Titel VICTOR FRANKENSTEIN sein, denn eigentlich steht im Mittelpunkt dessen Gehilfe Igor, gespielt von Daniel Radcliffe. Eine weitere Neuinterpretation des Romans von Mary Shelley, welcher schon oft filmisch aufgearbeitet wurde. Die letzten bekannten Verfilmungen, die damit gearbeitet haben waren VAN HELSING (2004) mit Hugh Jackman in der titelgebenden Hauptrolle, wo noch weitere Horrormythen aufgegriffen wurden und Kenneth Branaghs MARY SHELLEY'S FRANKENSTEIN (1994). Was hat nun diese neue Verfilmung des Briten Paul McGuigan zu bieten? 20th Century Fox hat den Film am 22. September auf DVD und Blu-ray veröffentlicht und wir haben uns mal in das alte viktorianische London dafür gewagt.

Die Rechtfertigung dieser Neuverfilmung bleibt der Film selbst eigentlich bis zum Ende schludig. Ja der Fokus ist mit Igor neu gesetzt, eine Figur, die übrigens im Roman gar nicht existiert, sondern eine Erfindung der ersten Filme ist, aber im Grunde hält man sich weiterhin an Ideen und Motive der Vorlage. Vielleicht liegt darin auch das Hauptproblem des Films, dass man zu viel unter einen Hut bringen wollte. Man setzt Igor eigentlich als Identifikationsfigur für das Publikum ein, doch gleichzeitig will man auch mit James McAvoy die Frankenstein-Geschichte eines besessenen Wissenschaftlers erzählen. Dem wird man aber nie ganz gerecht. Auch weil man aus Igor, anfangs entstellt, eine normale Partnerfigur gemacht, inklusive eigener Liebesgeschichte und so weiter. Auch uuf Antagonistenseite geht man relativ simpel vor, indem man dem Duo einen ermittelnden Kommissar entgegen und einen konkurrierenden Wissenschaftler. Es wirkt wie als ob einzelne Bausteine hier die Neuinterpretation immer wieder auf ein universelles Modell zurückbringen soll, das immer funktioniert. Das tut es auch, doch bei den bereits zahlreichen existierenden Verfilmungen ist dies keine Rechtfertigung für eine weitere Verarbeitung.

Wo der Film aber punkten kann ist seine Machart. Hier wurde nämlich glücklicherweise auf praktische Effekte und echte Sets wert gelegt. So sind Kreaturen im Film größtenteils echt bzw. Animatronics und nur in seltenen Ausnahmen wirklich CGI-Kreationen. Auch die Sets an sich wurden größtenteils nicht noch, mal abgesehen von Panoramaaufnahmen der Stadt, durch Effekte aus dem Computer noch aufgeblasen bzw. aufgefüllt. Dieses Vorgehen gibt dem Film ein wirklich überzeugendes Aussehen und lässt einen mehr einfühlen, als in das ein oder andere CGI-Gewitter. Auch die Darsteller machen ihre Sachen größtenteils gut, auch wenn beide Hauptdarsteller, James McAvoy und Daniel Radcliffe, im Grunde auf einem normalen Niveau agieren müssen um ihre Figuren ausfüllen zu können. So ist es eine Produktion, wo man vor allen Dingen dem Drehbuch hadern muss, denn es ist löblich, dass man das Ganze auf diese Art und Weise mit u.a. praktischen Effekten etc. umgesetzt hat und wünscht sich das mal wieder mehr.

  

- Fazit -  

Wo der Film punktet ist seine Machtart. Praktische Effekte und Sets, die sich echt anfühlen. Dem entgegen steht aber eine sehr konventionelle Heldenerzählung, die visuell überzeugend eingefangen wurde, aber leider sehr nach Schema F abgehandelt wird. Schade..

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 22. September 2016
BD Verleihstart: 22. September 2016

Publisher: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,39:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 110 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 7.1)
3. Französisch (DTS 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Französisch

Extras:

  • 4 Entfallene Szenen (14:17 Min.)
  • Making Of:
    - Die Regie (3:16 Min.)
    - Die Hauptfigur: Victor (3:55 Min.)
    - Vom Buckligen zum viktorianischen Gentleman (4:50 Min.)
    - Auf der Spur des Bösewichts (4:29 Min.)
    - Lord Barnabys Zirkus (2:28 Min.)
    - Es lebt! (4:28 Min.)
    - Die Entstehung der Schlusssequenz (6:28 Min.)
  • 3 Bildergalerien
  • Original Kinotrailer

Kritik Extras
Ein aus mehreren Teilen bestehendes Making of, was insgesamt 30 Minuten läuft, bietet einen interessanten und zufriedenstellenden Einblick in die Produktion des Films. Es wird gelobt wie immer, aber auch deutlich, dass man hier sehr viel mit praktischen Effeken und an echten Sets gearbeitet hat und die Beteiligten überzeugt von ihrer Neuinterpreatation des Stoffes sind. Ansonsten gibt es noch drei Bildergalerien und den Trailer. Die 15 Minuten an geschnittenen Szenen geben Eindruck von Szenen, die eigentich auch gut in den Film gepasst hätten, aber wohl aus Zeitgründen weichen mussten.

Wertung: 7|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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